August 10, 2026

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August 10, 2026

Nürnberg: Ryanair nimmt Winterverbindung nach Agadir auf

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair nimmt mit dem Beginn des kommenden Winterflugplans eine neue Direktverbindung vom Albrecht Dürer Airport Nürnberg in die marokkanische Küstenstadt Agadir auf. Die Route wird zweimal wöchentlich, jeweils montags und samstags, bedient. Nach der bestehenden Verbindung in die Hauptstadt Rabat ist Agadir das zweite Ziel, das die Airline in dem nordafrikanischen Land ab Nürnberg anfliegt. Das Angebot richtet sich vornehmlich an Urlaubsreisende aus der fränkischen Metropolregion, die in den Wintermonaten Reisen nach Südmarokko oder Rundreisen in Städte wie Marrakesch planen. Durch die neue Verbindung baut Ryanair seine Stellung als stärkste Fluggesellschaft am Flughafen Nürnberg bezüglich des angebotenen Sitzplatzvolumens weiter aus. Neben Verbindungen nach Nordafrika bedient die Airline ab Nürnberg vor allem Urlaubs- und Städteteile in Südeuropa. Die Flughafenführung um Geschäftsführer Michael Hupe bewertet den Schritt als Ergänzung des touristischen Winterangebots. Allerdings wird das Gesamtwachstum im deutschen Markt durch die Rahmenbedingungen gedämpft. Ryanair-Verantwortliche wie Country Manager Marcel Pouchain Meyer verwiesen bei der Vorstellung der Flugstrecke erneut auf die im internationalen Vergleich hohen Flughafenentgelte und staatlichen Abgaben an deutschen Standorten, welche das weitere Wachstum der Fluggesellschaft in Deutschland begrenzen. Der Schritt fügt sich in die Kapazitätsverlagerung vieler Billigfluggesellschaften ein. Während Low-Cost-Anbieter wie Ryanair, EasyJet oder Eurowings ihr Angebot an innerdeutschen Strecken und an einigen deutschen Großflughäfen aufgrund gestiegener Kosten wie der Luftverkehrsteuer reduzieren oder stagnieren lassen, konzentriert sich der Ausbau verstärkt auf Nischenziele und dezentrale Regionalflughäfen mit günstigeren Gebührenstrukturen. Für Marokko bildet der Ausbau der Direktverbindungen nach Europa einen Kernbaustein zur Förderung des internationalen Tourismus im Rahmen staatlicher Entwicklungsprogramme.

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Boeing 737 Max: US-Luftfahrtbehörde ordnet Inspektionen der Rumpfstruktur an

Die US-amerikanische Flugsicherheitsbehörde FAA hat am 8. August 2026 eine neue Lufttüchtigkeitsanweisung für Verkehrsflugzeuge der Baureihe Boeing 737 Max erlassen. Die behördliche Anordnung verpflichtet Betreibergesellschaften zur gezielten Überprüfung von 471 in den Vereinigten Staaten registrierten Maschinen auf mögliche Rissbildungen im Bereich einer tragenden Strukturverstärkung an der vorderen rechten Servicetür. Ursache für die behördliche Maßnahme sind Erkenntnisse über Materialermüdungen und Risse an der als Bear Strap bezeichneten Metallverstärkung, die bei Untersuchungen an Flugzeugen der Vorläufergeneration festgestellt wurden. Nach Beurteilung der Aufsichtsbehörde können unentdeckte Beschädigungen an dieser Stelle die Fähigkeit der primären Rumpfbauteile beeinträchtigen, den im Flugbetrieb auftretenden Kräften standzuhalten. Die neue Richtlinie tritt am 10. September 2026 formell in Kraft. Die Maßnahme reiht sich ein in eine Abfolge behördlicher Kontrollen, nachdem die Flugsicherheitsbehörde erst am 27. Juli 2026 einen gesonderten Richtlinienentwurf zur Überprüfung von Passagiersitzverankerungen vorgelegt hatte. Technische Details und Funktion der Rumpfverstärkung Die von der Lufttüchtigkeitsanweisung betroffenen Abschnitte befinden sich an der vorderen oberen Ecke des Ausschnitts für die vordere Bordküchentür auf der rechten Rumpfseite. An dieser Stelle ist werkseitig eine Strukturverstärkung eingebaut, die in der Fachsprache der Luftfahrttechnik als Bear Strap bezeichnet wird. Öffnungen in der Hülle eines Verkehrsflugzeugs, wie Türen oder Fenster, unterbrechen den kontinuierlichen Lastpfad der Außenhaut. Um diese konstruktiven Unterbrechungen auszugleichen, installieren Hersteller zusätzliche Bleche und Rahmenverstärkungen, welche die mechanischen Spannungen um die Türöffnungen herum leiten. Während jedes Fluges unterliegt der Flugzeugrumpf wiederholten Belastungszyklen durch den Druckaufbau in der Passagierkabine beim Steigflug und den Druckabfall beim Sinkflug. Über viele tausend Flugstunden hinweg können diese wechselnden Zug-

