Airbus A350-900 (Foto: Melvinnnnnnnnnnn (FN2187)).
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Ausbau der Kooperation: Etihad Airways und Starlux Airlines verknüpfen Kundenbindungsprogramme

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Die Fluggesellschaften Etihad Airways aus Abu Dhabi und die taiwanische Starlux Airlines vertiefen ihre bilaterale Zusammenarbeit im Passagiergeschäft. Seit dem 11. August 2026 können Mitglieder des Vielfliegerprogramms Etihad Guest gesammelte Prämienmeilen für Prämienflüge mit Starlux in der Economy Class sowie in der Business Class einlösen.

Den Passagieren stehen dadurch Strecken im Netz der taiwanischen Fluggesellschaft über Asien bis hin zu Verbindungen nach Nordamerika und Europa offen. Eine Ausweitung der Allianz ist für den Oktober vorgesehen: Ab diesem Zeitpunkt soll das Sammeln von Meilen auf Starlux-Flügen für Etihad-Mitglieder möglich sein, während Angehörige des Starlux-Programms Cosmile reziprok Meilen auf Flügen von Etihad sammeln und einlösen können.

Die operative Annäherung der beiden Unternehmen begann bereits im Juni 2025 mit der Unterzeichnung eines umfassenden Codeshare-Abkommens. Durch die schrittweise Verknüpfung der Treueprogramme versuchen beide Anbieter, Umsteigeverbindungen zwischen dem Nahen Osten, Ostasien und Transpazifikrouten attraktiv zu gestalten. Für Starlux Airlines stellt die Kooperation eine Option dar, ihr internationales Netzwerk über Abu Dhabi an die Märkte im Nahen Osten und Europa anzubinden, ohne der weltweiten Allianzen wie Star Alliance, SkyTeam oder Oneworld beizutreten.

Branchenexperten betrachten die Verknüpfung von Vielfliegerprogrammen als übliches Mittel zur Erhöhung der Kundenbindung, verweisen jedoch auch auf operative Grenzen. Die gegenseitige Akzeptanz von Meilen ist oft an strikte Kontingente gebunden, was die Verfügbarkeit von Prämiensitzen auf stark nachgefragten Routen einschränken kann. Zudem bleibt abzuwarten, wie flexibel die Systeme beider Gesellschaften bei Flugplanabweichungen oder kurzfristigen Stornierungen harmonieren.

Für die Fluggesellschaften bedeuten solche Partnerschaften eine vergleichend kostengünstige Möglichkeit zur Netzerweiterung, ohne eigene Flugzeuge auf parallelen Strecken einsetzen zu müssen. Dennoch stehen Passagiere bei Kooperationen außerhalb der großen Drei-Allianzen-Strukturen gelegentlich vor Herausforderungen hinsichtlich der gegenseitigen Anerkennung von Statusvorteilen wie Lounge-Zugängen oder erhöhten Freigepäckgrenzen.

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