Die ägyptische Fluggesellschaft Nesma Airlines baut ihr Angebot auf den Routen zwischen dem Badeort Hurghada und mehreren Flughäfen im deutschsprachigen Raum für die Sommersaison 2027 aus.
Wie das Unternehmen mitteilte, werden die gebotenen Sitzplatzkapazitäten nach Deutschland und in die Schweiz im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 50 Prozent aufgestockt. Das Gesamtangebot umfasst in der kommenden Sommerperiode rund 160.000 Sitzplätze auf den Verbindungen nach Deutschland sowie weitere 30.000 Plätze auf den Strecken in die Schweiz. Die Aufnahme des erweiterten Flugbetriebs ist für den 19. März 2027 terminiert.
Der Schwerpunkt des Aufbaus liegt auf deutschen Regional- und Großflughäfen. Auf der Route von und nach Düsseldorf erhöht die Fluggesellschaft die Frequenz auf fünf wöchentliche Umläufe. Die Standorte Hannover sowie Köln/Bonn werden künftig jeweils vier Mal pro Woche angeflogen. An den Flughäfen Nürnberg und Frankfurt am Main steigen die wöchentlichen Verbindungen auf drei respektive zwei Flüge. In der Schweiz wird der Flughafen Basel/Mulhouse/Freiburg mit zwei Flügen pro Woche bedient, während die Strecke nach Zürich mit ebenfalls zwei wöchentlichen Frequenzen neu im Flugplan der Airline erscheint. Zum Einsatz kommen Maschinen der Schmalrumpffamilie Airbus A320 und A321.
Der Ausbau der Frequenzen erfolgt vor dem Hintergrund einer stabilen Nachfrage nach Pauschalreisen an das Rote Meer. Nesma Airlines agiert auf diesen Strecken vorrangig als Vollcharter- und Kapazitätsanbieter für große europäische Reiseveranstalter. Durch die Aufstockung der Flüge versucht die ägyptische Airline, Marktanteile im Wettbewerb mit etablierten Ferienfluggesellschaften wie Corendon, Air Cairo oder Marabu zu sichern, die ebenfalls Verbindungen in die ägyptischen Urlaubsregionen anbieten.
Branchenbeobachter verweisen darauf, dass die deutliche Kapazitätserhöhung im Ägypten-Verkehr mit wirtschaftlichen Risiken verbunden ist. Da die Steigerung der Sitzplatzmenge um die Hälfte vor allem über eine höhere Frequenzdichte an bestehenden Standorten erzielt wird, ist die Fluggesellschaft stark von der Buchungsentwicklung der Vertragspartner im Reiseveranstaltersegment abhängig. Schwankungen in der Nachfrage oder veränderte geopolitische Rahmenbedingungen in der Region könnten rasch zu einer Unterauslastung der Kapazitäten und entsprechendem Preisdruck führen.