Airbus A321neo (Foto: Air India).
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Ermittlungen im indischen Luftverkehr: Air-India-Pilot nach auffälligem Drogentest und Flugzwischenfall suspendiert

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Nach einem unkontrollierten Höhenverlust auf einem Passagierflug von Air India hat die indische Zivilluftfahrtbehörde Directorate General of Civil Aviation (DGCA) Ermittlungen aufgenommen. Bei dem verantwortlichen Kapitän ergab ein anschließender Drogentest Hinweise auf psychoaktive Substanzen.

Der Zwischenfall ereignete sich Anfang August 2026 auf dem Flug von Phuket im Süden Thailands nach Delhi, als das Flugzeug im Reiseflug plötzlich und ungeplant die zugewiesene Flughöhe verließ. Die Behörden stufen das Ereignis offiziell als schweren Vorfall ein. Beide Mitglieder der Cockpitbesatzung wurden für die Dauer der laufenden Untersuchung vom Dienst suspendiert.

Das indische Zivilluftfahrtministerium bestätigte das vorläufige Testergebnis, machte jedoch keine detaillierten Angaben darüber, um welche spezifische Substanz es sich beim Vortest handelte. Zur endgültigen Abklärung wurden die genommenen Proben an ein zertifiziertes Fachlabor übergeben, deren detailliertes Gutachten noch aussteht. Die Fluggesellschaft Air India teilte mit, vorab nicht über das genaue Testergebnis informiert worden zu sein und sich daher zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu den konkreten Inhalten äußern zu können. Die Airline betonte jedoch, eng mit den Ermittlungsbehörden zusammenzuarbeiten.

Der Vorfall rückt die Einhaltung und Durchsetzung der medizinischen Richtlinien im indischen Zivilflugverkehr erneut in den Fokus. Gemäß den Regularien der DGCA gelten für das fliegende Personal strikte Null-Toleranz-Grenzen hinsichtlich Alkohol- und Drogenkonsums vor und während des Dienstes. Kontrollen werden in der Regel vor dem Abflug an indischen Flughäfen durchgeführt, erweisen sich bei Flügen mit Abflug im Ausland jedoch logistisch als herausfordernder. Ungeklärte Höhenabweichungen im Reiseflug stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko im Luftraum dar, da sie das Risiko von Annäherungen an andere Luftfahrzeuge sowie Verletzungen der Passagiere durch plötzliche Schwerelosigkeit oder Turbulenzen bergen.

Luftfahrtexperten verweisen darauf, dass der Fall kritische Fragen bezüglich der internen Kontrollmechanismen und der Überwachung des Gesundheitszustands von Besatzungsmitgliedern auf internationalen Umlaufbahnen aufwirft. Sollte sich der Verdacht auf Substanzgebrauch im Fachlabor bestätigen, drohen dem Betroffenen der dauerhafte Entzug der Pilotenlizenz sowie strafrechtliche Konsequenzen. Der Vorfall unterstreicht die Notwendigkeit konsequenter Überprüfungsverfahren an internationalen Stationen, um das Risiko menschlichen Versagens im Cockpit zu minimieren.

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