Die Fahrgastschifffahrtsgesellschaft DDSG Blue Danube und der Wiener Praterverband setzen ihre gemeinsame Vertriebskooperation zum Schulbeginn fort.
Das Angebot kombiniert eine zweistündige Schifffahrt auf der Donau mit einer wiederaufladbaren Guthabenkarte für den Vergnügungspark im zweiten Wiener Gemeindebezirk. Die Partner erhoffen sich durch das gebündelte Ticketpaket eine stabile Auslastung auf den Ausflugsschiffen sowie ein vergrößertes Besucheraufkommen in den Fahrgeschäften und Gastronomiebetrieben des Wurstelpraters.
Das Kombiticket wird zu einem Festpreis von 49 Euro angeboten und beinhaltet neben der Schiffsrundfahrt ein Guthaben von 15 Euro auf der sogenannten Pratercard. Die Donaufahrten werden von Mittwoch bis Sonntag dreimal täglich ab dem Schifffahrtszentrum an der Reichsbrücke durchgeführt und führen entlang städtebaulicher Orientierungspunkte wie der UNO City, dem Donauturm und der Donauinsel. Das Binnenschifffahrtsunternehmen befindet sich im gemeinsamen Besitz des Verkehrsbueros und der städtischen Wien Holding, während der Praterverband die Interessen der privaten Standbetreiber und Gastronomen vertritt.
Die Wiederauflage der Aktion erfolgt im Kontext des 260-jährigen Bestehens des Praterareals als öffentlicher Erholungsraum. Neben der Ermäßigung bei ausgewählten Attraktionen zielt das Ticketkonzept darauf ab, Ausflugsgäste und Familien nach den Sommerferien gezielt in den Bezirk Leopoldstadt zu lenken. Nach Aussagen von Praterverbands-Präsidentin Silvia Lang und Bezirksvorsteher Alexander Nikolai soll die Vernetzung lokaler Freizeit- und Transportangebote die wirtschaftliche Wertschöpfung im Nahbereich der Donau sichern.
Branchenbeobachter verweisen darauf, dass Verbundangebote im urbanen Tagestourismus zunehmend genutzt werden, um kaufkraftabhängige Schwankungen im Ausflugsverkehr auszugleichen. Durch den Vertrieb über digitale Kanäle der DDSG Blue Danube versuchen die Betreiber, Betriebskosten im Einzelkartenverkauf zu reduzieren. Kritisch anzumerken bleibt jedoch, dass der tatsächliche Preisvorteil für den Verbraucher stark von der individuellen Nutzung der teilnehmenden Attraktionen abhängt, da nicht alle Fahrgeschäfte und Gastronomiebetriebe im Prater das Kartensystem uneingeschränkt unterstützen.