August 28, 2026

Weitere Artikel aus der Rubrik

August 28, 2026

Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur am Bahnhof Flughafen Graz-Feldkirchen

Der Bahnhof Flughafen Graz-Feldkirchen wird derzeit umfassend modernisiert und barrierefrei ausgebaut, um der gestiegenen Bedeutung des Standorts im steirischen Nah- und Regionalverkehr gerecht zu werden. Anfang August 2026 wurde mit dem erfolgreichen Einhub eines rund 23 Meter langen und etwa 37 Tonnen schweren Personenstegs aus Stahl und Glas ein zentrales Bauwerk der Neugestaltung platziert. Durch die Inbetriebnahme der Koralmbahn und die Neuordnung des S-Bahn-Netzes ist das Zugangebot an der Haltestelle seit Ende 2025 spürbar ausgeweitet worden. Das gesamte Investitionsvolumen für die Umbauarbeiten beläuft sich auf rund 6 Millionen Euro. Die Fertigstellung aller Anlagenteile, zu denen neben dem Steg auch Bahnsteigverlängerungen und eine neue Bushaltestelle gehören, ist für Ende des Jahres 2026 vorgesehen. Einbindung in das regionale Schienennetz und Frequenzerhöhung Die verkehrliche Relevanz der Haltestelle Flughafen Graz-Feldkirchen hat sich im Zuge der schrittweisen Umsetzung des Koralmbahn-Projekts und der damit verbundenen Fahrplananpassungen verändert. Seit Beginn des Jahres 2026 bedient die durchgehende S-Bahn-Linie S1 den Bahnhof und verbindet die Obersteiermark direkt mit der Südsteiermark. Am Grazer Hauptbahnhof bestehen Umsteigemöglichkeiten zu den Fernverkehrszügen der ÖBB in Richtung Kärnten. Mit dem Fahrplanwechsel stieg die Zahl der täglichen Zugstopps am Bahnhof Flughafen Graz-Feldkirchen um rund 28 Prozent auf bis zu 92 Halte pro Tag. In den Spitzenzeiten des Früh- und Abendverkehrs wird die Station im Viertelstundentakt angefahren. Diese Taktverdichtung erhöht die Anforderungen an die Kapazität der Bahnsteige und die Passagierlenkung am Boden, was die baulichen Anpassungen der Infrastruktur erforderlich machte. Technische Details des Personenstegs und barrierefreie Erschließung Der neu eingehobene Personensteg bildet das Herzstück der barrierefreien

weiterlesen »

Polen und Spanien planen gemeinsame Beschaffung von Airbus-Tankflugzeugen

Polen und Spanien planen den gemeinsamen Erwerb von mindestens sieben Betankungs- und Transportflugzeugen vom Typ Airbus A330 MRTT. Das Beschaffungsprogramm besitzt ein geschätztes Gesamtvolumen von bis zu 5,4 Milliarden Euro und umfasst neben den Maschinen eine siebenjährige Betreuung bei Logistik und Instandhaltung. Der spanische Ministerrat hat den entsprechenden Rahmenvereinbarungen am 25. August zugestimmt, um die formalen Verhandlungen über den finalen Vertrag aufzunehmen. Nach Angaben des polnischen Verteidigungsministers Władysław Kosiniak-Kamysz soll Polen bis zum Jahr 2030 vier dieser Flugzeuge erhalten, während die verbleibenden Maschinen für die spanischen Streitkräfte vorgesehen sind. Die Anschaffung stellt für die polnischen Luftstreitkräfte den Aufbau einer eigenen nationalen Tankerflotte dar. Die Großraumflugzeuge sollen die Einsatzreichweite und Stehzeit der polnischen F-16- und F-35A-Kampfflugzeuge erhöhen und die Abhängigkeit von Betankungskapazitäten anderer NATO-Partner verringern. Der A330 MRTT basiert auf der zivilen Passagierversion Airbus A330-200 und kann bis zu 111 Tonnen Treibstoff aufnehmen, ohne dass Zusatztanks im Frachtraum installiert werden müssen. Neben der Luftbetankung lässt sich die Maschine für Truppentransporte von bis zu 300 Personen, Frachtflüge mit bis zu 45 Tonnen Zuladung oder für medizinische Evakuierungseinsätze konfigurieren. Finanziert wird das Vorhaben über das EU-Förderprogramm Security Action for Europe (SAFE), das zinsgünstige Kredite für gemeinsame Verteidigungsgüter bereitstellt und die Beschaffung von in Europa gefertigten Systemen priorisiert. Die Umrüstung der Passagiermaschinen zum Militärtanker erfolgt an den Airbus-Standorten in Spanien. Neben dem Werk in Getafe soll Ende 2027 ein zweiter Umrüstungsstandort in Sevilla in Betrieb gehen, um der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden. Die Beschaffung läuft unabhängig von der bestehenden multinationalen NATO-Tankerflotte (MMF), an

