Boeing 777-200 (Foto: Magic Aviation).
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Pakistan International Airlines mietet zwei Langstreckenflugzeuge für Europarouten

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Die kürzlich privatisierte pakistanische Staatsairline Pakistan International Airlines (PIA) nimmt ab Oktober 2026 zwei zusätzliche Passagierflugzeuge im Wege des Wetlease in ihren Betrieb auf.

Wie der Branchendienst CH-Aviation berichtet, ist die Anmietung inklusive Besatzung, Wartung und Versicherung zunächst auf einen Zeitraum von sechs Monaten ausgelegt. Die beiden noch nicht näher spezifizierten Maschinen sollen vorrangig auf den Strecken zwischen Pakistan und europäischen Destinationen eingesetzt werden, um Engpässe in der verbleibenden Flotte zu überbrücken und die Kapazitäten kurzfristig zu erhöhen.

Die interimistische Einflottung erfolgt im Kontext einer umfassenden Reorganisation der Fluggesellschaft nach dem Teilverkauf an ein privates Konsortium. Neben den Leasingsystemen arbeitet das Unternehmen an der Reaktivierung mehrerer am Boden stehender Maschinen, um die flugfähige Flotte mittelfristig auf bis zu 60 Flugzeuge aufzustocken. Zudem verhandelt die Führung der Gesellschaft über eine Festbestellung von bis zu 16 Weitrumpfmaschinen vom Typ Boeing 787, um die alternde Langstreckenflotte durch modernere Muster zu ersetzen und die Marktposition auf internationalen Routen zu sichern.

Branchenanalysten sehen den Einsatz von Wetlease-Kapazitäten als Notlösung, die mit hohen variablen Betriebskosten verbunden ist. PIA kämpft seit Jahren mit strukturellen Defiziten, Altlandlasten sowie behördlichen Einschränkungen im internationalen Luftraum, darunter früheren Einflugverboten in die Europäische Union wegen Sicherheitsbedenken. Die Aufnahme von Kapazitäten über Fremdanbieter soll den Neustart im Europa-Geschäft unterstützen, stellt jedoch einen erheblichen finanziellen Aufwand dar, der die operative Marge im Übergangszeitraum belasten dürfte.

Ob die geplante Flottenvergrößerung und die beabsichtigte Großbestellung bei Boeing wie vorgesehen umgesetzt werden können, hängt von den Fortschritten beim finanziellen Turnaround der Airline ab. Der Erfolg der Europa-Exposition wird maßgeblich davon bestimmt, wie rasch die Airline die eigenen Kapazitäten wieder aufbauen und die Flugsicherheitsauflagen der internationalen Aufsichtsbehörden dauerhaft erfüllen kann.

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