Boeing 737 Max 9 (Foto: Alaska Airlines).
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Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines landet nach Druckabfall im Ölsystem ungeplant in Chicago

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Auf einem Inlandflug der US-amerikanischen Fluggesellschaft Alaska Airlines ist es am 16. August 2026 zu einer ungeplanten Ausweichlandung gekommen. Eine Boeing 737 Max 9 befand sich auf dem Flug AS274 von Cleveland im Bundesstaat Ohio nach Seattle im Bundesstaat Washington, als die Cockpitbesatzung in einer Reiseflughöhe von 34.000 Fuß (ca. 10.360 Meter) einen Abfall des Öldrucks in einem der Triebwerke feststellte.

Die Pilotinnen und Piloten leiteten daraufhin die vorsorgliche Abschaltung des betroffenen Triebwerks ein und steuerten den nächstgelegenen Großflughafen an. Die Maschine landete rund 35 Minuten nach dem Zwischenfall sicher auf dem Chicago O’Hare International Airport. Personen kamen bei dem Ereignis nicht zu Schaden.

Sicherheitsrelevante Reaktion auf veränderte Triebwerksparameter

Der Zwischenfall ereignete sich rund 40 Meilen südöstlich von Chicago. Die Messinstrumente im Cockpit der N978AK signalisierten einen Absinken des Öldrucks am rechten Triebwerk des Typs CFM International LEAP-1B. Das Schmiermittel ist in Turbofan-Triebwerken für die Kühlung und die Vermeidung von Reibung an den rotierenden Lagern und beweglichen Bauteilen essenziell. Ein anhaltender Druckverlust kann innerhalb kurzer Zeit zu mechanischen Schäden oder einem Festfressen des Triebwerks führen.

Gemäß den Standardbetriebsverfahren der Fluggesellschaft und den Vorgaben des Herstellers entschied die Besatzung, das Triebwerk kontrolliert abzustellen. Zweistrahlige Verkehrsflugzeuge sind so konstruiert und zertifiziert, dass sie auch mit nur einem funktionierenden Triebwerk über einen längeren Zeitraum sicher fliegen und steigen können. Das Systemverhalten erforderte jedoch eine unmittelbare Verkürzung der Flugstrecke, da der eigentliche Zielort Seattle zu diesem Zeitpunkt noch mehr als 1.700 Meilen entfernt lag.

Ausweichlandung am Drehkreuz Chicago O’Hare

Der internationale Flughafen Chicago O’Hare bot sich als Ausweichziel an, da er über entsprechende Landebahnen, Rettungsdienste und technische Infrastruktur verfügt. Nach der Ankündigung der Sicherheitslandung wurde der Maschine die Landebahn 27C zugewiesen. Die Landung erfolgte ohne weitere Komplikationen etwa 35 Minuten nach dem Abstellen des Triebwerks.

Die genaue Ursache für den Druckabfall ist Gegenstand von Untersuchungen durch die Wartungsteams von Alaska Airlines und die zuständigen Luftfahrtbehörden. Ein verringerter Öldruck kann durch eine Reihe von Faktoren ausgelöst werden, darunter defekte Sensoren, Leckagen im Schmiermittelkreislauf oder Fehlfunktionen der Ölpumpe. Das bloße Signal im Cockpit stellt somit die Reaktion des Überwachungssystems dar, gibt aber noch keinen Aufschluss über das konkrete Schadensbild am Aggregat.

Weiterbeförderung der Passagiere durch Ersatzflugzeug

Um die Beeinträchtigungen für die Passagiere an Bord zu begrenzen, setzte Alaska Airlines ein Ersatzflugzeug ein. Die betroffene Boeing 737 Max 9 verblieb für die technische Überprüfung in Chicago. Für den Weiterflug nach Seattle wurde eine ältere Boeing 737-900 mit dem Kennzeichen N266AK bereitgestellt.

Das Ersatzflugzeug hob etwa dreieinhalb Stunden nach der Zwischenlandung in Chicago ab und brachte die Passagiere an ihr ursprüngliches Ziel an der US-Westküste. Das Ereignis zeigt die Bedeutung von Reservekapazitäten an großen Drehkreuzen, um Störungen im Flugplan abzufangen, während betroffene Maschinen am Boden technisch überprüft werden.

Regulatorischer Kontext und Flottensicherheit

Der Zwischenfall reiht sich ein in die laufende Überwachung von Verkehrsflugzeugen der Baureihe Boeing 737 Max. Das betroffene Modell nutzt Triebwerke der LEAP-Serie, die weltweit in großer Zahl auf Mittelstreckenflugzeugen im Einsatz sind. Vorfälle mit Triebwerksabschaltungen im Flug (In-Flight Shutdowns) werden von der US-Luftfahrtbehörde FAA systematisch erfasst und statistisch ausgewertet, um wiederkehrende technische Muster frühzeitig zu erkennen.

Alaska Airlines betreibt eine umfangreiche Flotte von Maschinen dieses Typs. Die Fluggesellschaft betonte, dass das Handeln der Besatzung den geltenden Sicherheitsstandards entsprach und die Systeme wie vorgesehen funktioniert haben, um Risiken für den weiteren Flugverlauf auszuschließen.

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