weiterlesen »

Flughafen Altenrhein feiert 100-jährigen Bestand

Der Schweizer Flughafen Altenrhein begeht sein hundertjähriges Bestehen mit einer mehrtägigen Jubiläumsveranstaltung. Die geografische Nähe zur österreichischen Grenze – das Vorarlberger Gemeindegebiet Gaißau liegt lediglich rund sechs Kilometer entfernt – prägte die Geschichte des Standorts von Beginn an. Der Flughafen geht auf die Initiativen von Claude Dornier im Jahr 1926 zurück und entwickelte sich über die Jahrzehnte von einem Werksflugplatz und militärischen Ausbesserungswerk zu einem Regionalflughafen für den Personen- und Businessflugverkehr. Mit dem Eigentümerwechsel an den Vorarlberger Unternehmer Markus Kopf im Jahr 2011 und der Gründung der hauseigenen Fluggesellschaft People’s erlangte der Standort eine spezifische Funktion für die Anbindung der Bodenseeregion an das internationale Streckennetz und die österreichische Bundeshauptstadt Wien. Anfänge und industrieller Hintergrund im 20. Jahrhundert Die Entstehung des Flugplatzes St. Gallen-Altenrhein ist eng verknüpft mit den Nachwirkungen des Ersten Weltkriegs und den Bestimmungen des Vertrages von Versailles. Dieser verbot die Flugzeugproduktion auf deutschem Territorium. Der Luftfahrtpionier Claude Dornier, der seine berufliche Laufbahn im Zeppelin-Konzern begonnen hatte, wich daher im März 1926 auf die Schweizer Seite des Bodensees aus. Auf einem überwiegend sumpfigen Geländekomplex in Altenrhein begannen die Bauarbeiten für Produktionshallen und eine 600 Meter lange Graspiste. Das Areal diente zunächst als Erprobungsgelände für Flugzeugentwicklungen wie das Flugboot Dornier Do X, das für den Transport von bis zu 175 Passagieren konzipiert war. Bereits 1927 wurden erste regelmäßige Linienverbindungen nach Basel, Innsbruck und München eingerichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg folgte der Ausbau der Start- und Landebahn auf eine Länge von 1.200 Metern. In den darauffolgenden Jahrzehnten stand die Nutzung der

weiterlesen »

KLM Cityhopper bereitet letzten Embraer E195-E2 auf die Rückkehr in den Flugbetrieb vor

