Die türkische Fluggesellschaft Sun Express verzeichnete in der Hochphase des Sommerreiseverkehrs ein erhöhtes Passagieraufkommen auf ihren Routen.
Wie das Gemeinschaftsunternehmen von Lufthansa und Turkish Airlines mitteilte, beförderte die Fluggesellschaft im Zeitraum vom 31. Juli bis zum 2. August 2026 an drei aufeinanderfolgenden Tagen jeweils mehr als 71.000 Fluggäste. Den höchsten Wert innerhalb dieses Zeitfensters verzeichnete das Unternehmen am 31. Juli mit insgesamt 72.340 Beförderungsschritten an einem einzigen Tag. Damit lag das tägliche Passagieraufkommen über den Spitzenwerten des vergleichbaren Vorjahreszeitraums.
Als wesentlicher Faktor für das hohe Aufkommen gilt die unverändert starke Nachfrage nach Flugverbindungen zwischen der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) und beliebten Urlaubsdestinationen in der Türkei. Insbesondere die Drehkreuze in Antalya und Izmir sowie direkte Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zu kleineren anatolischen Flughäfen wiesen in den Sommerwochen eine hohe Sitzplatzauslastung auf. Neben dem klassischen Sommertourismus trug auch das Segment der Familien- und Verwandtenbesuche im Binnenverkehr maßgeblich zu den vollen Flugzeugen bei.
Um das gestiegene Passagieraufkommen zu bewältigen, hat die Airline ihre Flottenkapazitäten in der Sommersaison auf über 70 Flugzeuge vom Typ Boeing 737 aufgestockt. Dazu zählen auch kurzfristig im Wet-Lease-Verfahren angemietete Maschinen anderer Fluggesellschaften, um Nachfragespitzen flexibel abzudecken. Trotz der hohen Auslastung steht der Flugbetrieb während der sommerlichen Reisewelle vor betrieblichen Herausforderungen, da Engpässe in der europäischen Luftraumsteuerung, Personalmangel bei Bodenabfertigern an verschiedenen Zielflughäfen und witterungsbedingte Verzögerungen wiederholt zu Verspätungen im Streckennetz führen.
Luftfahrtanalysten werten die aktuellen Beförderungszahlen als Zeichen einer kontinuierlichen Nachfrage im VFR- (Visiting Friends and Relatives) und Urlaubssegment. Dennoch bleibt die Rentabilität stark von der Entwicklung der Kerosinpreise und den operationalen Kosten abhängig. Die Abhängigkeit vom saisonalen Türkeigeschäft erfordert zudem eine präzise Kapazitätssteuerung für die schwächeren Wintermonate, in denen das Flugangebot traditionsgemäß wieder deutlich reduziert werden muss.