Airbus A320neo (Foto: Robert Spohr).
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Lufthansa-Konzern startet Ausrüstung der Flotte mit Starlink-Satelliteninternet

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Der Lufthansa-Konzern beginnt am 19. August 2026 mit dem regulären Einsatz eines neuen Internetangebots an Bord seiner Flugzeuge.

Ein Airbus A320neo der Hauptmarke Lufthansa dient als erstes Flugzeug, das mit der Hardware des Anbieters Starlink betrieben wird. In den kommenden Jahren plant die Unternehmensgruppe, schrittweise rund 850 Flugzeuge aller Tochtergesellschaften – darunter Austrian Airlines, Swiss, Brussels Airlines, Eurowings und ITA Airways – mit der Technologie auszustatten. Der vollständige Umbau der Flotte soll nach aktuellen Planungen bis zum Jahr 2029 abgeschlossen sein.

Die technische Grundlage des Systems basiert auf einer Konstellation von Satelliten im niedrigen Erdorbit (Low Earth Orbit). Im Vergleich zu bisherigen geostationären Systemen ermöglicht diese Technologie geringere Signallaufzeiten und höhere Bandbreiten während des Fluges. Fluggäste können das Angebot über das Portal „Lufthansa Group WiFi“ nutzen, wobei die Nutzung für Inhaber eines Travel-ID-Kontos sowie für Statuskunden kostenfrei gestaltet wird. Um Störungen in der Kabine zu vermeiden, gelten Verhaltensregeln, die unter anderem die Pflicht zum Tragen von Kopfhörern sowie ein Verbot von Telefonaten und Live-Streams beinhalten.

Mit der Entscheidung für das Satellitennetzwerk von SpaceX reiht sich die deutsche Luftfahrtgruppe in eine Reihe internationaler Fluggesellschaften ein, die ihre Bordunterhaltung und Konnektivität grundlegend überarbeiten. Allerdings ist die Ausrüstung von Hunderten Flugzeugen mit betrieblichen und finanziellen Herausforderungen verbunden. Neben den reinen Modifikationskosten an den Flugzeugrümpfen erfordern die Antenneneinbauten behördliche Zulassungen durch Luftfahrtämter wie die EASA. Zudem müssen Ausfallzeiten der Maschinen für die Installation in den regulären Wartungsplan integriert werden, ohne den Flugbetrieb zu beeinträchtigen.

Branchenbeobachter werten die Umrüstung als notwendigen Schritt, um im internationalen Wettbewerb mit Anbietern aus Nordamerika und dem Nahen Osten Schritt zu halten. Bisherige Internetverbindungen auf Kurz- und Mittelstrecken fielen bei Passagieren häufig wegen schwankender Geschwindigkeiten und hoher Kosten durch. Die Refinanzierung der Investitionen soll unter anderem über Partnerschaften mit Unternehmen wie Mastercard erfolgen, die das Zugangsportal sponsern. Die langfristige Stabilität der Verbindungen muss sich jedoch im regulären Dauerbetrieb bei voller Kabinenauslastung erst noch beweisen.

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