Die niederländische Fluggesellschaft KLM beendet die mehrjährige Zwischenlagerung von vier Regionalflugzeugen des Typs Embraer E195-E2 auf dem Flughafen Twente. Nach mehr als zwei Jahren Abstellzeit wird mit der Maschine mit dem Kennzeichen PH-NXE das letzte der dort geparkten Flugzeuge für die Wiederaufnahme des Flugbetriebs vorbereitet. Zuvor wurden bereits zwei Einheiten mit den Registrierungen PH-NXA und PH-NXB wieder in das Streckennetz integriert, während eine dritte Maschine (PH-NXD) zur umfassenden technischen Überprüfung an einen Wartungsbetrieb in Bratislava überführt wurde. Der Grund für die langwierige Einlagerung der modernen Jetflotte lag in anhaltenden Triebwerksproblemen der Baureihe PW1900G des Herstellers Pratt & Whitney. Wegen erforderlicher Inspektionen, modifizierter Bauteile und weltweiter Engpässe in den Lieferketten für Ersatzteile standen zahlreiche Flugzeuge dieses Typs bei internationalen Fluggesellschaften am Boden. Die Tochtergesellschaft KLM Cityhopper nutzte die in Twente abgestellten Maschinen im Rahmen der Flottenlogistik zeitweise auch als Ersatzteilspender, um den Betrieb der verbleibenden aktiven E195-E2-Flotte aufrechtzuerhalten. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass die langwierige Außerdienststellung von Flugzeugen erhebliche betriebswirtschaftliche Kosten verursacht. Neben den Standgebühren auf dem Flugplatz Twente belasten entgangene Ticketerlöse und zusätzliche Aufwendungen für Triebwerkswartungen die Bilanz der Airline. Zudem erfordert die Reaktivierung von Flugzeugen, die über einen langen Zeitraum konserviert waren, aufwendige Überprüfungsverfahren der Systemelektronik, Hydraulik und Triebwerkseinheiten vor der behördlichen Wiederzulassung für den Passagierverkehr. Mit der schrittweisen Rückkehr der Maschinen kann KLM Cityhopper ihre Kapazitäten auf den europäischen Regionalstrecken ab dem Drehkreuz Amsterdam Schiphol wieder aufstocken. Die Aufarbeitung der Triebwerksengpässe durch den Hersteller verläuft jedoch branchenweit schleppend, sodass Fluggesellschaften weiterhin vorsichtige Reservekapazitäten einplanen müssen. Die vollständige Eingliederung der

weiterlesen »

Klagenfurt: Passagiere muckieren sich über Unkraut am Vorfeld

Der Flughafen Klagenfurt steht im Sommer 2026 aufgrund des sichtbaren Bewuchses von Wildkräutern auf den Vorfeldflächen in der öffentlichen Wahrnehmung. Passagiere und Besucher des Kärntner Regionalflughafens äußerten wiederholt Bedenken hinsichtlich des optischen Erscheinungsbildes der asphaltierten und gepflasterten Flächen. Die Betreibergesellschaft des Flughafens stellte klar, dass der Bewuchs auf Bereiche beschränkt ist, die primär als Abstell- und Warteflächen dienen. Eine Gefährdung des laufenden Flugbetriebs oder eine Einschränkung der betrieblichen Sicherheit liege nicht vor. Die Start- und Landebahn sowie die primären Rollwege sind von dem Aufwuchs unberührt und entsprechen den geltenden internationalen und nationalen Vorschriften für den Zivilluftverkehr. Die Debatte unterstreicht die Herausforderungen bei der Instandhaltung von Großflächen der Verkehrsinfrastruktur unter Berücksichtigung mechanischer und thermischer Pflegemethoden. Abgrenzung der Betriebsflächen und sicherheitsrelevante Vorgaben Im Zivilluftverkehr unterliegen Flugbetriebsflächen strengen Regularien der Europäischen Agentur für Flugsicherheit sowie der nationalen Luftfahrtbehörden. Diese Vorgaben unterscheiden strikt zwischen sicherheitskritischen Bereichen und untergeordneten Infrastrukturflächen. Zu den kritischen Zonen gehören die Start- und Landebahn, die Sicherheitsstreifen sowie die stark frequentierten Hauptrollwege. In diesen Bereichen dürfen sich keine Fremdkörper, Pflanzenteile oder Lose Partikel befinden, um Schäden an Triebwerken oder Fahrwerken von Luftfahrzeugen zu verhindern. Am Flughafen Klagenfurt beschränkt sich der beobachtete Pflanzenwuchs nach Angaben der Flughafensprecherin auf Risse und Fugen im Asphalt der Vorfeldflächen. Diese Flächen werden für das Abstellen von Luftfahrzeugen, das Parken von Bodengeräten oder als Ausweichzonen genutzt. Die Belastungsintensität und die Rollgeschwindigkeiten der Flugzeuge sind in diesen Abschnitten deutlich geringer als auf den Start- und Landebahnen. Regelmäßige Inspektionen durch das Bodenpersonal stellen sicher, dass lose Pflanzenteile oder abgetragenes

weiterlesen »

