Der Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) schließt den Reise- und Ferienmonat August 2026 mit einem weitgehend unveränderten Passagieraufkommen ab. Nach den aktuellen Verkehrszahlen des Flughafenbetreibers nutzten im vergangenen Monat rund 2,45 Millionen Fluggäste die Terminals der Hauptstadtregion.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat August 2025 entspricht dies einem geringfügigen Anstieg um knapp 10.000 Passagiere beziehungsweise 0,4 Prozent. Über den gesamten Verlauf der Berliner und Brandenburger Sommerferien hinweg verzeichnete der Hauptstadtflughafen insgesamt etwa 3,7 Millionen Fluggäste. Der Spitzentag der Reiseperiode lag mit 87.957 Passagieren auf dem ersten Sonntag des Monats, dem 2. August 2026.
Während das Passagieraufkommen auf dem Niveau des Vorjahres verharrte, ging die Zahl der Flugbewegungen leicht zurück. Im August wurden am BER knapp 16.600 Starts und Landungen registriert, was einem Minus von einem Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres entspricht. Dies deutet auf eine im Durchschnitt höhere Sitzplatzauslastung der eingesetzten Maschinen hin. Deutlichere Einbußen verzeichnete die Flughafengesellschaft hingegen im Frachtgeschäft: Das Luftfrachtaufkommen sank im August 2026 um 10,3 Prozent auf insgesamt 4.469 Tonnen umgeschlagener Güter.
Im Vergleich zu anderen deutschen Großflughäfen zeigt die Entwicklung am Standort Berlin Brandenburg eine anhaltend schleppende Dynamik. Die Erholung des Passagierverkehrs nach der Pandemie verläuft am BER weiterhin langsamer als an internationalen Drehkreuzen wie Frankfurt oder München. Luftfahrtjournalisten führen dies unter anderem auf die veränderte Routenplanung von Billigfluggesellschaften wie Ryanair und Easyjet zurück, die Teile ihrer Flotte aufgrund hoher Standortkosten und staatlicher Abgaben in Deutschland auf europäische Auslandsmärkte verlagert haben.
Branchenexperten betonen zudem, dass das verhaltene Wachstum die finanzielle Konsolidierung der Flughafengesellschaft FBB erschwert. Angesichts der weiterhin hohen Schuldenlast aus der Bauphase sowie anhaltender Beschwerden von Anwohnern über die Fluglärmbelastung in den umliegenden Gemeinden steht das Management unter Druck, den Ertrag pro Passagier zu steigern. Das rückläufige Cargo-Volumen unterstreicht zudem die nach wie vor geringe Relevanz des Standorts im globalen Frachtlinienverkehr, da Großraumflugzeuge mit interkontinentaler Frachtkapazität am BER nach wie vor die Ausnahme bilden.