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Braathens Regional Airlines: Eigentümerfonds übernimmt sämtliche Anteile

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Der schwedische Investmentfonds Braganza, welcher sich im Besitz der Familie Braathen befindet, hat die verbliebenen Unternehmensanteile an Braathens Regional Airlines vollständig übernommen.

Zuvor hielt der Fonds 81 Prozent der Anteile, während die restlichen 19 Prozent vom schwedischen Pensionsfonds AMF Pensionsförsäkring gehalten wurden. Per G. Braathen, Aufsichtsratsvorsitzender von Braganza und der Fluggesellschaft, bestätigte den Erwerb gegenüber Fachmedien. Der Ausstieg des Pensionsfonds erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender wirtschaftlicher Schwierigkeiten des regionalen Luftfahrtunternehmens, das im Herbst 2024 ein Restrukturierungsverfahren im Rahmen einer Unternehmensreorganisation nach schwedischem Recht durchlaufen hatte.

Zur Absicherung des laufenden Betriebs führte Braganza dem Unternehmen 100 Millionen schwedische Kronen als Eigenkapital zu und gewährte zusätzlich ein Darlehen in Höhe von 60 Millionen schwedische Kronen. Bereits zu Jahresbeginn hatte die Fluggesellschaft SAS Scandinavian Airlines ein Darlehen von 50 Millionen schwedische Kronen bereitgestellt. Hintergrund dieser finanziellen Verflechtung ist eine mehrjährige ACMI-Vereinbarung zwischen beiden Gesellschaften. Im Rahmen dieser Kooperation betreibt Braathens Regional Airlines Fluggerät im Wet-Lease-Verfahren für SAS, um Zubringerverbindungen an den skandinavischen Drehkreuzen zu bedienen.

Der vollständige Übergang der Anteile an den bisherigen Haupteigentümer ist Teil einer operativen Neuausrichtung des Unternehmens. Braathens Regional Airlines hatte in der Vergangenheit eigene Linienverbindungen vom Heimatflughafen Stockholm-Bromma schrittweise reduziert, um sich verstärkt auf Auftragsflüge für andere Fluggesellschaften sowie den Charterverkehr zu konzentrieren. Die Verlagerung des Geschäftsschwerpunkts auf das Kapazitätsgeschäft für Drittanbieter spiegelt den veränderten Bedarf im nordischen Regionalflugverkehr wider, wo steigende Betriebskosten und veränderte Passagierzahlen die Margen im Liniennetz belasten.

Branchenanalysten bewerten die erneute Kapitalzufuhr durch die Eigentümerfamilie als notwendigen Schritt zur Sicherung der Liquidität, weisen jedoch auf die Risiken der hohen Abhängigkeit vom Großkunden SAS hin. Die Tragfähigkeit des Geschäftsmodells hängt künftig maßgeblich davon ab, ob die vereinbarten Flugstunden im Wet-Lease-Segment profitabel abgewickelt werden können. Sollten die Nachfrage im skandinavischen Inlandsverkehr weiter stagnieren oder die Kosten für Personal und Flotteninstandhaltung steigen, könnten trotz der erfolgten Kapitalzuführungen weitere Anpassungen der Flottengröße erforderlich werden.

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