European Sleeper plant Nachtzugverbindung von Brüssel nach Malmö ab 2028

Die belgisch-niederländische Eisenbahngesellschaft European Sleeper beabsichtigt, in Kooperation mit dem deutschen Eisenbahnverkehrsunternehmen RDC Deutschland ab April 2028 eine direkte Nachtzugverbindung zwischen Brüssel und Malmö einzurichten. Nach den bisherigen Planungen soll die Strecke dreimal wöchentlich pro Richtung bedient werden. Der vorgesehene Linienweg führt über Antwerpen, Rotterdam, Den Haag, Amsterdam und Kopenhagen. Mit Abfahrtszeiten um etwa 19:00 Uhr und einer Ankunft am Zielort gegen 10:00 Uhr am Folgetag ist eine Gesamtfahrzeit von rund 15 Stunden veranschlagt. Das Projekt soll die Benelux-Region direkt mit Dänemark und Südschweden verbinden sowie Anschlussmöglichkeiten an die Netze nach London, Paris, Stockholm und Oslo schaffen. Die Bereitstellung des Wagenmaterials obliegt dem Partnerunternehmen RDC, das bereits Liege-, Schlaf- und Sitzwagen für bestehende Verbindungen des Anbieters liefert. Derzeit laufen die Abstimmungen mit den jeweiligen nationalen Schieneninfrastrukturbetreibern. Der formelle Trassenantrag soll im April 2027 eingereicht werden, sodass Fahrpläne und Zwischenhalte bis zur endgültigen Genehmigung vorläufig bleiben. Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund eines anhaltenden Interesses an internationalen Nachtreiseverbindungen, trifft in der operativen Praxis jedoch auf spürbare Hürden. Die Branche kämpft europaweit mit einem Mangel an geeignetem, modernem Schienenfahrzeugmaterial sowie mit komplexen Zulassungsverfahren für grenzüberschreitende Zugläufe. Zudem führen Kapazitätsengpässe auf stark ausgelasteten Schienenkorridoren in Deutschland, Dänemark und den Niederlanden regelmäßig zu Problemen bei der Zuweisung verlässlicher Trassenzeiten. Branchenbeobachter verweisen darauf, dass die wirtschaftliche Tragfähigkeit privater Nachtzugverbindungen stark von der Preisgestaltung und der Trassenpreisstruktur abhängt. Da European Sleeper bislang weder Fahrpreise noch die genaue Wagenkonfiguration bestätigt hat, bleibt abzuwarten, wie sich das Angebot preislich gegenüber dem etablierten Flugverkehr auf den Strecken zwischen Benelux

weiterlesen »

