Das verlängerte Wochenende um Mariä Himmelfahrt führt nach Einschätzung des Mobilitätsclubs ARBÖ zu einer hohen Belastung des österreichischen Straßennetzes.
Von Freitag, dem 14. August, bis Sonntag, dem 16. August 2026, treffen auf den wesentlichen Transitstrecken der Gegenverkehr von Urlaubern in Richtung Süden und die Rückreisewelle aus südlichen Ländern zusammen. Der Anstieg des Rückreiseverkehrs nach Deutschland und in die Benelux-Staaten erklärt sich durch das bevorstehende Ende der Sommerferien in sieben deutschen Bundesländern. Zusätzlich erschweren regionale Großveranstaltungen und Baustellen die Verkehrslage.
Als Hauptbetroffene gelten die Transitrouten Tauernautobahn (A10), Brennerautobahn (A13) sowie die Pyhrnautobahn (A9). Insbesondere an Baustellenbereichen wie der Luegbrücke auf der A13 oder den Tunnelketten der A9 und A10 wird mit spürbaren Zeitverlusten gerechnet. Auf der Tauernautobahn greifen zudem behördliche Abfahrtssperren für den Transitverkehr zwischen Puch-Urstein und Zederhaus, um ein Ausweichen von Fahrzeugen auf das nachgeordnete Landesstraßennetz zu unterbinden. An Grenzübergängen wie Suben (A8), Walserberg (A1) und Kufstein/Kiefersfelden (A12) sorgen Kontrollen und das hohe Verkehrsaufkommen für zusätzliche Verzögerungen.
Neben dem Fernverkehr führen Sport- und Kulturveranstaltungen zu einer lokalen Verdichtung des Verkehrsaufkommens. In Wien sorgen die Afrika-Tage auf der Donauinsel sowie zwei Fußballspiele in den Stadien von Austria Wien und Rapid Wien für volle Ausfallsstraßen und Zubringer wie die Südosttangente (A23) und die Donauuferautobahn (A22). Im Salzkammergut verursachen das Extremradrennen Race Around Austria sowie die Kaisertage in Bad Ischl punktuelle Behinderungen auf Bundesstraßen wie der Salzkammergutstraße (B145) und der Wolfgangsee Straße (B158).
Verkehrsberater und Behörden raten Autofahrern, Reisezeiten außerhalb der gewohnten Spitzenstunden am Freitag- und Samstagvormittag zu wählen und ausreichende Zeitreserven sowie Verpflegung im Fahrzeug einzuplanen. Für die Anreise zu städtischen Großveranstaltungen wird auf die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs verwiesen, da die Parkplatzkapazitäten an den Veranstaltungsorten stark limitiert sind. Die Kombination aus Urlaubs- und Ausflugsverkehr erfordert auf sämtlichen Hauptverbindungen erhöhte Aufmerksamkeit.