Der Flugreiseanbieter Polar Air Shuttle nimmt für die Wintersaison 2026/2027 erneut sein Flugprogramm von mehreren mitteleuropäischen Flughäfen nach Schwedisch-Lappland auf.
Im Zentrum des Flugplans steht die Direktanbindung des regionalen Flughafens Arvidsjaur im Norden Schwedens. Die Charterverbindungen ab Deutschland werden wie in den Vorjahren operativ von der Fluggesellschaft Condor durchgeführt. Das Programm startet mit ersten Flügen Mitte Dezember 2026 ab den Standorten München und Hannover, bevor ab Januar 2027 der reguläre Taktbetrieb aufgenommen wird.
Der Winterflugplan sieht für die Linien- und Charterverbindungen der Condor vom 11. Januar 2027 bis zum 15. März 2027 jeweils feste Flugtage an den Wochentagen Montag und Freitag vor. Neben den Angeboten der Condor werden im Rahmen einer Kooperation mit dem ESC European Speed Club zusätzliche Flugkapazitäten nach Arvidsjaur bereitgestellt. Die Abwicklung dieser Sonderflüge übernimmt die tschechische Fluggesellschaft Smartwings. Als Abflughäfen für dieses Zusatzprogramm dienen neben Frankfurt am Main, München und Berlin auch der Schweizer Flughafen Zürich.
Die Zielregion Nordschweden ist im Winterhalbjahr ein gefragter Standort für die Erprobung von Kraftfahrzeugen unter Arktisbedingungen. Zahlreiche internationale Automobilhersteller, Zulieferer und Prüforganisationen betreiben rund um Arvidsjaur und Arjeplog Teststrecken auf gefrorenen Seen. Neben Ingenieuren und Testteams nutzen auch Teilnehmer von Fahr- und Motorsporttrainings sowie Urlauber die Direktflüge. Die Auslastung der Charterketten hängt dadurch maßgeblich an den Buchungen der Industrie- und Motorsportkunden aus Deutschland und der Schweiz.
Branchenbeobachter verweisen darauf, dass Direktverbindungen an abgelegene Regionalflughäfen in Skandinavien ein hohes Nischenrisiko aufweisen. Die Strecken sind stark saisonal geprägt und richten sich an eine eng abgegrenzte Zielgruppe. Fluggesellschaften wie Condor und Smartwings sichern sich bei solchen Einsätzen in der Regel über Kontingentverträge mit Reise- und Eventveranstaltern ab. Dadurch lassen sich die finanziellen Risiken von Leerflügen auf den oft wetteranfälligen Nordrouten minimieren.