August 14, 2026

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August 14, 2026

Wirtschaftlicher Einbruch: Air Arabia verzeichnet deutlichen Gewinnrückgang im ersten Halbjahr 2026

Die Billigfluggesellschaft Air Arabia hat im ersten Halbjahr 2026 einen Nettogewinn von 374 Millionen Dirham (rund 87 Millionen Euro) erwirtschaftet. Dies entspricht einem Rückgang von 51 Prozent gegenüber dem Ergebnis des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Der Gesamtumsatz der in Sharjah ansässigen Unternehmensgruppe verzeichnete im selben Zeitraum einen leichten Rückgang um ein Prozent auf 3,48 Milliarden Dirham. Der deutliche Ergebniseinbruch spiegelt die veränderten Marktbedingungen im Nahen Osten wider, die durch geopolitische Spannungen und steigende Betriebskosten geprägt sind. Die Zahl der beförderten Passagiere sank in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 um 14 Prozent auf 8,7 Millionen Fluggäste. Als wesentliche Ursachen für diesen Volumensrückgang nennt die Konzernführung die Reduzierung der angebotenen Sitzplatzkapazitäten, temporäre Luftraumsperrungen im Nahen Osten sowie signifikant gestiegene Kerosinpreise. Trotz der reduzierten Flugfrequenzen konnte die durchschnittliche Sitzplatzauslastung im gesamten Streckennetz mit 83 Prozent auf einem vergleichsweise hohen Niveau gehalten werden. Ungeachtet der finanziellen Einbußen setzte Air Arabia den Ausbau der Flotte und des Streckennetzes fort. Der Maschinenbestand wuchs im ersten Halbjahr um sechs Flugzeuge auf insgesamt 96 Maschinen der Airbus-A320-Familie. Parallel dazu nahm das Unternehmen fünf neue Verbindungen von seinen Hauptdrehkreuzen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Marokko und Ägypten auf. Um den finanziellen Druck zu mildern, leitete das Management verkehrsseitige Anpassungen und Sparmaßnahmen ein, die die operative Marge stützen sollen. Branchenexperten und Marktanalysten werten den Gewinneinbruch bei Air Arabia als Beleg für die Anfälligkeit des Luftverkehrssektors in der Golfregion gegenüber externen Erschütterungen. Insbesondere die Kombination aus geopolitisch bedingten Flugumleitungen, längeren Flugzeiten und hohen Treibstoffkosten belastet die Margen der Billigfluggesellschaften, deren Geschäftsmodelle

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Ausrüstung der Langstreckenflotte: Aer Lingus weitet Bord-Internet mit Starlink aus

Die irische Fluggesellschaft Aer Lingus beschleunigt die Umrüstung ihrer Flugzeuge auf das satellitengestützte Breitband-Internet von Starlink. Nach dem ersten Umbau eines Airbus A330 mit dem Kennzeichen EI-EIN im März 2026 sind mittlerweile alle Transatlantikflüge ab und nach Shannon mit dem System ausgestattet. Der Internetzugang wird den Passagieren kostenfrei zur Verfügung gestellt. Nach Angaben der Fluggesellschaft ermöglicht das System Datenraten von über 500 Megabit pro Sekunde, was die Nutzung von Streaming-Diensten, Online-Spielen und datenintensiven Arbeiten während des Fluges erlaubt. Zusätzlich wurde das Live-Sportfernsehprogramm Sport 24 von IMG in das Unterhaltungsangebot an Bord integriert. Die Erhebung von Nutzungsdaten zeigt eine hohe Nachfrage bei den Fluggästen: Auf den entsprechend ausgerüsteten Flügen verbinden sich im Durchschnitt 85 Prozent der Passagiere mit dem Netzwerk, häufig mit mehreren mobilen Endgeräten gleichzeitig. Bei einzelnen Transatlantikverbindungen wurden Datenmengen von bis zu 950 Gigabyte verarbeitet. In den internen Zufriedenheitsbefragungen der Fluggesellschaft schneiden die mit Starlink ausgestatteten Maschinen bei der Bewertung der Internetverbindung um 27 Punkte besser ab als Flugzeuge mit älteren Systemen. Bis Ende 2026 plant die Tochtergesellschaft der International Airlines Group (IAG), ihre gesamte Langstreckenflotte mit der Starlink-Technologie auszurüsten. Die technischen Modifikationen werden vom eigenen Wartungspersonal in Hangar 6 am Flughafen Dublin durchgeführt. Aer Lingus schließt sich damit einer wachsenden Zahl internationaler Fluggesellschaften wie Hawaiian Airlines, Qatar Airways oder United Airlines an, die auf das Satellitennetzwerk von SpaceX setzen, um im Wettbewerb um Transatlantikpassagiere Schritt zu halten. Luftfahrtanalysten weisen jedoch darauf hin, dass die kostenlose Bereitstellung hoher Bandbreiten beträchtliche Investitions- und Betriebskosten nach sich zieht. Die Refinanzierung erfolgt

