Parkplatz für Elektroautos (Foto: Unsplash/Michael Fousert).
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Automobilclub plädiert für sichtbare Preismasten an Elektro-Ladestationen

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Der ARBÖ fordert eine gesetzliche Pflicht zur besseren Preisauszeichnung an öffentlichen Ladesäulen für Elektrofahrzeuge.

Nach dem Vorbild klassischer Tankstellen sollen Stromanbieter verpflichtet werden, die aktuellen Tarife pro Kilowattstunde auf gut sichtbaren Preismasten anzuzeigen. ARBÖ-Präsident Peter Rezar verwies in diesem Zusammenhang auf eine Anlage der Burgenland Energie in Mattersburg, bei der ein solcher Preismast bereits im Einsatz ist. Der Club begründet die Initiative mit anhaltenden Beschwerden von Autofahrern über unübersichtliche Abrechnungsmodelle und versteckte Zusatzgebühren.

Bislang sind Konsumenten an vielen Ladepunkten in Österreich darauf angewiesen, Preise über Smartphone-Applikationen oder kleine Displays direkt an der Säule zu ermitteln. Die tatsächlichen Kosten hängen dabei oft von komplexen Tarifstrukturen ab, die neben dem reinen Strompreis auch Blockiergegebühren, Standzeiten sowie unterschiedliche Roaming-Tarife verschiedener Ladekartenanbieter berücksichtigen. Nach Ansicht von Verbraucherschützern erschwert diese Praxis den direkten Preisvergleich vor dem Ladevorgang erheblich, was zu unvorhergesehenen Kosten auf den Endabrechnungen führen kann.

In einigen europäischen Nachbarländern sowie in Teilen Bayerns und Dänemarks kommen Anzeigetafeln an Ladeparks bereits zum Einsatz, um Fahrern von Elektro- und Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen die Orientierung aus der Distanz zu erleichtern. Die Umsetzung einer flächendeckenden Anzeigepflicht stößt bei Betreibern kleinerer Ladepunkte jedoch auch auf organisatorische und finanzielle Bedenken. Aufgrund dynamischer Preisanpassungen im Stromhandel und der Vielzahl individueller Ladekarten-Tarife sei eine einheitliche Darstellung auf physischen Masten technisch aufwendiger als an herkömmlichen Zapfsäulen für fossile Kraftstoffe.

Verkehrsexperten betonen, dass eine verlässliche Preisdarstellung einen wichtigen Baustein für die Akzeptanz der Elektromobilität darstellt. Während der Markt für Elektrofahrzeuge wächst, hinkt die Markttransparenz an den Ladesäulen der Entwicklung im klassischen Tankstellensektor hinterher. Neben physischen Preismasten wird daher auch über digitale Schnittstellen und standardisierte E-Tankstellen-Preisdatenbanken diskutiert, um den Konsumenten einen transparenten Preisvergleich vor Fahrtantritt oder während der Anfahrt zu ermöglichen.

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