Bei Eurowings kommt es zu einer Neubesetzung in der kommerziellen Führungsebene. Marco Götz übernimmt mit Wirkung zum 14. September die Position des Head of Revenue Management & Pricing bei der Lufthansa-Tochtergesellschaft.
Er folgt in dieser Funktion auf Stefan Auerbach, der das Ressort zuvor verantwortete. Götz verfügt über mehr als zwei Jahrzehnte Berufserfahrung innerhalb der Lufthansa-Gruppe und war zuletzt als Chief Commercial Officer (CCO) bei der Schwestergesellschaft Discover Airlines tätig, wo er den kommerziellen Aufbau des Ferienfliegers maßgeblich mitgestaltete.
Die Steuerung der Ticketpreise und die Ertragsoptimierung gelten in der Luftfahrtbranche als zentrale Hebel für die betriebliche Profitabilität. In seiner neuen Rolle ist Götz für die ertragsmaximierende Auslastung des Streckennetzes und die dynamische Preissetzung der Flugtickets zuständig. Angesichts von schwankenden Kerosinpreisen, veränderten Buchungsmustern der Passagiere und dem anhaltenden Wettbewerbsdruck durch europäische Low-Cost-Anbieter steht der Bereich Revenue Management vor der Aufgabe, die Margen des Unternehmens trotz steigender Betriebskosten stabil zu halten.
Der Wechsel spiegelt die kontinuierliche Rotation von Führungskräften innerhalb des Lufthansa-Konzerns wider. Durch den Einsatz erfahrener Manager aus anderen Konzernsparten sollen Synergien und der Wissenstransfer zwischen den einzelnen Tochtergesellschaften gestärkt werden. Bei Discover Airlines war Götz unter anderem für die kaufmännische Netzausrichtung und die Vertriebsstrukturen verantwortlich, was ihm ein tiefes Verständnis für das touristische Segment im Kurz- und Langstreckenverkehr verschafft.
Branchenbeobachter verweisen darauf, dass die Aufgabe bei Eurowings mit erheblichen Herausforderungen verbunden ist. Das Direktfluggeschäft im europäischen Raum ist hochgradig preissensibel und verlangt eine präzise Anpassung der Kapazitäten an die tatsächliche Nachfrage. Götz muss in einem volatilen Marktumfeld den Ausgleich zwischen wettbewerbsfähigen Flugpreisen und der Abdeckung der konzernweiten Kostenstruktur sichern, ohne dabei Marktanteile an ausländische Mitbewerber zu verlieren.