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Wizz Air stationiert Flugzeug am Flughafen Brașov-Ghimbav

Die ungarische Billigfluggesellschaft Wizz Air baut ihre Präsenz in Rumänien weiter aus und eröffnet am Flughafen Brașov-Ghimbav eine neue Basis. Dazu stationiert der Anbieter ein Flugzeug des Typs Airbus A321neo fest an dem im Juni 2023 eröffneten transsilvanischen Flughafen. Es handelt sich um den zehnten Stützpunkt der Fluggesellschaft auf rumänischem Gebiet. Im Zuge der Stationierung erweitert Wizz Air das Streckennetz ab Brașov ab Dezember um vier neue Flugverbindungen nach Karlsruhe/Baden-Baden, Chișinău, Barcelona und Madrid. Zudem wird die im Sommer ausgesetzte Flugroute nach Nürnberg ab dem 26. Oktober wieder aufgenommen. Seit der Aufnahme der ersten Linienflüge im August 2023 beförderte Wizz Air nach eigenen Unternehmensangaben über 800.000 Passagiere an dem neuen Standort. Durch die angekündigte Flugplaneskalation erhöht sich das Netz des Anbieters in Brașov auf insgesamt 15 Direktverbindungen. Der Flughafen Brașov-Ghimbav ist der erste in den vergangenen 50 Jahren neu erbaute Verkehrsflughafen Rumäniens und nimmt eine zentrale Rolle bei der verkehrstechnischen Erschließung der Region Transsilvanien ein. Branchenbeobachter werten die Aufstockung der Flugkapazitäten als Reaktion auf die steigende Nachfrage nach Punkt-zu-Punkt-Verbindungen für Arbeitsmigranten und den Regionaltourismus. Allerdings verweisen Marktkenner auch auf verkehrsinfrastrukturelle Herausforderungen des Standorts. Die anfänglichen Beschränkungen der Betriebszeiten sowie die Abstimmung der Fluglotsenkapazitäten durch die rumänische Flugsicherung ROMATSA hatten in der Startphase des Flughafens für betriebliche Engpässe gesorgt. Auch das Geschäftsmodell von Wizz Air, das stark auf dezentrale Flughäfen setzt, bleibt anfällig für rasche Streckenanpassungen oder -einstellungen bei unzureichender Ertragslage. Die Positionierung in Brașov verstärkt zudem den Wettbewerb im rumänischen Luftverkehrsmarkt, in dem Wizz Air Marktführer ist. Während traditionelle Netzwerkanbieter

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Entwicklung im Luftverkehr: Aena-Gruppe verzeichnet Passagierplus bei zeitgleichem Frachtrückgang im Juli 2026

