Am 15. August 2026 veranstalten zahlreiche Partnerbetriebe der Initiative „Natur im Garten“ in ganz Niederösterreich einen Thementag, der sich der Nutzung und Kultivierung von Kräutern widmet.
Die teilnehmenden Schaugärten bieten Besuchern ein breit gefächertes Programm mit Führungen, Workshops und Mitmachaktionen an. Die Veranstaltungen verteilen sich auf verschiedene Bezirke des Bundeslandes und behandeln Aspekte wie den Anbau, die Trocknung sowie die Verwendung von Pflanzenauszügen im Haushalt und in der Küche.
Die Angebote der einzelnen Gärten setzen unterschiedliche Schwerpunkte. So organisieren die Kittenberger Erlebnisgärten im Bezirk Krems ein Programm mit traditioneller Kräutersegnung, während der Arche Noah Schaugarten in Schiltern spezielle Themenführungen anbietet. Im Bezirk Zwettl bietet das Sonnentor Erlebnis Führungen zum Anbau von Teekräutern an, und auf Schloss Hof im Bezirk Gänserndorf stehen praktische Anleitungen zur Ernte und Konservierung im Vordergrund. Auch in den Bezirken Scheibbs, Hollabrunn, St. Pölten und Baden finden entsprechende Aktionen und Workshops statt.
Das Landesprogramm nutzt die Aktion, um die heimische Gartenkultur zu fördern und Bürger zu einer Vielfalt an Nutzpflanzen im eigenen Außenbereich anzuregen. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung von Nutzpflanzen für die Gestaltung von Lebensräumen in den Gemeinden. Über die reinen Schautage hinaus stellt die Organisation begleitende Informationsmaterialien und digitale Übersichten im niederösterreichischen Veranstaltungskalender zur Verfügung, um die Nutzung regionaler Pflanzensorten weiter zu verbreiten.
Kritische Beobachter von regionalen Kultur- und Tourismusinitiativen verweisen darauf, dass derartige Thementage neben dem Vermittlungsauftrag auch eine wichtige wirtschaftliche Funktion für die teilnehmenden Betriebe und Gastronomieangebote in den ländlichen Regionen erfüllen. Die Kombination aus Bildungsangeboten und Publikumsveranstaltungen soll die Besucherströme in den Sommermonaten gezielt auf regionale Ausflugsziele verteilen und die Auslastung der beteiligten Partnerbetriebe sichern.