August 11, 2026

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August 11, 2026

FS Group ordnet 19 Züge für geplante Verbindung zwischen London und Paris

Die italienische Eisenbahngruppe Ferrovie dello Stato Italiane, bekannt als FS Group, hat eine Großbestellung über 19 Hochgeschwindigkeitszüge unterzeichnet, um den Einstieg in den Fernverkehr durch den Ärmelkanaltunnel vorzubereiten. Das Vertragsvolumen mit dem Bahntechnikhersteller Hitachi Rail beläuft sich auf rund zwei Milliarden Euro. Die Züge sollen von der Tochtergesellschaft Trenitalia France betrieben werden, die ab dem Jahr 2029 eine direkte Konkurrenz zum bisherigen Monopolisten Eurostar auf der ertragsstarken Relation zwischen London und Paris aufbauen möchte. Das Beschaffungspaket umfasst neben der Fertigung und Lieferung der Triebzüge auch den Bau einer spezialisierten Wartungsanlage im französischen Maisons-Alfort Pompadour nahe Paris. Die Investition wird durch eine Partnerschaft mit dem US-amerikanischen Finanzinvestor Certares unterstützt und markiert einen weiteren Schritt bei der Öffnung des europäischen Schienenfernverkehrs für den Wettbewerb mehrerer Eisenbahnverkehrsunternehmen. Technische Details des Auftrags und Infrastrukturausbau bei Paris Das vereinbarte Beschaffungsprogramm zwischen der FS Group und Hitachi Rail ist auf die Erfüllung der strengen technischen und sicherheitsspezifischen Vorgaben für den Betrieb im Ärmelkanaltunnel sowie auf den Hochgeschwindigkeitsnetzen in Frankreich und Großbritannien ausgerichtet. Die Züge müssen für unterschiedliche Stromsysteme, Zugsicherungssysteme und die Evakuierungsstandards des Tunnels zertifiziert werden. Hitachi Rail fertigt die Einheiten als Mehrsystemzüge, die eine grenzüberschreitende Interoperabilität ohne zeitraubende Lokomotiv- oder Systemwechsel gewährleisten. Ein zentraler Bestandteil des Gesamtauftrags ist die Errichtung eines eigenen Instandhaltungswerks in Maisons-Alfort Pompadour im Großraum Paris. Die Wartungsanlage soll sicherstellen, dass die verkehrstechnische Bereitstellung, die Reinigung sowie die laufende technische Inspektion der Flotte eigenständig und unabhängig von fremden Infrastrukturbetreibern durchgeführt werden können. Gianpiero Strisciuglio, Chief Executive Officer und General Manager der FS

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Feldbrand nahe Flughafen BER: Feuerwehreinsatz stoppt Flammen kurz vor dem Betriebsgelände

Bei Erntearbeiten in Rotberg, einem Ortsteil der Gemeinde Schönefeld im Brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald, ist ein etwa 20 Hektar großes Getreidefeld vollständig in Brand geraten. Das Feuer brach mutmaßlich durch einen technischen Defekt an einer Strohpresse aus und breitete sich auf trockenem Boden rasch aus. Nach Angaben der Regionalleitstelle Lausitz erstreckte sich die Brandfläche auf eine Größe, die rechnerisch etwa 28 Fußballfeldern entspricht, und näherte sich bis auf rund 500 Meter der Peripherie des Flughafens Berlin Brandenburg (BER) an. Die starke Rauchentwicklung war weithin sichtbar, unter anderem von den angrenzenden Autobahnabschnitten der A113 und A10, was zu zahlreichen Notrufen bei den Rettungsdiensten führte. Insgesamt standen zwölf Feuerwehrfahrzeuge im Löscheinsatz. Aufgrund der unmittelbaren Nähe zum Flughafengelände unterstützte auch ein Löschfahrzeug der Wache der Flughafen-Feuerwehr die örtlichen Freiwilligen Feuerwehren bei der Eindämmung der Flammen. Durch das zügige Eingreifen der Einsatzkräfte konnte ein Übergreifen des Feuers auf benachbarte Waldstücke oder Gebäudestrukturen verhindert werden. Trotz der Nähe des Brandes zum Flughafengelände und der zeitweise dichten Rauchwolken kam es nach Angaben der zuständigen Stellen zu keinen Beeinträchtigungen des zivilen Flugbetriebs. Die Starts und Landungen am BER wurden ohne Einschränkungen oder zeitliche Verzögerungen durchgeführt, da die Windrichtung den Rauch größtenteils seitlich abtransportierte. Auch der Straßenverkehr auf den umliegenden Autobahnen und Bundesstraßen konnte trotz Sichtbehinderungen ohne größere Sperrungen aufrechterhalten werden. Der Vorfall verdeutlicht erneut das Risiko von Flächenbränden bei Erntearbeiten in den Sommermonaten. Trockener Bewuchs und hohe Temperaturen begünstigen das Entstehen von Bränden durch Funkenflug, der beim Funkenschlag von Erntemaschinen auf steinigen Böden oder durch überhitzte Mechanik entsteht.

