Der Flughafen Köln/Bonn hat in den Sommerferien 2026 mehr als 1,8 Millionen Passagiere verzeichnet. Dies entspricht einem Zuwachs von rund fünf Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Den verkehrsreichsten Tag erfasste der Airport am Sonntag, dem 30. August, mit etwa 43.400 Reisenden. Während des Ferienbetriebs flogen insgesamt 26 Fluggesellschaften von Köln/Bonn aus 115 internationale Ziele in 38 Ländern an. Das stärkste Passagieraufkommen entfiel dabei traditionell auf Verbindungen nach Spanien und in die Türkei, wobei die Strecken nach Palma de Mallorca und Antalya die höchsten Buchungszahlen aufwiesen.
Pünktlich zum Beginn der verkehrsintensiven Sommermonate nahm der Flughafenbetreiber in Terminal 1 eine modernisierte Sicherheitskontrollstelle in Betrieb. Die Anlage ist flächendeckend mit neuer Computertomografie-Technologie (CT-Scanner) ausgestattet. Diese Messgeräte ermöglichen eine dreidimensionale Analyse des Handgepäcks, wodurch das Auspacken von elektronischen Geräten entfällt. Die veränderten Bestimmungen erlauben es Passagieren zudem, größere Mengen an Flüssigkeiten im Handgepäck mitzuführen. Ergänzend installierte die Flughafenverwaltung eine speziell ausgewiesene Abfertigungsspur für Familien mit Kindern, um die Abläufe im Terminalbereich zu beschleunigen.
Für die Monate September und Oktober rechnet die Geschäftsführung unter Thilo Schmid mit anhaltend hohen Passagierzahlen von jeweils rund einer Million Fluggästen. Das anhaltende Wachstum im Privatreisesektor gleicht das nach wie vor geschwächte Inlands- und Geschäftsreisesegment am Standort Köln/Bonn teilweise aus. Die Steigerung des Verkehrsaufkommens stützt sich vor allem auf das Angebot von Low-Cost-Anbietern und touristischen Chartergesellschaften, welche ihr Streckennetz ab dem rheinländischen Flughafen schrittweise ausgebaut haben.
Luftfahrtexperten verweisen darauf, dass die Investitionen in modernere Sicherheitsinfrastrukturen ein notwendiger Schritt sind, um Engpässe und längere Wartezeiten bei Abfertigungsspitzen zu vermeiden. Die Bewältigung hoher Passagierspitzen erfordert jedoch neben der Beschaffung neuer Hardware weiterhin die verlässliche personelle Besetzung der Kontrollspuren durch die beauftragten Sicherheitsdienstleister. Ob das operative Ergebnis des Flughafens nachhaltig vom touristischen Sommergefährten profitiert, bleibt angesichts hoher Standort- und Gebührenkosten im deutschen Luftverkehrsmarkt abzuwarten.