Boeing 787-8 (Foto: Adam Khan/Unsplash).
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Flottenumschichtung bei Virgin Atlantic und Kapazitätserweiterung bei LOT Polish Airlines

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Die britische Fluggesellschaft Virgin Atlantic und die polnische Staatsairline LOT Polish Airlines haben vereinbart, die Flottenstruktur im Langstreckensegment schrittweise anzupassen. Im Rahmen dieser Vereinbarung wird Virgin Atlantic zwei Flugzeuge des Typs Boeing 787-9 an die polnische Fluggesellschaft abgeben.

Der Vollzug der Flugzeugübertragung ist für das Jahr 2027 vorgesehen. Für Virgin Atlantic stellt dieser Schritt einen Teil der geplanten Verkleinerung der eigenen Boeing-787-Flotte von ursprünglich 17 auf künftig 14 Maschinen dar. Im Gegenzug verstärkt LOT Polish Airlines die Kapazitäten auf der Langstrecke, um der steigenden Nachfrage am Drehkreuz in Warschau zu begegnen.

Veränderter Flottenfokus bei Virgin Atlantic

Die Übergabe der beiden Großraumflugzeuge fügt sich in die langfristige Ausrichtung der Flotte von Virgin Atlantic ein. Bereits im Jahr 2024 hatte das britische Unternehmen angekündigt, die Anzahl der betriebenen Boeing 787-9 bis zum ersten Quartal 2028 auf 14 Einheiten zu reduzieren. Für sieben der verbleibenden Maschinen wurden langfristige Leasingverträge verlängert.

Der Schwerpunkt des Fluggeräteparks verschiebt sich damit zunehmend in Richtung des Herstellers Airbus. Virgin Atlantic setzt künftig verstärkt auf Maschinen der Baureihen A330neo und A350-1000. Die Flottenplanung sieht den Betrieb von insgesamt 19 Airbus A330-900neo, 12 Airbus A350-1000 sowie 14 Boeing 787-9 vor. Aktuell umfasst die Flotte des Unternehmens 41 aktive Flugzeuge mit einem Durchschnittsalter von 8,4 Jahren.

Kabinenkonfiguration und Fokus auf ertragsstarke Strecken

Die Entscheidung zugunsten des Airbus A330neo hängt mit der Ausrichtung von Virgin Atlantic auf ertragsstarke Strecken im Nordatlantikverkehr zusammen. Der Flugzeugtyp wird gezielt auf stark frequentierten Verbindungen wie der Strecke nach New York eingesetzt. Die Bestuhlung in diesem Modell ist auf das Premiumsegment ausgelegt und umfasst 44 Sitzplätze in der Upper Class sowie 56 Plätze in der Premium Economy.

Teil der Ausstattung an Bord des Airbus A330neo sind unter anderem zwei Suiten des Typs The Retreat Suite. Diese Einheiten bieten flache Betten mit einer Länge von gut zwei Metern, Touchscreens für das Unterhaltungssystem sowie zusätzliche Sitzmöglichkeiten, die gemeinsamen Mahlzeiten von bis zu vier Personen ermöglichen. Ergänzt wird die Kabine durch einen Gemeinschaftsbereich mit Sitzplätzen für acht Personen.

Kapazitätserweiterung bei LOT Polish Airlines

Für LOT Polish Airlines bietet die Übernahme der beiden Flugzeuge eine Möglichkeit, das Streckennetz vom Flughafen Warschau-Chopin aus auszubauen. Der polnische Markt verzeichnet eine steigende Nachfrage im Interkontinentalverkehr, der mit dem bestehenden Fluggerät nicht vollständig abgedeckt werden konnte. Der Zukauf von gebrauchten Maschinen aus dem Bestand anderer Fluggesellschaften erlaubt es LOT, Kapazitätsengpässe schneller und kostengünstiger zu überbrücken als durch Neubestellungen bei Herstellern, bei denen es in den vergangenen Jahren zu Lieferverzögerungen kam.

Neben den zwei Maschinen von Virgin Atlantic übernimmt LOT zwei weitere Boeing 787-9 von Thai Airways. Damit wächst die Langstreckenflotte des Unternehmens auf 19 Flugzeuge an. Bislang betreibt LOT 15 Maschinen der Dreamliner-Familie, darunter acht Flugzeuge der kleineren Variante 787-8 und sieben der größeren Version 787-9. Zur Abdeckung von Nachfragespitzen im Winterbetrieb nutzt die Fluggesellschaft zudem zwei Boeing 777 im Wege des Wet-Lease.

Anpassungen vor der Inbetriebnahme

Welche konkreten Seriennummern aus dem Bestand von Virgin Atlantic an LOT übertragen werden, ist von beiden Unternehmen bislang nicht spezifiziert worden. Vor dem Einsatz im Streckennetz der polnischen Airline werden die Flugzeuge einer Kabinenüberarbeitung unterzogen. Eine vollständige Neukonfiguration der Innenräume ist jedoch nicht vorgesehen, da die bisherige Bestuhlung von Virgin Atlantic den Anforderungen von LOT nahekommt. Dadurch verringern sich der zeitliche Aufwand für Zulassungsverfahren sowie die erforderlichen Umbauarbeiten am Fluggerät vor der geplanten Inbetriebnahme im Jahr 2027.

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