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Balearen: Region steuert auf erneut hohes Touristenaufkommen im Jahr 2026 zu

Die spanische Inselgruppe der Balearen verzeichnet in der ersten Hälfte des Jahres 2026 ein anhaltendes Wachstum bei den internationalen Ankünften. Nach Erhebungen des nationalen Statistikamtes INE sowie des regionalen Instituts Ibestat reisten in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres 8,12 Millionen ausländische Besucher auf die Inseln Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera. Dies entspricht einer Zunahme um 2,3 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum. Sofern sich dieser Trend in den frequenzstarken Sommermonaten fortsetzt, könnte die Gesamtzahl der Jahresbesucher die Marke von rund 20 Millionen Gästen erreichen oder überschreiten, nachdem im Jahr 2025 bereits ein Wert von 19,3 Millionen Registrierungen festgestellt worden war. Die statistischen Daten verdeutlichen eine strukturelle Verschiebung im Reiseverhalten: Während die Zahl der ankommenden Fluggäste steigt, verkürzt sich die durchschnittliche Verweildauer pro Aufenthalt. Gleichzeitig verzeichnen die Wirtschaftsdaten einen überproportionalen Anstieg der Gesamtausgaben der Urlauber. Überproportionaler Anstieg der Einnahmen und durchschnittliche Ausgaben Die finanzielle Bilanz des Reiseverkehrs auf den Balearen weist in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 einen Gesamtumsatz durch internationale Besucher von 8,156 Milliarden Euro aus. Dies entspricht einem Zuwachs von 4,52 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr des Jahres 2025. Damit wachsen die Gesamteinnahmen der regionalen Wirtschaft im Bereich des Gastgewerbes und der Dienstleistungen doppelt so schnell wie die reinen Ankunftszahlen der Passagiere. Aus den statistischen Auswertungen geht hervor, dass der durchschnittliche Tagesumsatz pro Reisendem bei etwa 217 Euro liegt. Auf den gesamten Aufenthalt hochgerechnet gibt ein internationaler Gast im Schnitt 1.237 Euro auf den Inseln aus. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Anstieg der

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Malaysia Aviation Group führt flächendeckende Drogentests nach Festnahme ein