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Menüangebot im Premiumsegment: Discover Airlines kooperiert mit Sternekoch Egor Hopp

Die zur Lufthansa-Gruppe gehörende Fluggesellschaft Discover Airlines führt neue Menüoptionen in der Business Class auf ihren Kurz- und Langstreckenflügen ab den Drehkreuzen Frankfurt am Main und München ein. Wie der Ferienflieger mitteilte, stammen die Rezepturen von dem Düsseldorfer Sternekoch Egor Hopp, dessen kulinarisches Konzept französische Kochtechniken mit Einflüssen der kasachischen Küche kombiniert. Die vertraglich vereinbarte Zusammenarbeit zwischen der Fluggesellschaft und dem Küchenchef ist auf die Dauer von einem Jahr angelegt. Die Einführung des neuen Bordmenüs erfolgt im Rahmen regelmäßiger Anpassungen des Caterings im Premiumsegment, mit denen Fluggesellschaften versuchen, ihr Angebot von Mitbewerbern abzuheben. Das Passagiersegment der Business Class gilt auf touristischen Langstrecken sowie Zubringerflügen als margenreich, weshalb die Verpflegung an Bord ein zentrales Instrument zur Kundenbindung darstellt. Hopp führt in Düsseldorf das Restaurant „Das Bistro“, das mit einem Stern im Guide Michelin ausgezeichnet wurde, und hat für das Bordcatering Speisen entwickelt, die an die physikalischen Bedingungen in Kabinenräumen wie verändertes Geschmacksempfinden bei verringertem Kabinendruck angepasst sind. Die Bereitstellung gehobener Gastronomie im Flugverkehr erfordert von den beteiligten Catering-Partnern wie LSG Sky Chefs oder Gate Gourmet aufwendige Produktionsabläufe. Die Speisen müssen in Großküchen vorproduziert, gekühlt an die Flugzeuge geliefert und im Passagierraum durch das Kabinenpersonal vor dem Servieren regeneriert werden. Dies setzt strenge Vorgaben bei den Rezepturen voraus, da die Textur und Feuchtigkeit der Zutaten durch das Wiederaufheizen in den Flugzeugküchen beeinträchtigt werden können. Branchenkritiker merken an, dass Kooperationen mit prominenten Köchen bei Ferienfluggesellschaften primär als Mittel der Vermarktung dienen, um höhere Ticketpreise im Business-Class-Segment zu rechtfertigen. In der Praxis hängt das

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Gefährliche Rauchentwicklung im Cockpit: Passagiere evakuieren Boeing 757 von Delta Air Lines über Notrutschen in Atlanta

