Bombardier CRJ-900 (Foto: Anna Zvereva).
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Neuausrichtung im Wet-Lease-Geschäft: City Jet schließt Basis in Stockholm und setzt auf Kopenhagen

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Die irische Charter- und Wet-Lease-Fluggesellschaft City Jet reorganisiert ihren Flugbetrieb in Skandinavien und verlegt den operativen Schwerpunkt künftig an den Flughafen Kopenhagen.

Im Zuge dieser Konsolidierungsmaßnahmen schließt das Unternehmen seine bisherige Basis am schwedischen Hauptstadtflughafen Stockholm-Arlanda. An dem Standort hatte die Airline zuletzt vier Flugzeuge stationiert. Die Schließung führt zum Abbau von rund 70 Arbeitsplätzen bei den Piloten und dem Kabinenpersonal in Schweden.

Der Schritt ist Teil einer fortlaufenden Umstrukturierung nach der Übernahme der Fluggesellschaft. Im Oktober 2025 hatte der dänische Unternehmer Lars Thuesen die Airline über seine Investmentgesellschaft City Jet Holding nach einem vorangegangenen Restrukturierungsverfahren vollständig erworben. Durch die Bündelung der Flotte in Kopenhagen strebt das Management eine Effizienzsteigerung bei der Wartung, Personalplanung und Dienstleistungserbringung für Großkunden im Wet-Lease-Segment wie SAS Scandinavian Airlines an.

Die Entscheidung zur Schließung des Standorts Stockholm reflektiert die angespannte Lage im europäischen Wet-Lease-Markt, der durch einen hohen Kostendruck und schwankende Auftragszahlen geprägt ist. Die Konzentration auf ein zentrales Drehkreuz soll Leerflüge reduzieren und die Umläufe der Flugzeugflotte optimieren. Für den Flughafen Stockholm-Arlanda bedeutet die Entscheidung den Verlust eines festen Kapazitätsanbieters am Standort sowie den Wegfall qualifizierter Arbeitsplätze in der Region.

Branchenbeobachter verweisen darauf, dass die Umsetzung der Restrukturierung mit betrieblichen Risiken verbunden bleibt. Die Schließung von Standorten und der damit verbundene Personalabbau können kurzfristig zu organisatorischen Hürden führen. Ob die Fokussierung auf den dänischen Hauptstadthafen ausreicht, um die Ertragslage der Fluggesellschaft im wettbewerbsintensiven europäischen Regio-Flugverkehr dauerhaft zu stabilisieren, wird sich in den kommenden Flugplanperioden zeigen.

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