ÖAMTC (Foto: Robert Spohr).
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Sicherheitsrisiko im Sommer: ÖAMTC untersucht Assistenzsysteme zur Kindererkennung in Autos

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Der ÖAMTC hat gemeinsam mit internationalen Partnerorganisationen die Wirksamkeit moderner Notfallsysteme zur Kindererkennung in geparkten Fahrzeugen untersucht.

Hintergrund der Tests ist die erhebliche Hitzebelastung im Autoinnenraum während der Sommermonate, bei der die Temperaturen innerhalb kurzer Zeit kritische Werte von bis zu 60 Grad Celsius erreichen können. Der Vergleich von vier aktuellen Fahrzeugmodellen verdeutlicht, dass sich die verbauten Technologien hinsichtlich Funktionsweise, Erkennungsgenauigkeit und Folgewarnungen deutlich voneinander unterscheiden.

In der Testreihe wurden mit den Modellen BYD Seal, Zeekr 001 und BMW iX3 drei Fahrzeuge mit direkten Sensorsystemen sowie ein Mercedes-Benz CLA mit einem indirekten System überprüft. Indirekte Systeme stützen sich auf Signale von Gurtschlössern oder Türöffnungen und geben lediglich beim Verlassen des Wagens einen pauschalen Erinnerungshinweis. Direkte Systeme hingegen erfassen über Radar- oder Kamerasensoren Bewegungen und Vitalfunktionen im Innenraum. Die Ergebnisse zeigen, dass direkte Messverfahren zwar eine höhere Schutzwirkung entfalten, jedoch bei Neugeborenen in rückwärtsgerichteten Babyschalen teils Schwächen bei der Zuverlässigkeit aufwiesen.

Ein zentraler Kritikpunkt der Tester betrifft die nachgelagerte Eskalationsstrategie der Fahrzeugsoftware. Während einige Systeme lediglich Warnmeldungen auf dem Armaturendisplay oder Benachrichtigungen an das Smartphone senden, aktivieren andere Fahrzeuge externe Warnblinker oder Hupsignale, um das Umfeld auf die Notlage aufmerksam zu machen. Technikexperten weisen darauf hin, dass rein interne Displaymeldungen wirkungslos bleiben, sobald die Aufsichtsperson den Nahbereich des Fahrzeugs verlassen hat. Daher seien wahrnehmbare Alarme im Außenbereich essenziell, um Passanten einzubinden.

Der ÖAMTC betont, dass technische Assistenzsysteme eine Unterstützung darstellen, jedoch die Sorgfaltspflicht der Fahrer keinesfalls ersetzen können. Zudem sind derartige Notfallwarnsysteme im Rahmen des europäischen Verbraucherschutzprogramms Euro NCAP erst seit Kurzem Bestandteil der Sicherheitsbewertung für Neuwagen. Sicherheitsexperten fordern daher einheitliche Mindeststandards für die Erkennung und Alarmierung, um Fehlalarme zu vermeiden und im Ernstfall eine schnelle Rettung durch Außenstehende oder Notdienste zu gewährleisten.

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