Ein Zwischenfall im US-amerikanischen Luftverkehr hat am 8. August 2026 am Hartsfield-Jackson Atlanta International Airport zu einem Rettungseinsatz geführt. Eine Passagiermaschine vom Typ Boeing 757-200 der Fluggesellschaft Delta Air Lines musste kurz nach dem Start den Steigflug abbrechen und zum Ausgangsflughafen zurückkehren. Grund für das Manöver war eine unklare Rauchentwicklung im Cockpit sowie im hinteren Teil der Kabine. Nach der unplanmäßigen Landung leitete die Besatzung eine Sofortevakuierung der Maschine auf einem Rollfeld über die aufblasbaren Notrutschen ein. An Bord des Fluges befanden sich insgesamt 199 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder. Nach Angaben der Behörden mussten ein Fluggast und ein Mitglied des Kabinenpersonals medizinisch versorgt werden. Die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration hat eine offizielle Untersuchung eingeleitet, um die Ursachen für das Auftreten der Dämpfe im Luftfahrzeug zu ermitteln. Flugverlauf und Abruch des Steigflugs nach dem Start Der Flug der Delta Air Lines war für den Morgen des 8. August 2026 angesetzt und sollte vom Drehkreuz Atlanta zum Orlando International Airport im Bundesstaat Florida führen. Die eingesetzte Maschine mit dem Kennzeichen N555NW hob um 07:35 Uhr Ortszeit in Atlanta ab. Wie Auswertungen von Radar- und Flugverfolgungsdaten zeigen, stieg das Flugzeug zunächst auf eine Höhe von rund 9.650 Fuß, was etwa 2.940 Metern entspricht. Kurz nach dem Erreichen dieser Flughöhe bemerkte die Flugbesatzung Geruchsbelästigungen und Rauchentwicklung im Cockpitbereich. Die Piloten brachen den Steigflug daraufhin unverzüglich ab, leiteten den Sinkflug ein und erklärten gegenüber der Luftverkehrskontrolle eine Luftnotlage. In den aufgezeichneten Funksprüchen mit der Flugsicherung informierte der verantwortliche Pilot die Lotsen darüber, dass sich auch

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Festgefahrene Tarifverhandlungen: Pilotengewerkschaft Alpa sagt Gesprächsreihe mit Delta Air Lines ab

Die Vertretung der US-amerikanischen Pilotengewerkschaft Air Line Pilots Association (ALPA) bei Delta Air Lines hat eine für den 10. August 2026 anberaumte Verhandlungsrunde abgesagt. Hintergrund sind die laufenden Tarifgespräche im Vorfeld des Auslaufens des aktuellen Manteltarifvertrags im Dezember. Die Gewerkschaft wirft der Konzernführung vor, tiefgreifende Einschnitte in bestehende Dienstplan- und Einsatzregeln zu fordern. Delta begründet den Wunsch nach Anpassungen bei der Umlaufplanung, den Reserveeinsätzen sowie den Tauschmöglichkeiten von Flügen mit der Notwendigkeit, die operative Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit im Streckennetz zu sichern. ALPA weist diese Argumentation zurück und betont, dass die bisherigen Regelungen den reibungslosen Flugbetrieb in der Vergangenheit nicht beeinträchtigt hätten. Neben den Streitpunkten bei den Arbeitszeit- und Dienstplanmodellen bemängelt die Gewerkschaft fehlende Zugeständnisse der Arbeitgeberseite in Kernbereichen der Vergütung und der Arbeitsbedingungen. Konkret nennt ALPA unzureichende Angebote bei den Gehaltsstrukturen, Urlaubsansprüchen, Hotelunterkünften bei Zwischenstopps, der betrieblichen Altersvorsorge sowie den Regelungen für pendelnde Besatzungen. Angesichts der festgefahrenen Positionen will der Vorstand der Gewerkschaft über das weitere Vorgehen beraten und behält sich nach eigenen Angaben sämtliche arbeitskampftechnischen Schritte vor. Der Tarifkonflikt bei Delta Air Lines reiht sich ein in eine Welle von Auseinandersetzungen im US-Luftfahrtsektor. Nach den finanziellen Verlusten während der Pandemie und dem anschließenden raschen Anstieg der Passagierzahlen fordern die Besatzungen namhafter US-Fluggesellschaften deutliche Nachbesserungen bei Bezahlung und Dienstplansicherheit. Zuvor hatten bereits Piloten bei Konkurrenten wie American Airlines und United Airlines im Rahmen neuer Tarifabschlüsse spürbare Gehaltssteigerungen und veränderte Arbeitszeitbedingungen durchgesetzt, was den Druck auf die Verhandlungen bei Delta erhöht. Luftfahrtbeobachter weisen darauf hin, dass die Absage von Verhandlungsterminen zwar

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Lufthansa: Wiederaufnahme von Hedgingaktivitäten zur Stabilisierung der Treibstoffkosten