Die Konzernmutter von Malaysia Airlines, die Malaysia Aviation Group (MAG), hat für alle Piloten ihres Flugbetriebs verpflichtende Drogentests angeordnet. Die Maßnahme erfolgt als direkte Reaktion auf die Festnahme eines 39-jährigen Piloten der Fluggesellschaft am internationalen Flughafen Soekarno-Hatta in Jakarta. Dem Festgenommenen wird vorgeworfen, rund 26 Kilogramm des Rauschmittels MDMA – aufgeteilt auf über 70.000 Ecstasy-Tabletten – in seinem Reisegepäck nach Indonesien geschmuggelt zu haben. Nach Angaben des indonesischen Zolls verlief zudem ein beim Beschuldigten durchgeführter Drogentest positiv auf Kokain und Methamphetamin. Die erste Phase des Untersuchungsprogramms umfasst 1.260 Piloten von Malaysia Airlines und soll bis Mitte August abgeschlossen sein. Flugzeugführer, die den Test nicht innerhalb dieser Frist absolvieren, werden von der Dienstplangestaltung ausgeschlossen und erhalten erst nach Vorlage einer uneingeschränkten Freigabe wieder die Erlaubnis zur Ausübung ihrer Flugdienstberater- und Pilotentätigkeit. Die Unternehmensführung kündigte an, das System obligatorischer Screenings schrittweise auf das gesamte aktive Flugpersonal inklusive Kabinenbesatzungen auszuweiten, um bestehende Zufallskontrollen zu ergänzen. Nach Angaben der Fluggesellschaft reiste der festgenommene Zweite Offizier als dienstfreies Besatzungsmitglied auf dem Beobachtersitz (Jumpseat) im Cockpit mit und war nicht aktiv in die Steuerung des Passagierflugzeugs eingebunden. Indes leiteten auch die malaysischen Behörden Ermittlungen zu den Sicherheitsabläufen am Flughafen Kuala Lumpur ein. Es steht die Frage im Raum, wie der Mann die Kontrollen trotz des mitgeführten Schmuggelguts passieren konnte. Indonesische Ermittler prüfen zudem Hinweise auf Verstrickungen in internationale Drogennetzwerke, wobei dem Beschuldigten aufgrund der strengen nationalen Gesetzgebung im Fall einer Verurteilung die Todesstrafe droht. Der Vorfall rückt die Luftsicherheits- und Personalkontrollen im Asien-Pazifik-Raum erneut in den

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Fluggesellschaften wälzen steigende Kerosinkosten primär auf Economy-Class-Passagiere ab

Eine detaillierte Auswertung des Luftfahrtdatendienstleisters Cirium für die Wirtschaftszeitung Handelsblatt verdeutlicht eine spürbare Verteuerung von Flugtickets auf innereuropäischen Strecken sowie im Nordatlantikverkehr. Haupttreiber dieser Entwicklung sind die anhaltend hohen Ausgaben für Flugkraftstoff, die im Zuge geopolitischer Spannungen im Nahen Osten deutlich gestiegen sind. Besonders ausgeprägt zeigt sich der Preisanstieg im Segment der europäischen Lowcoster, deren Durchschnittstarife binnen weniger Monate zweistellig zulegten. Um die verbliebenen finanziellen Mehrbelastungen abzufedern, greifen führende Netzwerk-Airlines wie die Lufthansa, die International Airlines Group sowie Air France-KLM zunehmend auf eine gezielte Kapazitätssteuerung zurück. Durch die Reduzierung von Flugangeboten wird das Sitzplatzangebot künstlich verknappt, um höhere Durchschnittserlöse pro Passagier durchzusetzen. Deutliche Preisaufschläge bei europäischen Billigfluggesellschaften Die Datenanalyse von Cirium demonstriert, dass insbesondere die europäischen Niedrigpreis-Anbieter Ryanair, Easyjet und Wizz Air ihre Ticketpreise im Frühjahr 2026 kräftig angehoben haben. Auf innereuropäischen Routen kostete ein Flugschein in der Economy-Class bei diesen drei Gesellschaften im Februar 2026 durchschnittlich 73,14 US-Dollar. Bis zum Mai 2026 kletterte dieser Betrag auf im Schnitt 84,37 US-Dollar, was einem Zuwachs von gut 15,35 Prozent entspricht. Die der Auswertung zugrunde liegenden Zahlen berücksichtigen ausschließlich den Netto-Flugpreis ohne Steuern, flughafenseitige Gebühren und behördliche Abgaben, also exakt jenen Erlösanteil, der unmittelbar bei den Unternehmen verbleibt. In der längerfristigen Betrachtung fällt die Preisdynamik im Low-Cost-Segment noch prägnanter aus. Verglichen mit dem Niveau von Mai 2025 verteuerten sich die Tarife bei den drei genannten Billigfliegern um 39,2 Prozent. Gegenüber dem Jahresbeginn 2024 haben sich die Durchschnittspreise auf den Europastrecken dieser Anbieter sogar mehr als verdoppelt. Diese Entwicklung verdeutlicht, dass das Geschäftsmodell

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Führungswechsel bei US-Behörde: David Cummins übernimmt Leitung der Transportation Security Administration

