Die deutsche Fluggesellschaft Eurowings nimmt im Rahmen des kommenden Winterflugplans 2026/27 mehrere neue Punkt-zu-Punkt-Verbindungen auf und erweitert bestehende Strecken.
Ab dem Flughafen Berlin-Brandenburg verbindet die Lufthansa-Tochter die deutsche Hauptstadt ab dem 2. November 2026 dreimal wöchentlich mit dem Flughafen Bologna. Die Umläufe nach Norditalien sind jeweils für die Verkehrstage Montag, Freitag und Sonntag terminiert. Zudem baut die Fluggesellschaft ihr Angebot an ihren operativen Basen in Düsseldorf und Prag für die Wintermonate gezielt aus.
Vom Drehkreuz Düsseldorf aus werden zwei bislang rein saisonale Sommerstrecken erstmals durchgehend im Winterflugplan fortgeführt. Die Verbindung in die estnische Hauptstadt Tallinn wird mit zwei wöchentlichen Flügen bedient. Zusätzlich erhöht der Carrier die Frequenz nach Mailand-Linate auf bis zu zwei tägliche Umläufe. Zusammen mit den Flügen zum Flughafen Mailand-Malpensa bietet Eurowings ab Nordrhein-Westfalen damit bis zu fünf tägliche Verbindungen in die norditalienische Wirtschaftsausrichtung an. Gleichzeitig erweitert die Gesellschaft ihr Winterangebot ab Prag und fliegt ab dem 20. Dezember 2026 einmal wöchentlich sonntags nach Rovaniemi in Finnland.
Die Ergänzungen im Streckennetz spiegeln die Ausrichtung von Eurowings wider, die Kapazitäten im Punkt-zu-Punkt-Verkehr abseits des klassischen Drehkreuzverkehrs von Lufthansa zu verdichten. Durch die Aufstockung von Frequenzen auf ertragsstarken Rennstrecken wie Mailand sowie die Bedienung von Nischenzielen im Wintertourismus versucht die Airline, die saisonale Auslastung ihrer Flotte zu optimieren. Der Standort Prag dient dabei zunehmend als regionale Basis für den Vertrieb von skandinavischen Winterzielen in Osteuropa.
Branchenexperten weisen jedoch darauf hin, dass die kontinuierliche Expansion in europäische Nischenmärkte mit betrieblichen und wirtschaftlichen Unsicherheiten verbunden ist. Insbesondere reine Winterverbindungen nach Nordeuropäischer Peripherie wie Rovaniemi weisen eine starke Abhängigkeit von saisonaler Touristiknachfrage auf und bieten kaum Spielraum für ganzjährige Erträge. Zudem erhöht die Aufteilung des Mailänder Flugbetriebs auf zwei unterschiedliche Flughäfen (Linate und Malpensa) den logistischen Aufwand in der Bodenabfertigung und Flugplanung für den Carrier.