Der Deutsche Lufthansa Konzern nimmt nach einer vorübergehenden Unterbrechung seine derivativen Preissicherungsgeschäfte für Flugkraftstoffe wieder auf. Wie Finanzvorstand Till Streichert vor Finanzanalysten in Frankfurt am Main mitteilte, hat das Unternehmen seine Hedgingaktivitäten im Verlauf des zweiten Quartals 2026 reaktiviert, um die Treibstoffkosten für die kommenden Geschäftsjahre abzusichern. Für das Jahr 2027 hat die Airline derzeit eine Preissicherungsquote von etwas über 50 Prozent erreicht. Ziel des Managements ist es, schrittweise zu der vor Ausbruch der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten verfolgten Strategie zurückzukehren und jeweils sechs Monate vor dem jeweiligen Abflugtermin eine Hedgingquote von 85 Prozent aufzubauen. Ergänzend zu den Finanzmarktgeschäften setzt der Luftfahrtkonzern auf operative Kapazitätsanpassungen im Streckennetz, um den anhaltenden Kostendruck in der Zivilluftfahrt zu steuern. Verlauf der Treibstoffpreise und Auswirkung der Sicherungsgeschäfte Flugkraftstoff bildet einen der größten einzelnen Ausgabenblöcke in der Erfolgsrechnung von Luftfahrtgesellschaften. Um sich gegen plötzliche Ausschläge an den internationalen Rohöl- und Raffineriemärkten zu schützen, setzen viele Fluggesellschaften auf finanzielle Absicherungsinstrumente wie Optionen, Futures und Swaps. Vor dem Ausbruch des Konflikts im Nahen Osten hatte die Lufthansa für 85 Prozent ihres für das Jahr 2026 erwarteten Kerosinbedarfs Obergrenzen bei den Einkaufspreisen fixiert. Diese Sicherungsgeschäfte federten die sprunghaften Preisanstiege beim Kerosin ab, als die Marktpreise infolge der militärischen Auseinandersetzungen stiegen. Dennoch verblieb ein ungesicherter Restbedarf, der zu spürbaren finanziellen Mehrbelastungen führte. Allein für das zweite Quartal 2026 beziffert die Lufthansa die krisenbedingten Mehrausgaben für Treibstoff auf rund 750 Millionen Euro. Im Zuge der starken Preisschwankungen an den Rohstoffmärkten entschied das Management vorübergehend, keine neuen Sicherungsverträge abzuschließen, um

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Finanzierungsinstrument zur Liquiditätssicherung: Avolon legt Commercial-Paper-Programm auf

Das internationale Flugzeug-Leasingunternehmen Avolon hat über seine hundertprozentige Tochtergesellschaft Avolon Aerospace Leasing Limited ein ungegliedertes Commercial-Paper-Programm mit einem Gesamtvolumen von bis zu 1,5 Milliarden US-Dollar (rund 1,3 Milliarden Euro) ins Leben gerufen. Die begebenden kurzfristigen Schuldtitel sind unbesichert und werden von der Muttergesellschaft sowie ausgewählten Tochterunternehmungen garantiert. Nach Unternehmensangaben sollen die durch die Emission erlösten Mittel zur Ergänzung bestehender Kreditlinien dienen und den kurzfristigen Kapitalbedarf im laufenden Geschäftsbetrieb flexibler gestalten. Die Begebung der kurzfristigen Geldmarktpapiere erfolgt unter Ausnutzung von Registrierungsausnahmen im US-amerikanischen Wertpapierrecht. Das Programm richtet sich an institutionelle Investoren und soll die Finanzierungsstruktur des Leasingkonzerns durch eine breitere Kapitalbasis diversifizieren. Neben der Umschuldung bestehender Verbindlichkeiten können die liquiden Mittel auch für anstehende Flugzeugübernahmen verwendet werden. Ross O’Connor, Finanzvorstand von Avolon, verwies darauf, dass dieser Schritt die Liquiditätsreserve des Unternehmens vor dem Hintergrund veränderter Bedingungen am Kapitalmarkt stärken soll. Der Rückgriff auf kurzfristige Instrumente wie Commercial Papers unterstreicht den hohen Kapitalbedarf in der Flugzeug-Leasingbranche. Um der Nachfrage von Fluggesellschaften nach modernen Passagiermaschinen gerecht zu werden, müssen Leasinggeber kontinuierlich beträchtliche Mittel zur Vorfinanzierung von Flugzeugbestellungen aufbringen. Gleichzeitig zwingt das gestiegene Zinsniveau der vergangenen Jahre Unternehmen der Branche dazu, ihre Finanzierungskosten durch den Mix aus lang- und kurzfristigen Schuldtiteln zu optimieren. Branchenanalysten sehen in dem Programm zwar eine effiziente Steuerung der kurzfristigen Passivseite, weisen jedoch auf die Risiken hin, die mit einer stärkeren Abhängigkeit von Geldmarktpapieren verbunden sind. Da Commercial Papers regelmäßig refinanziert werden müssen, reagiert diese Form der Kapitalbeschaffung sensibel auf Schwankungen des Marktzinses und eventuelle Marktverwerfungen. Eine nachhaltige Tragfähigkeit der

