Airbus A319 (Foto: Pedro Aragão).
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Volotea erwägt vorübergehende Schließung der Standorte Palermo und Neapel

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Die spanische Regionalfluggesellschaft Volotea prüft die zeitweise Aussetzung ihres Basisbetriebs an den süditalienischen Flughäfen Palermo und Neapel. Der operative Schließungszeitraum soll nach aktuellen Plänen vom Herbst 2026 bis zum Sommer 2027 reichen.

Dies geht aus Stellungnahmen der italienischen Transportgewerkschaft Uiltrasporti hervor, die im Anschluss an Verhandlungen mit Vertretern der Fluggesellschaft und des italienischen Arbeitsministeriums veröffentlicht wurden. Um die finanziellen Folgen für das betroffene Kabinen- und Cockpitpersonal abzufedern, wird derzeit die Inanspruchnahme staatlicher Lohnersatzleistungen im Rahmen des italienischen Sozialplansystems geprüft.

Die Gewerkschaftsführung verlangt von der Unternehmensleitung von Volotea eine genaue Offenlegung der betroffenen Arbeitsplätze sowie verbindliche Angebote für Versetzungen an andere italienische Stützpunkte wie Florenz, Verona oder Ancona. Darüber hinaus fordert die Arbeitnehmervertretung höhere Abfindungs- und Ausgleichszahlungen für Beschäftigte, die sich zu einem freiwilligen Standortwechsel bereit erklären. Die Verhandlungen zwischen Unternehmensführung, Ministerium und Gewerkschaften sollen am 29. September 2026 fortgesetzt werden. Eine finale Entscheidung über die Schließung der beiden operativen Basen ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht getroffen worden.

Die Überlegungen zur Schließung der Basen in Süditalien stehen im Zusammenhang mit betrieblichen Kapazitätsanpassungen des Anbieters im hart umkämpften italienischen Inlands- und Regionalverkehr. Volotea sieht sich auf den Strecken ab Neapel und Palermo einer intensiven Konkurrenz durch Großanbieter wie Ryanair, Easyjet und Wizz Air ausgesetzt, die an den Hauptflughäfen des Landes über eine höhere Flottendichte verfügen. Die Konsolidierung des Flugbetriebs auf etabliertere Stützpunkte im Norden und Mitte Italiens zielt darauf ab, die saisonalen Auslastungsschwankungen in den Wintermonaten zu begrenzen.

Branchenexperten betonen, dass die vorübergehende Aussetzung von Basisstandorten typisch für das flexible Betriebsmodell regionaler Low-Cost-Fluggesellschaften ist, um Ertragsrisiken im Winterhalbjahr zu reduzieren. Gleichzeitig birgt der Schritt organisatorische Gefahren für das Unternehmen: Durch erzwungene Versetzungen oder Freistellungen droht der Verlust von geschultem Personal an Mitbewerber auf dem italienischen Markt. Zudem bleibt unklar, in welchem Umfang Volotea nach einer potenziellen Wiedereröffnung im Sommer 2027 Flugrechte und Abfertigungskapazitäten an den Standorten Palermo und Neapel zurückgewinnen kann.

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