Der internationale Flughafenbetreiber Aena verzeichnete im Juli 2026 ein Passagieraufkommen von insgesamt 40,9 Millionen Reisenden. Dies entspricht einem Zuwachs von 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat an den Flughafenstandorten in Spanien, Großbritannien und Brasilien. Parallel dazu stieg die Zahl der Flugbewegungen im gesamten Netzwerk um 5,4 Prozent auf 341.080 Starts und Landungen. Im Frachtbereich verzeichnete die Gruppe hingegen einen Rückgang: Das transportierte Frachtvolumen sank im Juli um 5,4 Prozent auf 123.510 Tonnen. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 fertigte die Aena-Gruppe insgesamt rund 231 Millionen Passagiere ab, was einem Wachstum von vier Prozent entspricht. Auf den spanischen Heimatmarkt entfielen im Juli 34,4 Millionen Passagiere, was ein Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat darstellt. Der Flughafen Madrid-Barajas verblieb mit 6,47 Millionen Passagieren das verkehrsreichste Drehkreuz der Gruppe, gefolgt von Barcelona-El Prat mit 5,87 Millionen und Palma de Mallorca mit 4,70 million Reisenden. Deutliche Zuwächse verzeichneten regionale Flughafenstandorte im Mittelmeerraum: Málaga fertigte 3,05 Millionen Passagiere ab, während Alicante und Valencia jeweils um 11,1 Prozent auf 2,34 Millionen beziehungsweise 1,26 Millionen Fluggäste zulegten. Trotz dieser Wachstumszahlen merkte der Betreiber an, dass die allgemeine Dynamik auf den spanischen Flughäfen in den ersten sieben Monaten leicht hinter dem Wachstumstempo des Vorjahreszeitraums zurückblieb. An den internationalen Standorten entwickelte sich das Aufkommen unterschiedlich. Der britische Flughafen London Luton verzeichnete einen Anstieg um 8,9 Prozent auf 1,85 Millionen Passagiere, während der neu zur Gruppe gestoßene Flughafen Leeds Bradford 531.935 Fluggäste zählte. Auf den 17 von Aena betriebenen brasilianischen Flughäfen stieg das Fluggastaufkommen insgesamt um 2,6

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Bedenken der Tourismusbranche: US-Reiseverband warnt vor Hürden durch Visa-Kautionsprogramm

Der US-Reiseverband U.S. Travel Association äußert erhebliche Bedenken hinsichtlich der Pläne der US-Regierung unter Präsident Donald Trump, das sogenannte Visa-Kautionsprogramm auf weitere Staaten auszuweiten. Die Regelung verpflichtet Bürger aus derzeit rund 50 ausgewählten Ländern, bei der Beantragung eines Nichteinwanderungsvisums eine Sicherheitsleistung von bis zu 20.000 US-Dollar zu hinterlegen. Die Geldsumme wird den Antragstellern erst nach der fristgerechten Ausreise aus den Vereinigten Staaten zurückerstattet. Mit der Maßnahme soll das Überschreiten der zulässigen Aufenthaltsdauer wirksam unterbunden werden. Die Führung des Branchenverbandes verweist darauf, dass die Erhebung derart hoher Finanzsicherheiten potenziell kaufkräftige Touristen sowie Geschäftsreisende von einer Einreise in die USA abhält. Insbesondere Staatsangehörige aus Schwellen- und Entwicklungsländern, die bereits hohe Hürden im regulären Visaverfahren überwinden müssen, werden durch die finanzielle Belastung faktisch vom Besuch des Landes ausgeschlossen. Neben den direkten Einnahmeeinbußen für Hotels, Gastronomie und Luftfahrtunternehmen befürchtet der Verband eine verringerte Wettbewerbsfähigkeit des US-Tourismusmarktes im internationalen Vergleich. Regierungsoffizielle begründen das Programm hingegen mit der Durchsetzung des nationalen Einwanderungsrechts und der Entlastung staatlicher Behörden bei der Nachverfolgung überzogener Aufenthaltsfristen. Bereits in seiner ersten Amtszeit hatte die Trump-Regierung ein Pilotprojekt gestartet, das auf Länder mit statistisch hoher Überschreitungsquote abzielte. Die angestrebte Ausweitung auf zusätzliche Staaten verdeutlicht den Kurs einer strikten Grenzkontrolle, wirft jedoch Fragen hinsichtlich der Verhältnismäßigkeit und des bürokratischen Aufwands bei der Verwaltung der Kautionsgelder auf. Kritiker betonen, dass die Praxis der Visa-Kautionen diplomatischer Gegenmaßnahmen anderer Staaten nach sich ziehen könnte. Sollten betroffene Länder ihrerseits Sicherheitsleistungen von US-Bürgern verlangen, würde dies die internationale Reisetätigkeit weiter erschweren. Ob der wirtschaftliche Nutzen durch verringerte Aufenthaltsüberschreitungen

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Sicherheitsvorfall im Luftverkehr: Drohnensichtungen führen zu temporären Unterbrechungen am Flughafen Köln/Bonn