Flughafen Linz: Land Oberösterreich plant die vollständige Übernahme

Die Eigentümerstruktur des Flughafens Linz in Hörsching steht vor einer grundlegenden Umgestaltung. Das Land Oberösterreich beabsichtigt, den 50-Prozent-Anteil der Stadt Linz zu übernehmen und damit alleiniger Eigentümer des oberösterreichischen Regionalflughafens zu werden. Ein Bewertungsgutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG beziffert den Gesamtwert des Unternehmens auf Basis von Liquidationswerten auf 1,9 Millionen bis 3,4 Millionen Euro, wobei etwaige Sanierungskosten für die Start- und Landebahn sowie potenzielle Schadenersatzforderungen unberücksichtigt blieben. Es wird davon ausgegangen, dass die landeseigene OÖ Verkehrsholding GmbH den städtischen Anteil für den Mittelwert von rund 1,3 Millionen Euro erwirbt. Die Transaktion soll bis Oktober 2026 abgeschlossen werden. Die Verhandlungen fallen in eine wirtschaftlich angespannte Phase, da der Flughafen im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich ein Defizit von 8 Millionen bis 9 Millionen Euro ausweisen wird. Hintergründe der geplanten Übernahme durch die OÖ Verkehrsholding GmbH Die Umstrukturierung der Eigentumsverhältnisse sieht vor, dass die OÖ Verkehrsholding GmbH, die bereits jetzt die Hälfte der Anteile am Flughafen Linz hält, als Käuferin der städtischen Anteile auftritt. Die Holding bündelt wesentliche Beteiligungen des Landes im Transport- und Infrastrukturbereich. Dazu gehören unter anderem 99 Prozent an der Ennshafen OÖ GmbH, Anteile an regionalen Bahnverbindungen wie der Lokalbahn Lambach-Vorchdorf-Eggenberg mit 11,03 Prozent sowie der Lokalbahn Vöcklamarkt-Attersee mit 10,46 Prozent und eine Minderheitsbeteiligung von 2,17 Prozent an der ASFINAG Service GmbH. Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner, der zugleich den Aufsichtsrat der Flughafen Linz GesmbH leitet, begründete den Schritt mit der Notwendigkeit, den Flughafen Linz als Infrastruktureinrichtung für den Wirtschafts- und Industrie-Standort Oberösterreich dauerhaft zu sichern und organisatorisch neu auszurichten. Die Konzentration der Anteile

weiterlesen »
ÖBB-Regionalzug (Foto: Jan Gruber).

BMIMI und Klimafonds fördern vier Innovationsprojekte im Bahnbereich

Das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur sowie der Klima- und Energiefonds haben im Rahmen des Programms Rail4Climate die Auswahl von vier kooperativen Forschungs- und Entwicklungsprojekten bekannt gegeben. Die Vorhaben verfügen über eine maximale Laufzeit von 36 Monaten und zielen darauf ab, durch Digitalisierung und Automatisierung die Kapazität sowie die betriebliche Produktivität des Schienengüter- und Personenverkehrs in Österreich zu steigern. Das Investitions- und Förderprogramm unterstützt Unternehmen, Infrastrukturbetreiber und Forschungseinrichtungen dabei, technologische Prototypen zur Marktreife zu führen. Zu den ausgewählten Initiativen gehört das Projekt INNO4LEGACY, das die technischen und zulassungsrechtlichen Grundlagen für die Nachrüstung bestehender Lokomotiven mit der Digitalen Automatischen Kupplung erarbeitet. Das Vorhaben SARI-Lumberjack 2 erprobt selbstfahrende, elektrisch angetriebene Güterwagen für den Verschub sowie Transporte auf kurzen Strecken. Mit der Auswertung von Lärm- und Radsatzüberwachungen befasst sich das Projekt HERD-AT, um eine internationale Datenbasis für die bedarfsgerechte Wartung von Waggons aufzubauen. Das vierte Vorhaben, SMACS4M, nutzt Künstliche Intelligenz und digitale Abbilder von Schienenfahrzeugen, um Instandhaltungsintervalle vorausschauend zu steuern. Die Umrüstung von Bestandsflotten und die Einführung automatisierter Systeme gelten in der Eisenbahnbranche als zentrales Element, um die Auslastung des Schienennetzes ohne zeitaufwendigen Trassenneubau zu erhöhen. Durch die Umstellung auf die Digitale Automatische Kupplung und prädiktive Instandhaltungsverfahren lassen sich Standzeiten in den Werkstätten reduzieren und die Umlaufgeschwindigkeiten von Güterzügen steigern. Dies sichert die betriebliche Leistungsfähigkeit von Eisenbahnverkehrsunternehmen im Wettbewerb mit dem Straßengüterverkehr. Branchenbeobachter verweisen jedoch darauf, dass der wirtschaftliche Nutzen der isoliert geförderten Einzelprojekte maßgeblich von einer europaweiten Standardisierung abhängt. Die Nachrüstung von Bestandsfahrzeugen mit komplexer Sensortechnik oder Kupplungssystemen erfordert erhebliche Folgeinvestitionen

weiterlesen »