Eine Passagiermaschine der US-amerikanischen Fluggesellschaft Delta Air Lines hat am Samstag kurz nach dem Start vom Hartsfield-Jackson Atlanta International Airport eine Notlandung durchgeführt.
Grund für das Ausweichmanöver war eine plötzliche Rauchentwicklung im Cockpit, die von den Piloten umgehend an die Luftverkehrskontrolle gemeldet wurde. An Bord des Fluges befanden sich 199 Passagiere sowie sechs Besatzungsmitglieder. Der Jet kehrte kurz nach dem Abheben zum Ausgangsflughafen zurück und landete ohne weitere Komplikationen auf einer der Landebahnen.
Direkt nach dem Stillstand der Maschine auf dem Rollfeld leitete die Besatzung die Räumung des Flugzeugs über die aufblasbaren Notrutschen ein. Bei der Evakuierung wurden zwei Personen verletzt: Ein Besatzungsmitglied sowie ein Fluggast benötigten vor Ort medizinische Erstversorgung und wurden zur weiteren Betreuung an den Rettungsdienst übergeben. Die übrigen Passagiere wurden vom Bodenpersonal betreut und auf einen nachfolgenden Ersatzflug zu ihrem ursprünglichen Zielort Orlando umgebucht.
Nach dem Zwischenfall leiteten die Fluggesellschaft sowie die zuständige US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) eine Untersuchung zur Ermittlung der Brand- und Rauchursache ein. Erste technische Überprüfungen konzentrieren sich auf das Belüftungssystem, die Avionik-Kühlungen sowie die elektrischen Schaltkreise im vorderen Teil des Rumpfes. Rauchentwicklungen im Cockpit zählen im zivilen Luftverkehr zu den kritischsten Ereignissen, da sie innerhalb kürzester Zeit die Sicht der Piloten beeinträchtigen und den Ausfall elektronischer Fluginstrumente nach sich ziehen können.
Luftfahrtexperten heben hervor, dass das Einhalten strenger Notfallprotokolle eine rasche und geordnete Evakuierung ermöglichte. Dennoch rücken Evakuierungen über Notrutschen immer wieder wegen des damit verbundenen Verletzungsrisikos in den Fokus der Sicherheitsdiskussionen. Das Auslösen der Rutschen birgt, insbesondere bei hohem Passagieraufkommen und Hektik in der Kabine, Gefahren für Prellungen oder Stürze. Die Ergebnisse der behördlichen Untersuchung zur genauen Ursache des Systemfehlers stehen noch aus.