Mehrere Drohnensichtungen haben am Mittwoch, dem 12. August 2026, den Flugbetrieb am Flughafen Köln/Bonn vorübergehend beeinträchtigt. Nach Angaben der Bundespolizei wurden über den Tag verteilt bis zu fünf unbemannte Fluggeräte im Umfeld des Areals registriert, wobei ungeklärt blieb, ob es sich um unterschiedliche Objekte oder ein wiederholt gesichtetes Modell handelte. Die Deutsche Flugsicherung unterbrach aus Sicherheitsgründen die Landungen am Mittagszeitraum für etwa 30 Minuten, während Starts über eine Ausweichbahn aufrechterhalten werden konnten. Zwei ankommende Passagierflugzeuge mussten an andere Verkehrsflughäfen umgeleitet werden. Im Verlauf des Abends verlagerte sich der Schwerpunkt der Einsatzmaßnahmen auf den angrenzenden militärischen Bereich des Flughafens. Nach der Auslösung von Detektionssystemen der dortigen Bundeswehrliegenschaft traf die Kölner Landespolizei einen 44-jährigen Anwohner in unmittelbarer Nähe des Geländes an. Die Sicherheitskräfte ordneten dem Mann ein Fluggerät zu und leiteten ein Ordnungsverfahren ein. Hinweise auf eine gezielte Sabotage oder Spionage lagen nach ersten Ermittlungsergebnissen der Sicherheitsbehörden nicht vor. Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Beeinträchtigungen des kommerziellen Flugverkehrs durch ungenehmigte Drohnenflüge in Kontrollzonen deutscher Großflughäfen ein. Das Luftverkehrsgesetz untersagt den Betrieb von Drohnen in einer Schutzzone rund um Flugplätze, um Kollisionsrisiken mit startenden und landenden Verkehrsmaschinen auszuschließen. Trotz bestehender Flugverbotszonen stehen die Flugsicherungs- und Polizeibehörden regelmäßig vor der Herausforderung, unautorisierte Drohnen rasch zu lokalisieren und deren Piloten im unübersichtlichen Nahbereich von Flughäfen festzunehmen. Branchenexperten und Innenpolitiker fordern angesichts wiederkehrender Betriebsstörungen eine schnellere Aufrüstung der Flughafeninfrastruktur mit automatisierter Drohnenabwehr- und Detektionstechnik. Die juristische Ahndung beschränkt sich bei fahrlässigen Verstößen privater Nutzer meist auf Ordnungswidrigkeiten oder Bußgelder, führt im Falle von

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WestJet: Einigung über Entschädigungszahlung nach jahrelanger Sammelklage wegen sexueller Belästigung

Die kanadische Fluggesellschaft WestJet hat sich zur Beilegung einer zehn Jahre andauernden Sammelklage auf einen Vergleich in Höhe von 4,5 Millionen kanadischen Dollar, umgerechnet etwa 3,2 Millionen US-Dollar, geeinigt. Ein Richter des Obersten Gerichts der Provinz British Columbia stimmte der Vereinbarung am 10. August 2026 zu. Die Rechtsstreitigkeit geht auf die Klage einer ehemaligen Flugbegleiterin aus dem Jahr 2016 zurück, die der Fluggesellschaft vorwarf, Vorwürfe der sexuellen Belästigung und eines Übergriffs durch einen Piloten während eines Zwischenstopps auf Hawaii im Jahr 2010 nicht angemessen untersucht und aufgearbeitet zu haben. Der nun gerichtlich bestätigte Vergleich umfasst Tausende betroffene weibliche Kabinenbeschäftigte des Hauptbetriebs der Airline. Neben der finanziellen Abfindung beinhaltet die Einigung die Verpflichtung der Unternehmensführung, die internen Meldeketten und Beschwerdeverfahren bei Belästigungsvorfällen durch eine externe Stelle untersuchen zu lassen. Ursprung des Rechtsstreits und Verlauf des Verfahrens Der juristische Auseinandersetzung begann im Jahr 2016, als die ehemalige Flugbegleiterin Mandalena Lewis rechtliche Schritte gegen ihren früheren Arbeitgeber einleitete. Lewis warf der Führung von WestJet vor, Verträge gebrochen und die Fürsorgepflicht gegenüber dem Kabinenpersonal verletzt zu haben. Nach ihren Angaben hatte ein Pilot der Fluggesellschaft sie während eines dienstlichen Aufenthalts im Jahr 2010 auf Hawaii sexuell belästigt. Die anschließende betriebsinterne Untersuchung sei nach Darstellung der Klägerin unzureichend verlaufen und ohne wirksame Konsequenzen für den Beschuldigten geblieben. In den Folgejahren versuchte WestJet wiederholt, die Klage auf dem Rechtsweg abzuweisen oder an andere Instanzen wie das nationale Arbeitsrechtsgremium zu verlagern. Nach jahrelangen juristischen Einwänden bestätigte der Berufungsgerichtshof von British Columbia im April 2022 das Verfahren offiziell

