Die niederländische Fluggesellschaft KLM Royal Dutch Airlines hat das 90-jährige Bestehen ihrer Linienverbindung zwischen Wien und Amsterdam begangen.
Der Anlass wurde im Rahmen einer Veranstaltung im Museum für angewandte Kunst (MAK) in Wien gefeiert, an der Vertreter aus Diplomatie, Wirtschaft und Medien teilnahmen. Unter den Gästen befanden sich der Botschafter des Königreichs der Niederlande in Österreich, Peter Potman, die Generaldirektorin des MAK, Lilli Hollein, sowie Guido Hackl, Vertriebsleiter von Air France-KLM für Österreich.
Die Flugverbindung zwischen den beiden Hauptstädten wurde am 20. April 1936 im Rahmen des damaligen „Blue Danube Express“ eingerichtet. Nach einer Unterbrechung durch den Zweiten Weltkrieg nahm KLM die Strecke am 31. Juli 1949 wieder auf und betreibt sie seither ohne Unterbrechung. Derzeit bedient die Airline die Route im Sommerflugplan bis zu viermal täglich ab dem Flughafen Wien-Schwechat. Über das Drehkreuz Amsterdam Schiphol bindet die Fluggesellschaft den österreichischen Markt an das globale Streckennetz der Muttergesellschaft Air France-KLM an. Gleichzeitig begeht die Konzernschwester Air France 2026 das 60-jährige Bestehen ihrer Direktverbindung zwischen Wien und Paris Charles de Gaulle, die seit dem 1. Juni 1966 bedient wird.
Die Präsenz der Franko-Niederländischen Luftfahrtgruppe auf dem österreichischen Markt steht im Kontext eines intensiven Wettbewerbs an europäischen Drehkreuzen. Neben der Anbindung an die Drehkreuze Amsterdam und Paris konkurrieren die Partnergesellschaften mit der Lufthansa-Gruppe, zu der der lokale Hub-Carrier Austrian Airlines gehört, sowie mit Billigfluggesellschaften auf Kurzstrecken. Für Air France-KLM bildet das Aufkommen an Transferpassagieren aus Österreich eine wichtige Grundlage, um die Auslastung auf Interkontinentalstrecken ab den Drehkreuzen Schiphol und Charles de Gaulle stabil zu halten.
Luftfahrtanalysten weisen jedoch darauf hin, dass die operative Abwicklung am Standort Amsterdam Schiphol durch kapazitäre Obergrenzen und administrative Einschränkungen der niederländischen Regulierungsbehörden gefordert bleibt. Fluggesellschaften stehen vor der Aufgabe, trotz fester Flugkontingente und steigender Entgelte an europäischen Großflughäfen eine gleichbleibende Pünktlichkeit und Profitabilität im Netzwerkverkehr sicherzustellen. Die langfristige Sicherung der Frequenzen von und nach Wien hängt somit maßgeblich von den Kapazitätsentscheidungen an den zentralen Drehkreuzen ab.