ÖAMTC (Foto: Robert Spohr).
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ÖAMTC startet plattformübergreifendes Portal für Mobilitätsangebote

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Der Österreichische Automobil-, Motorrad- und Touringclub (ÖAMTC) steigt mit der Plattform „ÖAMTC Easy Way“ in die digitale Vermittlung von Sharing-Angeboten ein.

Über das neue Portal erhalten Mitglieder des Automobilclubs Zugang zu verschiedenen Carsharing- und Bikesharing-Diensten in Österreich. Das System nutzt den bestehenden Identifikationszugang der Nutzer, wodurch nach einmaliger Führerscheinüberprüfung die Inanspruchnahme unterschiedlicher Anbieter ohne separate Registrierungen möglich wird. Die Abrechnung der genutzten Fahrten erfolgt gebündelt über eine monatliche Sammelrechnung direkt durch den Club.

Zum Start der Plattform kooperiert der ÖAMTC mit dem regionalen Anbieter tim Graz, dem Leihradsystem Radland NÖ/nextbike sowie dem Verein Carsharing Österreich (CSÖ). Nach Angaben von ÖAMTC-Direktor Ernst Kloboucnik versteht der Club die Initiative als Ergänzung zum privaten Fahrzeugbesitz und zum öffentlichen Personennahverkehr. Für die Nutzung des Portals werden seitens des ÖAMTC keine zusätzlichen Grund- oder Registrierungsgebühren erhoben; die Abrechnung orientiert sich an den Tarifen der jeweiligen Kooperationspartner. Das Angebot soll schrittweise um weitere regionale Partner und Flottenbetreiber ergänzt werden.

Mit dem Schritt reagiert der Traditionsverein auf den Wandel im Mobilitätsverhalten und die zunehmende Zersplitterung des Marktes für Mietfahrzeuge. Durch die Integration regionaler Sharing-Betreiber in eine zentrale Schnittstelle versucht der ÖAMTC, die organisatorischen Hürden bei der Nutzung unterschiedlicher Leihsysteme zu senken. Das Konzept orientiert sich an internationalen Ansätzen zur digitalen Vernetzung von Verkehrsträgern, um die Auslastung bestehender Fahrzeugflotten zu erhöhen und die Kombination von Bahn, Leihrad und Auto zu erleichtern.

Branchenbeobachter weisen jedoch darauf hin, dass Plattformlösungen im Bereich der geteilten Mobilität in der Praxis vor Herausforderungen stehen. Der wirtschaftliche Erfolg hängt maßgeblich von der Abdeckung außerhalb der städtischen Ballungsräume ab, wo das Angebot an Car- und Bikesharing-Fahrzeugen bislang oft lückenhaft ist. Zudem erfordert die Anbindung unterschiedlicher technischer Schnittstellen der Drittanbieter einen dauerhaften administrativen Aufwand, während die tatsächliche Akzeptanz durch die Clubmitglieder vom preislichen Gefüge und der Verfügbarkeit der Fahrzeuge in der Fläche bestimmt wird.

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