David Cummins ist als neuer Administrator der US-amerikanischen Verkehrssicherheitsbehörde Transportation Security Administration (TSA) vereidigt worden. Nach seiner Bestätigung durch den US-Senat tritt er die Nachfolge als achter Leiter der Organisation an. Die Nominierung für diese Schlüsselposition erfolgte im Mai durch US-Präsident Donald Trump. In seiner neuen Funktion leitet Cummins eine der größten Sicherheitsbehörden der Vereinigten Staaten mit rund 60.000 Mitarbeitern und trägt die Verantwortung für die Passagier- und Gepäckkontrollen an mehr als 430 kommerziellen Flughäfen im ganzen Land sowie für die Sicherheit von Bahn- und Verkehrsinfrastrukturen. In seiner Antrittserklärung nannte der neue Behördenleiter die Modernisierung der Kontrollabläufe als eine der Hauptaufgaben seiner Amtszeit. Zu den Schwerpunkten gehören der verstärkte Einsatz neuer Technologien wie biometrischer Erkennungssysteme und fortschrittlicher Computertomographie-Scanner an den Kontrollstellen. Dadurch sollen die Wartezeiten für Passagiere verringert werden, ohne die Kontrollstandards zu senken. Darüber hinaus sieht Cummins einen Dringlichkeitsbedarf bei der Abwehr neuartiger Risiken, darunter die gezielte Absicherung kritischer Verkehrsknotenpunkte gegen Drohneneinflüge und Cyberangriffe auf die digitale Steuerungsinfrastruktur. Vor seinem Wechsel an die Spitze der staatlichen Sicherheitsbehörde war Cummins vor allem in leitenden Positionen der Privatwirtschaft im Transport- und Logistiksektor tätig. Seine Berufung bringt somit operative Führungserfahrung aus der Wirtschaft in die behördliche Praxis ein. Das Führungsprofil unterscheidet sich von einigen seiner Vorgänger, die häufiger aus dem Militär- oder Geheimdienstbereich stammten. Beobachter werten diesen Schritt als Versuch, die Effizienz und Kundenorientierung der oft wegen langer Wartezeiten und starrer Abläufe kritisierten Kontrollstellen zu verbessern. Branchenexperten und Datenschützer begleiten den angekündigten Technologiewechsel an den US-Flughäfen jedoch mit Skepsis. Der verstärkte Einsatz

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Sydney: Australische Flugsicherung reagiert mit Personalmaßnahmen auf Beinahe-Kollisionen

Die australischen Luftfahrtbehörden haben nach zwei Vorfällen auf dem Rollfeld des Kingsford Smith International Airport in Sydney personelle und organisatorische Konsequenzen gezogen. Nach einer Beinahe-Kollision zwischen zwei Passagiermaschinen am ersten Augustwochenende 2026 wurden ein Fluglotse sowie ein Mitarbeiter der Bodenabfertigung vorübergehend vom Dienst suspendiert. Die australische Transportsicherheitsbehörde ATSB hat offizielle Ermittlungen zu den genauen Umständen des Vorfalls eingeleitet. Zudem forderten Regierungsvertreter des Bundesstaates New South Wales sowie die Bundesverkehrsministerin Catherine King eine umfassende Aufklärung von der staatlichen Flugsicherungsgesellschaft Airservices Australia. Die Vorfälle rücken die angespannte Personalsituation in der australischen Flugsicherung sowie die Kapazitätsgrenzen des verkehrsreichsten Flughafens des Landes in den Mittelpunkt der Debatte. Flugverlauf und Abbremsmanöver beim jüngsten Zwischenfall Der jüngste Vorfall ereignete sich am Morgen des 9. August 2026 auf dem Vorfeld des Flughafens Sydney. An dem Zwischenfall waren eine Maschine der australischen Low-Cost-Fluggesellschaft Jetstar sowie ein Langstreckenflugzeug vom Typ Boeing 777 der Qatar Airways beteiligt. Während des Rollvorgangs auf den Taxiways gerieten die beiden Flugzeuge auf einen Kreuzungskurs, was ein abruptes Abbremsen durch die Besatzung der Jetstar-Maschine erforderlich machte, um einen Zusammenstoß der Rumpfstrukturen zu verhindern. Durch die abrupte Verzögerung erlitt ein Mitglied des Kabinenpersonals an Bord des Jetstar-Flugzeugs leichte Verletzungen, die medizinisch versorgt werden mussten. Unter den Passagieren der beiden betroffenen Maschinen wurden keine Verletzten gemeldet. Die Verkehrsmaschinen konnten ihren Weg nach der Klärung der Positionen fortsetzen. Der Leiter der Transportsicherheitsbehörde ATSB, Angus Mitchell, ordnete das Ereignis als ernsthaften Vorfall ein. Zwar seien die Flugzeuge mit verhältnismäßig geringer Rollgeschwindigkeit unterwegs gewesen, dennoch hätte die Konstellation ohne das