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Swiss: Ausmusterung der Airbus A220-100 bis Ende 2027

Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss International Air Lines bereitet den vollständigen Rückzug des Flugzeugtyps Airbus A220-100 aus ihrer aktiven Flotte vor. Bis Ende 2027 sollen die verbliebenen Maschinen dieses Typs schrittweise außer Dienst gestellt werden. Als Erstkunde hatte die Fluggesellschaft im Juli 2016 das damals als Bombardier CSeries entwickelte Modell weltweit als erste Airline im Passagierbetrieb eingesetzt. Von den ursprünglich neun angeschafften Flugzeugen der kleineren Baureihe A220-100 befinden sich derzeit nur noch vier Einheiten im eingeschränkten Liniendienst. Drei Maschinen wurden vorübergehend eingemottet, während zwei weitere Flugzeuge bereits als Ersatzteilspender demontiert werden. Mit dieser Entscheidung reagiert das Unternehmen auf anhaltende Engpässe bei den Triebwerken des Herstellers Pratt & Whitney. Die frei werdenden Ressourcen, Triebwerke und Komponenten sollen künftig gebündelt werden, um die Einsatzbereitschaft der größeren Teilflotte aus 21 Maschinen des Typs Airbus A220-300 abzusichern. Vorgeschichte und historische Bedeutung der Baureihe für die Fluggesellschaft Die Einführung des damaligen Flugzeugprogramms Bombardier CSeries markierte für die Schweizer Zivilluftfahrt einen technologischen Wechsel auf den europäischen Regional- und Kurzstreckenrouten. Im März 2009 unterzeichneten die Swiss und der Mutterkonzern Lufthansa Group eine Festbestellung über 30 Flugzeuge dieses Typs, um die in die Jahre gekommene Vierstrahler-Flotte vom Typ Avro RJ100 schrittweise zu ersetzen und das europäische Streckennetz auszubauen. Am 15. Juli 2016 absolvierte eine CS100 mit dem Kennzeichen HB-JBA auf dem Flug LX638 von Zürich nach Paris Charles de Gaulle den weltweit ersten kommerziellen Passagierflug des Musters. Nach finanziellen Schwierigkeiten des kanadischen Herstellers Bombardier übernahm der europäische Flugzeugbauer Airbus die Mehrheit an dem Programm und benannte die Flugzeugfamilie in

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Emirates veranstaltet Recruitment-Tage im deutschsprachigen Raum

