
FS Group ordnet 19 Züge für geplante Verbindung zwischen London und Paris
Die italienische Eisenbahngruppe Ferrovie dello Stato Italiane, bekannt als FS Group, hat eine Großbestellung über 19 Hochgeschwindigkeitszüge unterzeichnet, um den Einstieg in den Fernverkehr durch den Ärmelkanaltunnel vorzubereiten. Das Vertragsvolumen mit dem Bahntechnikhersteller Hitachi Rail beläuft sich auf rund zwei Milliarden Euro. Die Züge sollen von der Tochtergesellschaft Trenitalia France betrieben werden, die ab dem Jahr 2029 eine direkte Konkurrenz zum bisherigen Monopolisten Eurostar auf der ertragsstarken Relation zwischen London und Paris aufbauen möchte. Das Beschaffungspaket umfasst neben der Fertigung und Lieferung der Triebzüge auch den Bau einer spezialisierten Wartungsanlage im französischen Maisons-Alfort Pompadour nahe Paris. Die Investition wird durch eine Partnerschaft mit dem US-amerikanischen Finanzinvestor Certares unterstützt und markiert einen weiteren Schritt bei der Öffnung des europäischen Schienenfernverkehrs für den Wettbewerb mehrerer Eisenbahnverkehrsunternehmen. Technische Details des Auftrags und Infrastrukturausbau bei Paris Das vereinbarte Beschaffungsprogramm zwischen der FS Group und Hitachi Rail ist auf die Erfüllung der strengen technischen und sicherheitsspezifischen Vorgaben für den Betrieb im Ärmelkanaltunnel sowie auf den Hochgeschwindigkeitsnetzen in Frankreich und Großbritannien ausgerichtet. Die Züge müssen für unterschiedliche Stromsysteme, Zugsicherungssysteme und die Evakuierungsstandards des Tunnels zertifiziert werden. Hitachi Rail fertigt die Einheiten als Mehrsystemzüge, die eine grenzüberschreitende Interoperabilität ohne zeitraubende Lokomotiv- oder Systemwechsel gewährleisten. Ein zentraler Bestandteil des Gesamtauftrags ist die Errichtung eines eigenen Instandhaltungswerks in Maisons-Alfort Pompadour im Großraum Paris. Die Wartungsanlage soll sicherstellen, dass die verkehrstechnische Bereitstellung, die Reinigung sowie die laufende technische Inspektion der Flotte eigenständig und unabhängig von fremden Infrastrukturbetreibern durchgeführt werden können. Gianpiero Strisciuglio, Chief Executive Officer und General Manager der FS