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Digitale Flugzeugentwicklung: AIT kombiniert KI-Modelle und Windkanaltests zur Berechnung von Vereisungsrisiken

Das AIT Austrian Institute of Technology entwickelt neue Berechnungsmethoden zur Erfassung von Vereisungseffekten an Luftfahrzeugen im Flugbetrieb. Durch die Kombination von dreidimensionalen Strömungssimulationen, KI-gestützten Surrogatmodellen und experimentellen Daten aus internationalen Vereisungswindkanälen sollen kritische Eisablagerungen an Tragflächen, Rotoren und Triebwerken präziser vorausberechnet werden. Die Vereisung während des Flugs stellt das Aerodynamikdesign vor erhebliche Herausforderungen, da Eisschichten das Strömungsverhalten und die Steuerbarkeit beeinträchtigen sowie den Energiebedarf von Schutzsystemen erhöhen. Die Anwendung von physikbasierten neuronalen Netzen ermöglicht es den Forschern, relevante Parameter wie Tröpfchenfelder und Eisformen mit geringerem Rechenaufwand im Vergleich zu rein numerischen Simulationen zu prognostizieren. Ziel dieser Entwicklungen ist die Bereitstellung digitaler Nachweisketten, um regulatorische Sicherheitsanforderungen bereits in frühen Phasen des Flugzeugentwurfs zu erfüllen. Dies betrifft insbesondere neuartige Flugzeugarchitekturen und elektrifizierte Antriebskonzepte, bei denen bestehende Auslegungsansätze und verfügbare Energieressourcen für Enteisungssysteme an technische Grenzen stoßen. Fachleute aus der Luftfahrtbranche verweisen darauf, dass die rein digitale Erfassung von Vereisungsphänomenen trotz des Einsatzes künstlicher Intelligenz an physikalische Grenzen stößt. Komplexe meteorologische Bedingungen wie unterkühlte Wassertropfen oder kristalline Eiswolken erfordern weiterhin umfangreiche Testreihen in realen Windkanälen und aufwendige Messkampagnen. Die Zulassungsbehörden wie die europäische EASA verlangen für sicherheitskritische Systeme lückenlose Nachweise, die datengetriebene Surrogatmodelle allein bislang nicht vollständig ersetzen können. Über die Vereisungsforschung hinaus präsentiert das AIT in seinem aktuellen Impact Report 2026 rund 30 angewandte Forschungsprojekte. Als größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung Österreichs übernimmt das Institut eine Mittlerrolle zwischen akademischer Forschung und industrieller Anwendung. Der praktische Nutzen und die wirtschaftliche Verwertbarkeit von digitalen Zwillingen und KI-Modellen hängen jedoch maßgeblich davon ab, wie schnell die europäischen

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262 ehemalige Vertragspiloten reichen Sammelklage gegen die Fluggesellschaft Ryanair ein

