Das Düsseldorfer Verkehrsunternehmen Rheinbahn hat die neue Stadtbahnlinie U81 offiziell in Betrieb genommen. Die Trasse stellt eine direkte Schienenverbindung zwischen dem Flughafen Düsseldorf, dem Messegelände und der benachbarten Merkur Spiel-Arena her.
Im Zuge der Inbetriebnahme wurde die bisher auf dieser Strecke verkehrende Buslinie 896 eingestellt. Der Betrieb der neuen Stadtbahnlinie erfolgt bedarfsorientiert bei größeren Messen, Kongressen und Sportveranstaltungen, während der reguläre Linienverkehr zu verkehrsarmen Zeiten ruht.
Ihren ersten regulären Einsatztag absolvierte die Linie U81 im Rahmen des Caravan Salons auf dem Düsseldorfer Messegelände. Durch den Umstieg vom Bus- auf den Schienenverkehr verkürzen sich die Reisezeiten für Fahrgäste messbar: Die Fahrzeit vom Flughafen zum Messegelände reduziert sich von zuvor 16 Minuten auf sieben Minuten, während die Fahrt in der Gegenrichtung nun fünf statt bisher zehn Minuten in Anspruch nimmt. Die Bahnen verkehren bei Veranstaltungen im 20-Minuten-Takt und ergänzen das bestehende Angebot der Stadtbahnlinie U78.
Die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts ist Teil eines umfassenden Ausbauprojekts der Landeshauptstadt Düsseldorf zur besseren Anbindung des Flughafens an das regionale Nahverkehrsnetz. Neben dem bereits realisierten Trassenabschnitt sind weitere Bauabschnitte geplant, die eine Verlängerung über den Rhein in Richtung Neuss sowie eine Anbindung der östlich gelegenen Städte Ratingen und Solingen vorsehen. Damit soll das Düsseldorfer Stadtbahnnetz langfristig eine leistungsfähigere Querverbindung im Norden der Region erhalten.
Verkehrsplaner verweisen darauf, dass die rein veranstaltungsbezogene Taktung der U81 im ersten Bauabschnitt die wirtschaftliche Auslastung der Infrastruktur an betriebsfreien Tagen einschränkt. Die volle verkehrliche Wirkung wird das Projekt erst mit dem Lückenschluss der Folgeabschnitte über die Rheinquerung entfalten können. Bis dahin bleibt das Angebot auf die Spitzenzeiten des Messe- und Veranstaltungsbetriebs konzentriert, während Pendler außerhalb dieser Zeitfenster weiterhin auf alternative Verbindungen angewiesen sind.