Airbus A380 (Foto: Steffen Lorenz).
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Standortentscheidung für Messewesen: Berlin und Brandenburg sichern Finanzierung der ILA bis 2030

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Der Berliner Senat hat die Fortführung sowie die finanzielle Absicherung der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) für die Austragungsjahre 2028 und 2030 offiziell bekräftigt.

Mit dieser Zusage setzen das Land Berlin und das benachbarte Bundesland Brandenburg die im Frühjahr 2024 getroffene Rahmenvereinbarung zwischen den beiden Landesregierungen, der Messe Berlin, der Flughafengesellschaft BER sowie dem Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) um. Die Ausrichtung der Branchenmesse auf dem Gelände des Berlin-ExpoCenter Airport im Schönefelder Ortsteil Selchow ist damit für zwei weitere Ausgaben vertraglich fixiert. Die nächste Messe soll vom 17. bis 21. Mai 2028 stattfinden.

Der BDLI begrüßte die Zusage der Landesregierungen und verwies auf die Notwendigkeit von langfristiger Planungssicherheit für beteiligte Unternehmen, Forschungseinrichtungen und internationale Verhandlungspartner. Die Leistungsschau dient als zentrale Plattform für den Austausch zwischen Vertretern aus Industrie, Politik, Wissenschaft und Streitkräften. Für die Hauptstadtregion, in der im Luft- und Raumfahrtsektor rund 17.000 Menschen beschäftigt sind, gilt die Veranstaltung als bedeutender Wirtschaftsfaktor. Bundesweit erwirtschaftet die Branche mit etwa 130.000 Beschäftigten einen Jahresumsatz von über 60 Milliarden Euro.

Kritiker und Branchenbeobachter verweisen jedoch auf die erhebliche finanzielle Belastung für die öffentlichen Haushalte der Länder Berlin und Brandenburg, die zur Absicherung des Messebetriebs beitragen. Im internationalen Wettbewerb steht die ILA im ständigen Konkurrenzdruck mit etablierten Luftfahrtmessen wie der Paris Air Show in Le Bourget oder der britischen Farnborough International Airshow. Überdies hat sich das Profil der Messe durch steigende Ausgaben im Verteidigungsbereich spürbar in Richtung der Militär- und Sicherheitstechnik verschoben, was regelmäßig zu Diskussionen über die Ausrichtung und die Vergabe öffentlicher Fördergelder führt.

Ob die öffentliche Finanzierung der ILA auch über das Jahr 2030 hinaus fortgeführt wird, hängt maßgeblich von den wirtschaftlichen Erträgen der kommenden Ausgaben sowie den künftigen Prioritäten der regionalen Haushaltspolitik ab. Während Verbandsvertreter die internationale Bedeutung des Standorts betonen, fordern Finanzexperten eine genaue Überprüfung der Kosten-Nutzen-Relation für die beteiligten Landesbetriebe und die Infrastruktur am Flughafen Berlin Brandenburg.

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