Am Flughafen Zürich finden vom 24. bis 29. August 2026 regelmäßige Kalibrierungsflüge zur Kontrolle der flugtechnischen Infrastruktur statt.
Im Auftrag der schweizerischen Flugsicherung Skyguide werden die Präzision und Zuverlässigkeit der Instrumentenlandesysteme sowie der Drehfunkfeuer auf den An- und Abflugrouten überprüft. Um den regulären Linien- und Charterverkehr nicht zu beeinträchtigen, werden die Testflüge am Nachmittag sowie in den späten Nachtstunden nach Ende des ordentlichen Flugbetriebs bis spätestens 02:00 Uhr durchgeführt. Als Ausweichtermin bei witterungsbedingten Verzögerungen wurde die Woche ab dem 14. September eingeplant.
Für die Messungen kommt eine zweimotorige Turboprop-Maschine des Typs Beechcraft King Air 350 zum Einsatz, die mit spezieller Sensorik zur Aufzeichnung und Auswertung der gefunkten Signale ausgestattet ist. Während der Überprüfung werden gezielt Flugwege außerhalb der üblichen Anflugkorridore genutzt, um die Sendebereiche der Navigationshilfen auch seitlich sowie ober- und unterhalb der Standardprofile zu testen. Zudem erstrecken sich die Messungen der Drehfunkfeuer auf Gebiete außerhalb des unmittelbaren Flughafenareals, was zu kurzzeitigen Flugbewegungen über angrenzenden Gemeinden führen kann.
Die periodischen Überprüfungen von Navigations- und Anflugsystemen sind von den internationalen und nationalen Luftfahrtbehörden zwingend vorgeschrieben. Sie stellen sicher, dass die Funk- und Radarsignale für die automatische Führung von Verkehrsflugzeugen exakte Werte liefern. Trotz der Einhaltung internationaler Sicherheitsstandards stellen nächtliche Messflüge für die Anwohnerschaft in den betroffenen Schutzzonen eine temporäre Lärmbelastung dar, da die Tiefanflüge in sonst flugfreien Zeiten stattfinden.
Luftfahrtexperten betonen, dass die stetige Justierung der Systeme essenziell ist, um Störungen durch geländebedingte Reflektionen oder veränderte Bausubstanz im Umfeld des Flughafens frühzeitig zu erkennen. Die Flugsicherung Skyguide führt diese Messungen in regelmäßigen Abständen an allen Schweizer Landesflughäfen durch, um den betrieblichen Anforderungen des zivilen Luftverkehrs nachzukommen.