Am Flughafen Nürnberg treten zum 1. September 2026 vier junge Menschen ihren Dienst im Rahmen des neuen Ausbildungsjahres an. Das Angebot umfasst in diesem Jahr die Berufsbilder Kaufmann für Büromanagement sowie Servicekaufmann im Luftverkehr.
Durch die Neuaufnahmen steigt die Gesamtzahl der Auszubildenden am Standort auf neun Personen, die auf verschiedene Fachbereiche wie die Werkfeuerwehr, Kfz-Mechatronik und Gebäudetechnik verteilt sind. Im Herbst 2026 erweitert der Flughafen zudem sein Bildungsangebot um einen dualen Studiengang im Bereich General Management, der in Kooperation mit der Hochschule Ansbach durchgeführt wird.
Mit rund 1.100 direkten Angestellten und mehr als 4.000 Beschäftigten im gesamten Flughafenumfeld gehört der Airport zu den größeren Arbeitgebern im Nürnberger Norden. Die eigene Berufsausbildung dient der Abdeckung des zukünftigen Fachkräftebedarfs in der operativen Abfertigung sowie in der Verwaltung. Die Führung des Flughafens verweist darauf, dass die Qualifizierung eigener Nachwuchskräfte angesichts der strukturellen Veränderungen im zivilen Luftverkehr eine zentrale Maßnahme zur Sicherung der betrieblichen Abläufe darstellt. In diesem Jahr schlossen vier Auszubildende ihre Ausbildung erfolgreich ab.
Die Einführung des dualen Studiengangs spiegelt einen allgemeinen Trend in der Luftfahrtbranche wider, verstärkt akademische und praktische Ausbildungsinhalte zu kombinieren. Regionalflughäfen stehen in Konkurrenz zu größeren Drehkreuzen und anderen Wirtschaftssektoren um qualifiziertes Personal. Vor diesem Hintergrund versuchen Betreibergesellschaften, durch Partnerschaften mit regionalen Bildungseinrichtungen wie der Hochschule Ansbach die Bindung von Fachkräften an den jeweiligen Standort zu erhöhen und betriebswirtschaftliches Know-how frühzeitig im Unternehmen zu verankern.
Luftfahrt- und Wirtschaftsexperten betonen jedoch, dass die verhältnismäßig geringe Zahl von vier neuen Auszubildenden die anhaltenden Herausforderungen bei der Personalgewinnung im Bedenkenfeld der Schichtarbeit und der fluktuierenden Passagierzahlen aufzeigt. Trotz der Erweiterung des Bildungsangebots bleibt der Ausbildungssektor an Verkehrsflughäfen stark abhängig von der wirtschaftlichen Gesamtlage der Luftfahrtbranche. Für kleinere und mittlere Flughäfen ist eine kontinuierliche Personalsicherung entscheidend, um den Anforderungen im Passagier- und Frachtgeschäft langfristig gerecht zu werden.