
Lufthansa: Verhandlungsrunden mit Pilotengewerkschaft und Kabinenpersonal ohne unmittelbare Streikdrohung im Sommer
Der Vorstand der Deutschen Lufthansa rechnet im laufenden Sommergeschäft vorerst nicht mit neuen Arbeitskämpfen beim fliegenden Personal. Nach den Streikaktionen im Frühjahr befindet sich die Konzernführung in Verhandlungen mit den Fachgewerkschaften Vereinigung Cockpit und der Unabhängigen Flugbegleiter Organisation (Ufo). Konzernchef Carsten Spohr bestätigte, dass vertrauliche Gespräche stattfinden, die auf eine Beilegung der offenen Tarifkonflikte abzielen. Die vorausgegangenen Arbeitsniederlegungen im zweiten Quartal belasteten das operative Ergebnis des Luftfahrtkonzerns mit mindestens 150 Millionen Euro. Im Zentrum der Kontroversen stehen neben Gehalts- und Versorgungsfragen auch Fragen der Produktivität sowie die künftige Flottengröße der Kernmarke Lufthansa. Trotz vorsichtiger Annäherungssignale der Kabinengewerkschaft bleiben die strukturellen Differenzen zwischen den Tarifparteien spürbar. Auswirkung der Arbeitskämpfe auf das Geschäftsergebnis des zweiten Quartals Die Tarifauseinandersetzungen des Frühlings haben in der Finanzbilanz des Luftfahrtkonzerns deutliche Spuren hinterlassen. Im Rahmen der Vorlage der aktuellen Vierteljahreszahlen in Frankfurt am Main bezifferte der Vorstandsvorsitzende Carsten Spohr die finanziellen Ausfälle durch die Streiks im zweiten Quartal auf mindestens 150 Millionen Euro. Diese Summe setzt sich zusammen aus direkten Einnahmeausfällen durch Flugstreichungen, den Umbuchungs- und Betreuungskosten für gestrandete Passagiere sowie zusätzlichen betrieblichen Aufwendungen zur Aufrechterhaltung des Ersatzflugplans. Die Unterbrechungen im Flugbetrieb trafen das Unternehmen in einer Phase, in der die operative Marge ohnehin durch steigende Material- und Treibstoffkosten belastet wird. Um weitere finanzielle Schäden während der passagiereintensiven Sommermonate abzuwenden, setzt das Management auf den Dialog mit den Arbeitnehmervertretungen. Spohr betonte, dass der Verlauf der aktuellen Gespräche Anlass zu der Erwartung gebe, die Hauptreisezeit ohne erneute Einschränkungen im Flugplan zu bewältigen. Konfliktpunkte bei der Kabinengewerkschaft Ufo






