Stadler Kiss (Foto: Cat/Hummel).
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Flottenerneuerung beim Flughafentransfer: City Airport Train bestellt neue Züge bei Stadler

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Der Betreiber des City Airport Train (CAT) erneuert sein Rollmaterial für die Verbindung zwischen der Wiener Innenstadt und dem Flughafen Wien-Schwechat.

Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten an der S-Bahn-Stammstrecke soll ab Herbst 2027 eine neue Flotte aus drei fünfteiligen Doppelstockzügen des Typs KISS vom Schweizer Hersteller Stadler zum Einsatz kommen. Die für eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h ausgelegten Garnituren verfügen über eine Länge von etwa 133 Metern und bieten rund 300 Sitzplätze. Damit wird das Sitzplatzangebot im Vergleich zu den bisher genutzten Zügen erhöht.

Die Ausstattung der Fahrzeuge wurde speziell auf die Anforderungen von Flugreisenden abgestimmt. Neben Niederflureinstiegen mit zehn Türen pro Zugseite gehören erweiterte Gepäckablagen, breitere Gänge und Sitze sowie Steckdosen und USB-Anschlüsse an jedem Platz zur Ausstattung. Ergänzt wird die Inneneinrichtung durch zwei Sanitäreinrichtungen, wovon eine barrierefrei gestaltet ist, sowie ausgewiesene Abstellflächen für Rollstühle und Kinderwägen. Für die Gestaltung der Innenräume zeichnete das Designunternehmen moodley verantwortlich, während Stadler Austria die fertigungstechnische Umsetzung übernimmt.

Der Kauf der dreiteiligen Kleinserie stellt für den Betreiber eine beträchtliche Kapitalinvestition dar. Zwar erhöht die Beschaffung die Transportkapazität pro Fahrt, die Wirtschaftlichkeit des Systems bleibt jedoch stark an die Fahrgastentwicklung im internationalen Flugverkehr sowie an die Konkurrenzsituation mit dem öffentlichen Nahverkehr gekoppelt. Die ÖBB bieten auf derselben Strecke mit regulären S-Bahnen und Railjet-Zügen preiswertere Alternativen an, was den Ertragsdruck auf das höherpreisige Premium-Segment des CAT aufrechterhält.

Die künftige Auslastung der neuen Züge wird davon abhängen, ob der zeitliche Preis- und Komfortvorteil des Direktzugs von den Passagieren im Vergleich zum Regelschienenverkehr weiterhin akzeptiert wird. Für den Hersteller Stadler bedeutet die Lieferung der spezialisierten Kleinflotte eine weitere Platzierung seiner Doppelstockplattform im europäischen Umfeld von Flughafen-Expressverbindungen.

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