Die mexikanische Fluggesellschaft Aeroméxico beabsichtigt, ab März 2027 direkte Linienflüge zwischen dem Hauptstadtflughafen Mexiko-Stadt (MEX) und dem Flughafen Mailand-Malpensa (MXP) in Italien aufzunehmen.
Die Verwirklichung des neuen Langstreckenangebots steht derzeit noch unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigung durch die zuständigen Luftfahrtaufsichtsbehörden beider Länder. Für die Strecke plant die Fluggesellschaft den Einsatz von Langstreckenflugzeugen des Typs Boeing 787 Dreamliner. Das Unternehmen hat kürzlich sein 25. Exemplar dieses Musters übernommen, um die Kapazitäten auf interkontinentalen Routen aufzustocken.
Mailand würde nach Rom-Fiumicino das zweite Ziel der Fluggesellschaft in Italien werden. Aeroméxico wäre damit die einzige mexikanische Fluggesellschaft, die Direktflüge von Mexiko-Stadt zu zwei italienischen Destinationen anbietet. Bei Erteilung der ausstehenden Genehmigungen würde sich das europäische Streckennetz der Airline auf insgesamt sieben Zielorte erstrecken, die über zehn Verbindungen bedient werden. Genaue Abflugzeiten, Verkehrstage und Frequenzen will das Unternehmen erst nach dem Abschluss aller regulatorischen Prüfungsverfahren bekanntgeben.
Mit der geplanten Verbindung zielt die Fluggesellschaft auf eine Kombination aus Geschäftsreise- und Touristikverkehr zwischen Mittelamerika und Norditalien ab. Mailand gilt als bedeutender Wirtschafts- und Finanzplatz, während Mexiko-Stadt der zentrale Verkehrsknotenpunkt des Landes ist. Branchenkenner verweisen jedoch darauf, dass der Flughafen Mexiko-Stadt seit Jahren von erheblichen Kapazitätsengpässen am Boden und im Luftraum betroffen ist. Die Zuweisung von Start- und Landerechten sowie die betriebliche Abwicklung gestalten sich dort komplex, was die Zuverlässigkeit von Flugplänen beeinträchtigen kann.
Zudem trifft die geplante Route auf einen wettbewerbsintensiven Transatlantikmarkt. Die Rentabilität der Verbindung wird maßgeblich davon abhängen, wie verlässlich die Auslastung außerhalb der saisonalen Nachfragespitzen ausfällt und wie sich die operative Zulassung im Frühjahr 2027 gestaltet. Die Aufnahme des Flugbetriebs bleibt bis zur endgültigen behördlichen Freigabe ungewiss.