Airbus A321XLR (Foto: Flughafen Wien AG).
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Mit A321XLR: American Airlines baut in Richtung Südamerika aus

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Die US-amerikanische Fluggesellschaft American Airlines bereitet eine Anpassung ihres Streckennetzes nach Südamerika vor und setzt dabei auf den Einsatz des Schmalrumpfflugzeugs Airbus A321XLR.

Das in Fort Worth ansässige Oneworld-Gründungsmitglied beabsichtigt, den neuen Flugzeugtyp nach der schrittweisen Auslieferung weiterer Maschinen nicht mehr ausschließlich auf transatlantischen und US-transkontinentalen Routen einzusetzen, sondern verstärkt auf Strecken in Richtung Lateinamerika zu bedienen. Das Hauptdrehkreuz für diesen operativen Schwerpunkt bildet der Miami International Airport, von dem aus bereits der Großteil der Südamerika-Flüge des Unternehmens abgewickelt wird. Durch den Einsatz des langstreckentauglichen Standardrumpfflugzeugs reagiert American Airlines auf veränderte Nachfragestrukturen und saisonale Schwankungen in den globalen Teilmärkten. Die Erweiterung der Flotte soll es der Fluggesellschaft ermöglichen, neue Zielgebiete anzusteuern, Frequenzen auf bestehenden Verbindungen aufzustocken und Flugzeiten flexibler an saisonale Nachfragespitzen anzupassen.

Flottenaufbau und die Rolle des Airbus A321XLR im Langstreckennetz

American Airlines verfügt derzeit über acht Maschinen des Typs Airbus A321XLR bei einem durchschnittlichen Alter von etwa einem halben Jahr. Das Unternehmen erwartet in den kommenden Jahren die Auslieferung von weiteren 32 Einheiten aus den bestehenden Bestellbüchern des Herstellers Airbus, sodass die Teilflotte dieses Musters künftig auf insgesamt 40 Luftfahrzeuge anwachsen wird. Der A321XLR zeichnet sich durch eine im Vergleich zu älteren Schmalrumpfflugzeugen deutlich gesteigerte Reichweite aus, die es erlaubt, Direktverbindungen von bis zu neun Stunden Flugdauer ohne Zwischenstopp abzudecken.

Bislang setzte die Fluggesellschaft dieses Flugzeugmuster vorwiegend auf Strecken über den Nordatlantik sowie auf nachfragestarken Inlandsverbindungen ab den Drehkreuzen an der Ostküste der USA ein. Durch den Zulauf der verbleibenden Einheiten eröffnet sich für die Netzplanung die Möglichkeit, bisherige Großraumflugzeuge der Baureihen Boeing 777 und Boeing 787 Dreamliner auf schwächer ausgelasteten oder saisonal schwankenden Routen schrittweise durch das kleinere Flugzeugmodell zu ersetzen oder zu ergänzen.

Saisonale Synergien und die Bedeutung des Drehkreuzes Miami

Ein wesentlicher Aspekt des geplanten Einsatzkonzepts liegt in der Ausnutzung gegenläufiger Nachfragezyklen zwischen dem nordatlantischen und dem südamerikanischen Markt. Während der europäische Raum vor allem in den Sommermonaten der Nordhalbkugel hohe Passagierzahlen aufweist, verzeichnen viele Märkte in Lateinamerika ihre Nachfragespitzen im nordamerikanischen Winter. Nach Angaben der Fluggesellschaft ermöglicht die Flexibilität des A321XLR eine operative Umstationierung der Flugzeuge je nach Jahreszeit. Maschinen, die im Sommer von der US-Ostküste nach Europa fliegen, können in den Wintermonaten auf Verbindungen gen Süden verlegt werden.

Der Flughafen Miami nimmt in diesem Gefüge eine zentrale Stellung ein. Marktdaten des Luftfahrtdatenanbieters Cirium belegen die Dominanz dieses Drehkreuzes im Südamerika-Verkehr von American Airlines. Von den monatlich knapp 800 Flügen der Airline zwischen den USA und Südamerika entfallen rund 644 Umläufe auf Miami. Dies entspricht einem Anteil von über 126.000 der insgesamt rund 162.000 bereitgestellten Sitzplätze auf diesen Strecken. Während Verbindungen in das nördliche Südamerika bereits mit kleineren Flugzeugtypen oder Regionaljets bedient werden, erfordern weiter südlich gelegene Ziele bislang den Einsatz von Weitkörperflugzeugen. Hier bietet der A321XLR eine Zwischengröße für Märkte, die für Großraumflugzeuge eine zu geringe Auslastung aufweisen.

Kabinenkonfiguration und Angebot im Premiumbereich

Hinsichtlich der Innenausstattung unterscheidet sich die Konfiguration des Airbus A321XLR bei American Airlines von typischen Bestuhlungen im Kurz- und Mittelstreckensegment. Um den Anforderungen auf Langstrecken gerecht zu werden, sind 32 der insgesamt 155 Sitzplätze in gehobenen Beförderungsklassen gestaltet. Im vorderen Kabinenbereich befinden sich 20 Liegesitze der sogenannten Flagship Business Class in einer Einzel-Sitzanordnung. Daran schließt sich eine Premium Economy Class mit 12 Sitzplätzen in einer Vierer-Reihenanordnung an, während die reguläre Economy Class 123 Sitzplätze umfasst.

Diese Verdichtung im Premiumbereich zielt darauf ab, auch auf Strecken mit geringerem Gesamtpassagieraufkommen eine wirtschaftliche Rendite über den Verkauf höherpreisiger Tickets zu erzielen. Neben dem Hauptdrehkreuz Miami betreibt American Airlines kleinere Streckennetze nach Südamerika ab dem John F. Kennedy International Airport in New York sowie ab dem Drehkreuz Dallas/Fort Worth, von wo aus Verbindungen nach Buenos Aires, São Paulo, Bogotá und Rio de Janeiro angeboten werden. Die schrittweise Umstellung auf das neue Flugzeugmuster soll in den kommenden Jahren parallel zur Auslieferung der bestellten Maschinen erfolgen.

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