Die Fluggesellschaft Emirates führt im August und September erneut offene Auswahltage für angehende Kabinenbeschäftigte in mehreren deutschen Städten durch. Wie das Unternehmen mitteilte, richten sich die Veranstaltungen gezielt an deutschsprachige Interessenten für Positionen als Flugbegleiter. Die Termine sind für den 17. August in München, den 23. August in Berlin, den 25. August in Hamburg sowie den 19. September in Dortmund angesetzt. Neben Deutschland führt die Fluggesellschaft im gleichen Zeitraum entsprechende Rekrutierungsveranstaltungen in weiteren europäischen Ländern sowie am Drehkreuz Dubai durch. Das Anforderungsprofil für die Positionen im Kabinenpersonal umfasst unter anderem Verhandlungssicherheit in der englischen Sprache, eine Mindestkörpergröße sowie das Fehlen von sichtbaren Tätowierungen in der Uniformbekleidung. Nach der erfolgreichen Absolvierung des mehrstufigen Auswahlverfahrens durchlaufen die eingestellten Nachwuchskräfte ein mehrwöchiges Schulungsprogramm in der Emirates Aviation College in Dubai. Das Dienstverhältnis beinhaltet die Verlegung des Hauptwohnsitzes in das Emirat, wo das Personal in unternehmenseigenen Unterkünften untergebracht wird. Die intensivierten Personaloffensiven von Golf-Airlines wie Emirates, Etihad Airways oder Qatar Airways sind eine unmittelbare Folge der stetigen Kapazitätsaufstockungen und der schrittweisen Auslieferung neuer Flugzeugmuster. Gleichzeitig weist die Kabinenbesatzung bei langstreckenorientierten Gesellschaften im Nahen Osten traditionell eine hohe Fluktuationsrate auf. Befristete Verträge, zeitintensive Umlaufpläne im weltweiten Streckennetz sowie die Bindung des Wohnsitzes an den Standort Dubai führen dazu, dass viele Beschäftigte die Tätigkeit nur über einen Zeitraum von wenigen Jahren ausüben. Branchenbeobachter merken an, dass der Wettbewerb um qualifiziertes Kabinenpersonal auf dem europäischen Markt zugenommen hat. Auch europäische Fluggesellschaften wie die Lufthansa-Gruppe versuchen, dem bestehenden Fachkräftemangel durch vereinfachte Bewerbungsverfahren und Inserate zu begegnen. Für Bewerber

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Umbau gebrauter Passagierflugzeuge dominiert die Flottenaufstockung von Frachtfluggesellschaften

In der internationalen Luftfrachtbranche vollzieht sich eine strukturelle Verlagerung bei der Bereitstellung von Frachtkapazitäten. Während fabrikneue Frachtflugzeuge regelmäßig die öffentliche Berichterstattung prägen, bilden in der Praxis Umbaumaßnahmen von gebrauchten Passagierflugzeugen zu Frachtern den Hauptanteil des Kapazitätszuwachses. Getrieben durch das kontinuierliche Wachstum des grenzüberschreitenden Online-Handels und begrenzte Beiladekapazitäten im Frachtraum von Passagiermaschinen greifen Frachtfluggesellschaften und Leasingunternehmen vermehrt auf gebrauchte Verkehrsflugzeuge zurück. Langfristige Marktprognosen des Flugzeugherstellers Boeing gehen davon aus, dass die globale Luftlogistik bis in die 2040er Jahre hinein mehr als 2.800 zusätzliche Frachtflugzeuge benötigen wird. Mehr als die Hälfte dieser Einheiten wird voraussichtlich aus Umbauprogrammen hervorgehen. Ursachen für die steigende Nachfrage nach Umbaufrachten Der Ausbau internationaler E-Commerce-Plattformen hat die Warentröme im Luftverkehr nachhaltig verändert. Großvolumige Online-Händler und Expressdienstleister verlangen zunehmend hochfrequente Direktverbindungen für Paketgesellschaften anstelle klassischer Sammelguttransporte. Der Frachtraum im Unterdeck regulärer Passagierflugzeuge reicht für diese Logistikketten oft nicht aus, da Flugzeiten und Streckennetze von Passagiermaschinen primär nach den Bedürfnissen von Reisenden ausgerichtet sind. Zudem füllen leichte Expresspakete das verfügbare Ladevolumen meist vollständig aus, bevor die maximale Gewichtsgrenze des Flugzeugs erreicht ist. Ein uneingeschränktes Hauptdeck, wie es ausschließlich dedizierte Frachtflugzeuge bieten, ist daher zur Maximierung des Volumens erforderlich. Luftfrachtunternehmen, Leasinggesellschaften und Charteranbieter erwerben gezielt 15 bis 20 Jahre alte Passagierflugzeuge, um diese zu Hauptdeck-Frachtern umzurüsten und flexible Logistikstrukturen aufzubauen. Technische Abläufe des Umbauprozesses Der Umbau eines Passagierflugzeugs in einen Frachter erfordert umfangreiche technische Eingriffe im Rahmen von Ergänzenden Musterzulassungen. Zu Beginn wird die Passagierkabine vollständig entkernt. Sitze, Bordeinbauten, Küchen, Toiletten und Gepäckablagen werden entfernt. Die Kabinenfenster werden mit Aluminiumabdeckungen verschlossen,

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