Airbus A320neo (Foto: Cammynz).
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Air New Zealand gerät im Geschäftsjahr 2026 tief in die roten Zahlen

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Die neuseeländische Nationalfluggesellschaft Air New Zealand hat das Geschäftsjahr 2026 mit einem deutlichen finanziellen Rückschlag abgeschlossen. Nach Unternehmensangaben beläuft sich der Vorsteuerverlust für das Ende Juni beendete Geschäftsjahr auf 336 Millionen Neuseeland-Dollar.

Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum hatte die Fluggesellschaft noch einen Vorsteuergewinn von 164 Millionen Neuseeland-Dollar ausweisen können. Unter dem Strich verbleibt ein Nettoverlust von 242 Millionen Neuseeland-Dollar. Trotz dieser Entwicklung verzeichnete die Gesellschaft ein Umsatzwachstum von 3,9 Prozent auf insgesamt 7,0 Milliarden Neuseeland-Dollar.

Verantwortlich für den Umschwung von den Gewinn- in die Verlustzone waren im Wesentlichen stark gestiegene Betriebskosten. Die Airline hatte mit höheren Preisen für Luftfahrtbetriebsstoffe, gestiegenen Abgaben für Flughafeninfrastruktur und deutlich verteuerten Wartungsarbeiten zu kämpfen. Ein wesentlicher Kostenfaktor stellte die anhaltende Triebwerksproblematik dar, die durch zeitaufwendige Inspektionen an den Pratt & Whitney GTF- sowie Rolls-Royce Trent 1000-Triebwerken erzwungen wurde. Die finanziellen Sonderbelastungen aus diesem Triebwerksengpass beziffert die Führung der Fluggesellschaft auf rund 190 Millionen Neuseeland-Dollar.

Aufgrund verordneter Sonderinspektionen musste Air New Zealand temporär mehrere Flugzeuge der Typen Airbus A321neo und Boeing 787-9 am Boden belassen, was zu Kapazitätsengpässen und teuren Ausweichchartern führte. Luftfahrtanalysten weisen darauf hin, dass isolierte Inselstaaten wie Neuseeland besonders anfällig für Schwankungen bei internationalen Flugbetriebskosten und Kerosinpreisen sind. Da die Wiederherstellung der vollen Flottenstärke vom Ersatzteilnachschub der Triebwerkshersteller abhängt, bleibt die operative Beweglichkeit des Carriers auf unbestimmte Zeit eingeschränkt.

Angesichts der unbeständigen Rohölpreise und der weiterhin ungeklärten Lage bei den Flotteninspektionen verzichtet der Vorstand der Air New Zealand auf die Abgabe einer konkreten Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr 2027. Das Management leitet Sparmaßnahmen und eine Ausdünnung schwächer ausgelasteter Strecken im pazifischen Netz ein. Der mittelfristige Konsolidierungskurs hängt stark davon ab, wie schnell die technischen Mängel an den Flugzeugtriebwerken behoben werden und in welchem Maße sich die Kostenstrukturen im asiatisch-pazifischen Luftverkehrsraum stabilisieren lassen.

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