Die am Flughafen Mönchengladbach ansässige Alpha Air GmbH vergrößert ihre betrieblichen Kapazitäten am Standort maßgeblich. Das auf die Wartung und Instandhaltung von Geschäftsreiseflugzeugen spezialisierte Unternehmen zieht von seiner bisherigen Wartungshalle in ein größeres Objekt auf dem Flughafenareal um.
Durch die Übernahme der neuen Luftfahrzeughalle verdreifacht sich die nutzbare Wartungsfläche des Betriebs von bisher rund 1.200 Quadratmetern auf künftig etwa 3.600 Quadratmeter. Die Investition dient der Bewältigung einer steigenden Nachfrage im Segment der Business Aviation sowie der technischen Ausrichtung auf größere Flugzeugklassen. Der reguläre Betrieb in den erweiterten Räumlichkeiten ist nach Abschluss der erforderlichen Anpassungs- und Umbaumaßnahmen für das zweite Quartal 2027 terminiert.
Erweiterung des technischen Leistungsspektrums auf größere Flugzeugtypen
Die Bereitstellung der dreifachen Hallenfläche ermöglicht es dem Instandhaltungsbetrieb, parallele Wartungsabläufe an mehreren Maschinen durchzuführen und komplexere Arbeitsumfänge zu übernehmen. Alpha Air hat sich seit der Ansiedlung am Flughafen Mönchengladbach im Jahr 2021 vor allem auf die Betreuung von Flugzeugen der Cessna-Citation-Reihe sowie anderer Business-Jet-Muster fokussiert. Mit dem Umzug sollen künftig auch größere Modelle der Midsize- und Super-Midsize-Kategorie in das Portfolio aufgenommen werden.
Zu den Zielmustern gehören unter anderem die Cessna Citation Sovereign sowie die Sovereign+ (Model 680), die Citation Latitude (Model 680A) und die Citation Longitude (Model 700). Zudem soll die bestehende Kompetenz bei der Betreuung der Pilatus PC-24 weiter vertieft werden. Serkan Akin, Accountable Manager der Alpha Air GmbH, verwies darauf, dass die neue Halleninfrastruktur die operative Flexibilität erhöht, um größere Maschinen aufzunehmen und gleichzeitig anspruchsvolle Wartungsprojekte nebeneinander abzuwickeln.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Standortentwicklung in Mönchengladbach
Der Verkauf der Luftfahrzeughalle an das Wartungsunternehmen wird von der Flughafenleitung als Schritt zur Verfestigung des Standorts im Segment der Allgemeinen Luftfahrt gewertet. Andreas Ungar, Geschäftsführer der Flughafengesellschaft Mönchengladbach GmbH, betonte, dass der Flächenverkauf die Voraussetzungen schafft, um den steigenden Bedarf an technischen Dienstleistungen im Segment der Geschäftsreisefliegerei zu bedienen. Der Flughafen Mönchengladbach hat sich in den vergangenen Jahren verstärkt als Spezialstandort für Flugzeugwartung, Ausbildung und gewerblichen Gelegenheitsverkehr abseits der großen Verkehrsdrehkreuze positioniert.
Bei der Durchführung des Projekts arbeiteten die Betreibergesellschaft des Flughafens, die WFMG Wirtschaftsförderung Mönchengladbach GmbH sowie die EWMG Entwicklungsgesellschaft der Stadt Mönchengladbach mbH zusammen. Erfan Yar, Geschäftsführer und Inhaber der Alpha Air GmbH, hob das Zusammenspiel der lokalen Institutionen bei der Aushandlung der Standortbedingungen hervor. Die Investition sichert dem Instandhaltungsbetrieb langfristige Entfaltungsmöglichkeiten am Flughafen Schönhagen beziehungsweise Mönchengladbach.
Personalaufbau und Qualifizierung von Fachkräften in der Luftfahrttechnik
Mit der Ausweitung der Hallenkapazitäten ist ein Ausbau des Personalstands bei Alpha Air verbunden. Der Betrieb beabsichtigt, zusätzliche Techniker und Mechaniker einzustellen, um die geplanten Wartungskapazitäten auszulasten. Vor dem Hintergrund des branchenweiten Mangels an qualifiziertem Fachpersonal in der Luftfahrttechnik soll zeitgleich das betriebliche Ausbildungsprogramm ausgebaut werden. Ziel ist die schrittweise Qualifizierung von Nachwuchskräften direkt am Standort.
Die Maßnahme fügt sich in die Gesamtstruktur des Flughafens Mönchengladbach ein, der neben Wartungsbetrieben auch verschiedenen Flugschulen und flugtechnischen Gewerben Raum bietet. Bis zum geplanten Betriebsbeginn im zweiten Quartal 2027 werden an der neu erworbenen Halle bauliche Sanierungen, energetische Modernisierungen und infrastrukturelle Anpassungen durchgeführt, um die Räumlichkeiten an die Vorschriften der europäischen Luftfahrtbehörden für Instandhaltungsbetriebe anzupassen.