Airbus A320 (Foto: Jan Gruber).
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Kreuzfahrten: Discover Airlines nimmt Frankfurt-Genua auf

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Die deutsche Ferienfluggesellschaft Discover Airlines wird ihr Streckennetz im Sommerhalbjahr 2027 um eine direkte Linienverbindung zwischen Frankfurt am Main und der italienischen Hafenstadt Genua erweitern.

Die Flüge werden im Zeitraum vom 28. März 2027 bis zum 30. Oktober 2027 zweimal wöchentlich an den Wochenendtagen Samstag und Sonntag durchgeführt. Als Fluggerät kommt ein Airbus A320 mit einer Kapazität von 180 Sitzplätzen zum Einsatz. Das Projekt basiert auf einer Zusammenarbeit zwischen der zur Lufthansa-Gruppe gehörenden Fluggesellschaft, dem Flughafen Genua sowie dem Kreuzfahrtunternehmen Costa Kreuzfahrten. Ziel des Vorhabens ist es, die ligurische Region besser an das Drehkreuz Frankfurt anzubinden und gleichzeitig den Zu- und Abbringerverkehr für den Kreuzfahrttourismus im westlichen Mittelmeer zu verstärken.

Fahrplanstruktur und Ausrichtung auf den Passagierverkehr

Die Ansetzung der Flugzeiten an den Wochenenden ist auf die Wechseltage der im Raum Genua und Savona stationierten Kreuzfahrtschiffe abgestimmt. Samstags hebt der Flug 4Y810 um 11:00 Uhr in Frankfurt ab und erreicht Genua um 12:15 Uhr. Der Rückflug 4Y811 startet um 13:00 Uhr in Genua mit Ankunft in Frankfurt um 14:25 Uhr. Am Sonntag startet die Maschine in Frankfurt um 11:40 Uhr und landet um 12:55 Uhr in Italien. Der Rückflug erfolgt um 13:40 Uhr ab Genua mit geplanter Landung in Frankfurt um 15:05 Uhr.

Die Flugscheine sind über die Vertriebskanäle von Discover Airlines und der Muttergesellschaft Lufthansa buchbar. Darüber hinaus bietet Costa Kreuzfahrten kombinierte Flug- und Schiffspakete an. Damit sollen Passagiere angesprochen werden, die an Bord der in Savona liegenden Costa Toscana oder der in Genua stationierten Costa Fascinosa aufbrechen. Neben der Bündelung von Flug- und Schiffsreisen steht die Route auch dem regulären Individual- und Geschäftsreiseverkehr zwischen Deutschland und Ligurien zur Verfügung.

Kooperation von Luftfahrt und Kreuzfahrtbranche

Die Einrichtung der Verbindung ist das Ergebnis abgestimmter Verhandlungen zwischen den beteiligten Unternehmen und den regionalen Verkehrsbehörden. Für den Flughafen Genua stellt der Anschluss an ein europäisches Drehkreuz eine Möglichkeit dar, das eigene Einzugsgebiet im internationalen Passagierverkehr zu vergrößern. Matteo Paroli, Vorstandsvorsitzender des Flughafens Genua, verweist darauf, dass die Direktverbindung nach Frankfurt die Erreichbarkeit der Region Ligurien für internationale Besucher verbessert und gleichzeitig dem Bedarf des lokalen Kreuzfahrtsektors entspricht.

Aus Sicht von Costa Kreuzfahrten, einer Tochtergesellschaft der US-amerikanischen Carnival Corporation mit Sitz in Genua, ist eine verlässliche Fluganbindung ein Faktor zur Sicherung der Auslastung der eigenen Flotte. Mario Zanetti, Geschäftsführer von Costa Kreuzfahrten, betont die wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen dem Passagierverkehr und den Dienstleistern vor Ort, zu denen das Gastgewerbe, Transportunternehmen und der lokale Einzelhandel gehören. Marco Götz, Kommerzieller Leiter von Discover Airlines, ordnet die Verbindung als Ergänzung des touristischen Portfolios der Fluggesellschaft im Mittelmeerraum ein.

Infrastrukturmaßnahmen am Flughafen Genua und Marktumfeld

Der Flughafen Genua bedient im aktuellen Flugplan 30 Verbindungen zu 25 Zielen in 12 europäischen Ländern. Im Inland werden Ziele wie Rom-Fiumicino, Catania, Napel und Palermo angeflogen, während das internationale Angebot Städte wie Amsterdam, Barcelona, London-Stansted, München und Paris-Orly umfasst. Um den Anforderungen des Passagierverkehrs gerecht zu werden, laufen am Flughafen derzeit Umbauarbeiten. Bis 2027 soll das Abfertigungsgebäude im Rahmen eines Investitionsprogramms modernisiert und die Anbindung an das städtische Verkehrsnetz ausgebaut werden.

Die Realisierung des Projekts zeigt, wie Fluggesellschaften und Reedereien zunehmend gemeinsame Kapazitätsplanungen vornehmen, um Auslastungsrisiken zu minimieren. Der Erfolg der neuen Strecke wird davon abhängen, inwieweit die Nachfrage außerhalb der Kreuzfahrtsaison stabil gehalten werden kann und ob die Frequenz von zwei Flügen pro Woche für die Bedürfnisse von Individualreisenden ausreicht.

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