Airbus A330 (Foto: Flughafen München GmbH).
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Menüangebot im Premiumsegment: Discover Airlines kooperiert mit Sternekoch Egor Hopp

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Die zur Lufthansa-Gruppe gehörende Fluggesellschaft Discover Airlines führt neue Menüoptionen in der Business Class auf ihren Kurz- und Langstreckenflügen ab den Drehkreuzen Frankfurt am Main und München ein.

Wie der Ferienflieger mitteilte, stammen die Rezepturen von dem Düsseldorfer Sternekoch Egor Hopp, dessen kulinarisches Konzept französische Kochtechniken mit Einflüssen der kasachischen Küche kombiniert. Die vertraglich vereinbarte Zusammenarbeit zwischen der Fluggesellschaft und dem Küchenchef ist auf die Dauer von einem Jahr angelegt.

Die Einführung des neuen Bordmenüs erfolgt im Rahmen regelmäßiger Anpassungen des Caterings im Premiumsegment, mit denen Fluggesellschaften versuchen, ihr Angebot von Mitbewerbern abzuheben. Das Passagiersegment der Business Class gilt auf touristischen Langstrecken sowie Zubringerflügen als margenreich, weshalb die Verpflegung an Bord ein zentrales Instrument zur Kundenbindung darstellt. Hopp führt in Düsseldorf das Restaurant „Das Bistro“, das mit einem Stern im Guide Michelin ausgezeichnet wurde, und hat für das Bordcatering Speisen entwickelt, die an die physikalischen Bedingungen in Kabinenräumen wie verändertes Geschmacksempfinden bei verringertem Kabinendruck angepasst sind.

Die Bereitstellung gehobener Gastronomie im Flugverkehr erfordert von den beteiligten Catering-Partnern wie LSG Sky Chefs oder Gate Gourmet aufwendige Produktionsabläufe. Die Speisen müssen in Großküchen vorproduziert, gekühlt an die Flugzeuge geliefert und im Passagierraum durch das Kabinenpersonal vor dem Servieren regeneriert werden. Dies setzt strenge Vorgaben bei den Rezepturen voraus, da die Textur und Feuchtigkeit der Zutaten durch das Wiederaufheizen in den Flugzeugküchen beeinträchtigt werden können.

Branchenkritiker merken an, dass Kooperationen mit prominenten Köchen bei Ferienfluggesellschaften primär als Mittel der Vermarktung dienen, um höhere Ticketpreise im Business-Class-Segment zu rechtfertigen. In der Praxis hängt das qualitative Ergebnis auf dem Teller der Passagiere weniger vom zugrundeliegenden Konzept als von der präzisen Einhaltung der Kühl- und Aufheizprozesse im Flugbetrieb ab. Zudem beschränkt sich die Kooperation ausschließlich auf die gehobene Buchungsklasse, während das Speisenangebot in der Economy Class weiterhin stark vereinfacht bleibt.

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