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Außerplanmäßige Zwischenlandung in Brazzaville: Lufthansa-Boeing 747 nach Geruchsentwicklung in der Kabine umgeleitet

Eine Boeing 747-8 der Fluggesellschaft Lufthansa hat auf dem Flug von Johannesburg nach Frankfurt am Main einen unplanmäßigen Zwischenstopp in Brazzaville, der Hauptstadt der Republik Kongo, eingelegt. Grund für die Sicherheitslandung war eine nicht näher identifizierbare Geruchsentwicklung in der Fluggastkabine während des Reiseflugs über dem afrikanischen Kontinent. Wie die Fluggesellschaft mitteilte, landete der Großraumjet sicher am Maya-Maya Airport. Alle 363 Passagiere sowie die Besatzungsmitglieder blieben unverletzt und wurden nach der Abfertigung vor Ort in umliegenden Hotels untergebracht. Zur Fortsetzung der Reise organisierte die Fluggesellschaft ein Ersatzflugzeug, das nach Brazzaville entsandt wurde, um die Fluggäste nach Frankfurt zu transportieren. Die betroffene Boeing 747-8 verblieb vorerst am Flughafen in Brazzaville, wo ein Technikerteam mit der gründlichen Überprüfung der Systeme und der Ursachenforschung beauftragt wurde. Nach Abschluss der technischen Inspektion und Freigabe soll das Flugzeug ohne Passagiere nach Deutschland überführt werden. Zu den genauen Ursachen oder der Art des Geruchs machte das Unternehmen zunächst keine detaillierten Angaben. Zwischenfälle durch Geruchs- oder Rauchbelästigungen im Passagierraum, in der Fachsprache häufig als „Fume Events“ bezeichnet, erfordern im Luftverkehr strikte Sicherheitsprotokolle. Sobald ungewöhnliche Gerüche über die Klimatisierungs- oder Belüftungsanlagen in die Kabine oder das Cockpit gelangen, entscheiden die Piloten im Zweifel für eine umgehende Landung auf dem nächstgelegenen geeigneten Ausweichflughafen. Ursachen hierfür können von unbedenklichen Rückständen in den Klimaanlagen über elektronische Defekte bis hin zu verdampftem Triebwerksöl reichen. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass eine ungeplante Zwischenlandung an einem kleineren afrikanischen Drehkreuz wie Brazzaville für die Fluggesellschaft mit erheblichem logistischem Aufwand verbunden ist. Neben der kurzfristigen Beschaffung von Hotelunterkünften

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Lufthansa: Verhandlungsrunden mit Pilotengewerkschaft und Kabinenpersonal ohne unmittelbare Streikdrohung im Sommer