Die irische Low-Cost-Fluggesellschaft Ryanair steht vor dem Commercial Court in London im Zentrum eines rechtlichen Konflikts bezüglich der Beschäftigungsverhältnisse von ehemaligem Flugpersonal. Eine Gruppe von 262 ehemaligen Piloten hat eine Sammelklage gegen das Luftfahrtunternehmen sowie gegen beteiligte Personalvermittlungsagenturen und eine Steuerberatungsgesellschaft eingereicht. Die Kläger werfen der Fluggesellschaft vor, sie während ihrer Dienstzeit fälschlicherweise als selbstständige Auftragnehmer eingestuft zu haben, anstatt ihnen den rechtlichen Status von Angestellten einzuräumen. Durch dieses Modell seien ihnen gesetzlich zugesicherte Arbeitnehmerrechte wie bezahlter Jahresurlaub, Beiträge zur Altersvorsorge und weitere betriebliche Sozialleistungen vorenthalten worden. Die juristische Auseinandersetzung beleuchtet die Praxis der Personalbeschaffung im europäischen Luftverkehrssektor und wirft grundlegende Fragen zur Abgrenzung zwischen selbstständiger Tätigkeit und Scheinselbstständigkeit bei hochqualifiziertem Personal auf. Die Vorwürfe der Kläger und die Struktur des Beschäftigungsmodells Wie aus Berichten der britischen Tageszeitungen The Telegraph und The Times hervorgeht, fordern die 262 Kläger die nachträgliche Auszahlung von Urlaubsentgelten, Arbeitgeberbeiträgen zur Rentenversicherung sowie den Ausgleich verwehrter arbeitsrechtlicher Schutzbestimmungen. Die Piloten argumentieren, dass ihre tatsächlichen Arbeitsbedingungen – wie die Dienstplangestaltung, die Weisungsgebundenheit hinsichtlich der Flugrouten, die Verpflichtung zum Tragen der Unternehmensuniform und die Bindung an betriebliche Vorgaben der Fluggesellschaft – den Kriterien eines regulären Angestelltenverhältnisses entsprachen. Das von den Klägern kritisierte Modell basiert auf einer vielschichtigen Dreiecksbezeichnung zwischen der Fluggesellschaft, externen Personalagenturen und Vermittlungsgesellschaften. Die Piloten wurden nicht direkt bei der Muttergesellschaft angestellt, sondern schlossen Verträge mit Vermittlungsagenturen ab oder wurden dazu angehalten, kleine Einzelgesellschaften zu gründen. Über diese Gesellschaften wurden die Dienstleistungen an die Fluggesellschaft fakturiert. Die Kläger machen geltend, dass diese Konstruktion primär dazu diente,

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Urlaubsverkehr im Sommer: Flughafen Hamburg baut Direktverbindungen in kühlere Regionen aus

Der Flughafen Hamburg passt sein Angebot an die veränderten Vorlieben vieler Norddeutscher an, die in den Sommermonaten kühlere Reiseziele bevorzugen. Das Netz an Direktverbindungen aus der Hansestadt umfasst vermehrt Strecken in nordeuropäische Länder sowie in alpine Regionen. Fluggesellschaften reagieren auf diesen Trend und weiten ihre Kapazitäten zu Zielen aus, an denen moderate Temperaturen den Sommerurlaub prägen. Dies betrifft sowohl Verbindungen nach Skandinavien als auch Flüge in bergige Regionen Mitteleuropas. Im Segment der Alpenreisen bedient Eurowings von Hamburg aus die österreichischen Städte Salzburg und Graz. Die Fluggesellschaft SkyAlps hat ihre Frequenzen nach Bozen in Südtirol auf fünf wöchentliche Flüge aufgestockt, um den Zugang zu den Dolomiten zu erleichtern. Für den Spätsommer kündigte easyJet ab September die Wiederaufnahme der Strecke nach Genf mit zwei wöchentlichen Rotationen an. Zudem plant SkyAlps ab Mitte Dezember 2026 eine neue Direktverbindung nach Klagenfurt in Kärnten, um den alpinen Raum weiter an Norddeutschland anzubinden. Für Reisen in den Norden Europas stehen Verbindungen von Aer Lingus und Ryanair nach Dublin sowie Flüge der norwegischen Fluggesellschaft Widerøe nach Bergen bereit. Finnair nutzt ihr Drehkreuz in Helsinki, um Passagieren Umsteigeverbindungen nach Nordfinnland wie Ivalo anzubieten. Ebenso haben Norwegian, SAS und Eurowings die Flugdichte zu den skandinavischen Hauptstädten Stockholm, Oslo und Kopenhagen erhöht. Über Kopenhagen bestehen Anschlussmöglichkeiten zu Zielen wie Grönland oder den Färöer-Inseln, wo die Sommertemperaturen im niedrigen zweistelligen Bereich liegen. Analysten der Luftfahrtbranche werten die Ausweitung dieser Strecken als Versuch der Flughäfen und Airlines, ihr Sommergeschäft breiter aufzustellen. Während traditionelle Südeuropa-Routen weiterhin die höchsten Passagierzahlen aufweisen, gewinnen nördliche und

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