
Swiss: Ausmusterung der Airbus A220-100 bis Ende 2027
Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss International Air Lines bereitet den vollständigen Rückzug des Flugzeugtyps Airbus A220-100 aus ihrer aktiven Flotte vor. Bis Ende 2027 sollen die verbliebenen Maschinen dieses Typs schrittweise außer Dienst gestellt werden. Als Erstkunde hatte die Fluggesellschaft im Juli 2016 das damals als Bombardier CSeries entwickelte Modell weltweit als erste Airline im Passagierbetrieb eingesetzt. Von den ursprünglich neun angeschafften Flugzeugen der kleineren Baureihe A220-100 befinden sich derzeit nur noch vier Einheiten im eingeschränkten Liniendienst. Drei Maschinen wurden vorübergehend eingemottet, während zwei weitere Flugzeuge bereits als Ersatzteilspender demontiert werden. Mit dieser Entscheidung reagiert das Unternehmen auf anhaltende Engpässe bei den Triebwerken des Herstellers Pratt & Whitney. Die frei werdenden Ressourcen, Triebwerke und Komponenten sollen künftig gebündelt werden, um die Einsatzbereitschaft der größeren Teilflotte aus 21 Maschinen des Typs Airbus A220-300 abzusichern. Vorgeschichte und historische Bedeutung der Baureihe für die Fluggesellschaft Die Einführung des damaligen Flugzeugprogramms Bombardier CSeries markierte für die Schweizer Zivilluftfahrt einen technologischen Wechsel auf den europäischen Regional- und Kurzstreckenrouten. Im März 2009 unterzeichneten die Swiss und der Mutterkonzern Lufthansa Group eine Festbestellung über 30 Flugzeuge dieses Typs, um die in die Jahre gekommene Vierstrahler-Flotte vom Typ Avro RJ100 schrittweise zu ersetzen und das europäische Streckennetz auszubauen. Am 15. Juli 2016 absolvierte eine CS100 mit dem Kennzeichen HB-JBA auf dem Flug LX638 von Zürich nach Paris Charles de Gaulle den weltweit ersten kommerziellen Passagierflug des Musters. Nach finanziellen Schwierigkeiten des kanadischen Herstellers Bombardier übernahm der europäische Flugzeugbauer Airbus die Mehrheit an dem Programm und benannte die Flugzeugfamilie in