Der Vorstand der Deutschen Lufthansa rechnet im laufenden Sommergeschäft vorerst nicht mit neuen Arbeitskämpfen beim fliegenden Personal. Nach den Streikaktionen im Frühjahr befindet sich die Konzernführung in Verhandlungen mit den Fachgewerkschaften Vereinigung Cockpit und der Unabhängigen Flugbegleiter Organisation (Ufo). Konzernchef Carsten Spohr bestätigte, dass vertrauliche Gespräche stattfinden, die auf eine Beilegung der offenen Tarifkonflikte abzielen. Die vorausgegangenen Arbeitsniederlegungen im zweiten Quartal belasteten das operative Ergebnis des Luftfahrtkonzerns mit mindestens 150 Millionen Euro. Im Zentrum der Kontroversen stehen neben Gehalts- und Versorgungsfragen auch Fragen der Produktivität sowie die künftige Flottengröße der Kernmarke Lufthansa. Trotz vorsichtiger Annäherungssignale der Kabinengewerkschaft bleiben die strukturellen Differenzen zwischen den Tarifparteien spürbar. Auswirkung der Arbeitskämpfe auf das Geschäftsergebnis des zweiten Quartals Die Tarifauseinandersetzungen des Frühlings haben in der Finanzbilanz des Luftfahrtkonzerns deutliche Spuren hinterlassen. Im Rahmen der Vorlage der aktuellen Vierteljahreszahlen in Frankfurt am Main bezifferte der Vorstandsvorsitzende Carsten Spohr die finanziellen Ausfälle durch die Streiks im zweiten Quartal auf mindestens 150 Millionen Euro. Diese Summe setzt sich zusammen aus direkten Einnahmeausfällen durch Flugstreichungen, den Umbuchungs- und Betreuungskosten für gestrandete Passagiere sowie zusätzlichen betrieblichen Aufwendungen zur Aufrechterhaltung des Ersatzflugplans. Die Unterbrechungen im Flugbetrieb trafen das Unternehmen in einer Phase, in der die operative Marge ohnehin durch steigende Material- und Treibstoffkosten belastet wird. Um weitere finanzielle Schäden während der passagiereintensiven Sommermonate abzuwenden, setzt das Management auf den Dialog mit den Arbeitnehmervertretungen. Spohr betonte, dass der Verlauf der aktuellen Gespräche Anlass zu der Erwartung gebe, die Hauptreisezeit ohne erneute Einschränkungen im Flugplan zu bewältigen. Konfliktpunkte bei der Kabinengewerkschaft Ufo

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Infrastrukturprojekt am Hauptstadt-Flughafen: Großumbau von Terminal 1 am Washington Reagan National

Der Washington Reagan National Airport bereitet eine umfassende Modernisierung und Umgestaltung seines historischen Terminal 1 vor. Das geplante Infrastrukturprojekt der Metropolitan Washington Airports Authority (MWAA) umfasst ein Investitionsvolumen von rund 933 Millionen US-Dollar (etwa 800 Millionen Euro). Kernstück der ersten Bauphase ist ein neuer Flugsteig mit neun vergrößerten Gates, der bis zum Jahr 2031 im Wesentlichen fertiggestellt werden soll. Trotz des baulichen Aufwands bleibt die Gesamtzahl der verfügbaren Gates am Flughafen unverändert, da ältere und engere Abfertigungspositionen schrittweise ersetzt werden. In weiteren Ausbauphasen, die bis zum Jahr 2044 angelegt sind, soll ein neues zentrales Abfertigungsgebäude entstehen, das modernisierte Check-in-Schalter, erweiterte Gepäckförderanlagen sowie eine direkte Fußgängerverbindung zu Terminal 2 beherbergt. Denkmalgeschützte Elemente des ursprünglichen Hauptgebäudes aus dem Jahr 1941 bleiben im Zuge der Arbeiten erhalten. Darüber hinaus ist die Einrichtung einer rund 930 Quadratmeter großen Passagier-Lounge vorgesehen. Ein kritischer Aspekt des Entwurfs betrifft die Wegeführung für Fluggäste: Nach Fertigstellung des neuen Abfertigungsbereichs müssen Reisende bis zu einzelnen Gates Wegstrecken von rund 800 Metern zu Fuß zurücklegen. Die baulichen Maßnahmen reagieren auf die anhaltend hohe Passagierbelastung des stadtnahen Flughafens, der aufgrund von Kapazitätsgrenzen auf den Landebahnen und engen Terminalstrukturen regelmäßig an seine Grenzen stößt. Die vorhandenen Flugsteige in Terminal 1 stammten in Teilen aus früheren Jahrzehnten und erwiesen sich als unzureichend für die Abfertigung moderner Passagierflugzeuge mit höherer Sitzplatzkapazität. Durch die Vergrößerung der Gate-Bereiche soll der Ein- und Ausstiegsprozess effizienter gestaltet und die Aufenthaltsqualität im Gate-Bereich erhöht werden. Branchenanalysten sehen in dem Projekt eine notwendige Anpassung an die Anforderungen des modernen Luftverkehrs,

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