Airbus A340 (Foto: Swiss International Air Lines Ltd.).
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Swiss spendet Airbus A340-300 an Verkehrshaus Luzern

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Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss International Air Lines und das Verkehrshaus der Schweiz in Luzern arbeiten gemeinsam an einem Projekt zur Bewahrung eines Ausrufezeichens der nationalen Zivilluftfahrtgeschichte.

Ein Großraumflugzeug des Typs Airbus A340-300 soll nach dem Ende seines regulären Liniendienstes als dauerhaftes Ausstellungsstück im Freigelände vor der Halle für Luft- und Raumfahrt in Luzern aufgestellt werden. Das Vorhaben steht jedoch vor erheblichen technischen, finanziellen und logistischen Herausforderungen. Eine endgültige Entscheidung über die Realisierung hängt von Machbarkeitsstudien, der Erteilung aller behördlichen Genehmigungen sowie der Sicherstellung der Finanzierung ab, die bis Ende 2026 abgeschlossen sein muss. Der Zieltermin für die Aufstellung des Flugzeugs auf dem Museumsgelände ist für Anfang 2028 angesetzt.

Ende der Ära vierstrahliger Langstreckenflugzeuge bei der Swiss

Der Airbus A340-300 bildete über zwei Jahrzehnte einen zentralen Baustein der Langstreckenflotte der Fluggesellschaft Swiss und verband die Schweiz mit internationalen Destinationen in Nord- und Südamerika, Asien sowie Afrika. Die Einführung dieses Typs erfolgte im Jahr 2003, als die neu gegründete Fluggesellschaft den Flugbetrieb der insolventen Swissair sowie Teile der Regionalfluggesellschaft Crossair übernahm. Im Laufe der Zeit ersetzte die Fluggesellschaft ältere Muster wie die MD-11 und richtete ihre Langstreckenflotte auf den Airbus A340-300 aus.

Mit dem schrittweisen Ersatz dieser Zwillings- und Vierstrahler durch moderne zweistrahlige Flugzeuge wie die Boeing 777-300ER und den künftigen Einsatz des Airbus A350-900 nähert sich der Einsatz des A340-300 bei der Swiss seinem Ende. Der Rückzug dieses Typs markiert den dauerhaften Abschied von vierstrahligen Passagierflugzeugen in der Flotte des Schweizer Mutterkonzerns, der zur Lufthansa Group gehört. Jens Fehlinger, Chief Executive Officer von Swiss, betonte, dass der A340-300 über viele Jahre hinweg ein prägendes Element der eigenen Schweizer Flotte war und ein Stück Luftfahrtgeschichte des Landes repräsentiert.

Integration in das Ausstellungskonzept des Verkehrshauses

Das Vorhaben im Verkehrshaus der Schweiz sieht vor, das Flugzeug nicht rein als statisches Objekt im Außenbereich abzustellen, sondern den Innenraum für Besucher zugänglich zu machen. Die Kabine soll so umgestaltet werden, dass Einblicke in den Passagierbetrieb, die Flugzeugtechnik und die Abläufe eines Langstreckenfluges vermittelt werden. Damit würde das Flugzeug ein zentrales Exponat der ständigen Ausstellung zur zivilen Luftfahrt werden.

In der Sammlung des Museums schließt der Airbus A340-300 an bestehende historische Großexponate an. Auf dem Areal befindet sich bereits eine Convair CV-990 Coronado der einstigen Swissair, die ebenfalls über vier Strahltriebwerke verfügt und die Epoche der frühen Jet-Luftfahrt repräsentiert. Martin Ettlinger, Direktor des Verkehrshauses der Schweiz, bezeichnete die geplante Übernahme als eine Gelegenheit, ein Kapitel der Schweizer Transportgeschichte zu erhalten. Er wies zugleich auf die außergewöhnlichen Dimensionen und die Komplexität des Vorhabens hin.

Logistischer Aufwand und Überlandtransport von Zürich nach Luzern

Die Überführung eines Flugzeugs dieser Größe stellt die Logistikplanung vor beispiellose Aufgaben. Der Airbus A340-300 weist ein Leergewicht von rund 125 Tonnen, eine Länge von gut 63 Metern und eine Spannweite von über 60 Metern auf. Da der Museumstandort in Luzern über keinen eigenen Flugplatz mit ausreichender Pistenlänge für Großraumflugzeuge verfügt, ist eine Landung direkt vor Ort ausgeschlossen. Das Flugzeug muss nach seiner Außerdienststellung auf dem Flughafen Zürich-Kloten teilzerlegt und vorbereitet werden.

Der anschließende Transport nach Luzern erfordert die Beförderung über Straßen, Autobahnabschnitte oder Wasserwege wie den Vierwaldstättersee. Für die Streckenführung müssen Fahrbahnen vermessen, Brücken auf ihre Tragfähigkeit geprüft und Lichtsignale sowie Fahrleitungsinfrastrukturen temporär demontiert werden. Zudem sind bauliche Anpassungen auf dem Museumsgelände selbst erforderlich, um das hohe Gesamtgewicht des Flugzeugs auf dem Untergrund der Freifläche dauerhaft sicher abzustützen. Die genauen Details dieser Etappe werden derzeit im Rahmen technischer Machbarkeitsstudien mit den zuständigen kantonalen und eidgenössischen Behörden erarbeitet.

Finanzierung und Entscheidungskriterien bis Ende 2026

Während die Fluggesellschaft Swiss das Flugzeug selbst als Sachspende zur Verfügung stellt, liegen die finanziellen Aufwendungen für den Transport, die Demontage und Remontage, die Fundamentierung sowie den Umbau des Innenraums beim Verkehrshaus der Schweiz. Die Gesamtkosten für das Projekt werden auf einen hohen einstelligen Millionen-Franken-Betrag geschätzt. Die Übernahme dieser Kosten soll nicht aus dem laufenden Budget des Museums erfolgen, sondern über private Mittel, Stiftungen, Gönner und Unternehmungssponsoren abgedeckt werden.

Für die Einwerbung der erforderlichen Finanzmittel wurde ein eigenes Gremium unter der Leitung von Christoph Franz gebildet. Franz ist Präsident des Vereins Verkehrshaus der Schweiz und war in der Vergangenheit als Chief Executive Officer der Swiss sowie der Lufthansa tätig. Das Gremium führt Verhandlungen mit potenziellen Geldgebern. Beide Projektpartner haben klar festgelegt, dass das Projekt erst dann endgültig freigegeben wird, wenn die Finanzierung bis Ende 2026 vollständig gesichert ist und alle behördlichen Genehmigungen vorliegen. Fehlt eine dieser Voraussetzungen, kann der Flugzeugtransport nicht wie geplant bis Anfang 2028 umgesetzt werden.

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