September 15, 2026

Weitere Artikel aus der Rubrik

September 15, 2026

Sommerreiseverkehr: Nürnberg verzeichnet rund 806.000 Passagiere

Der Albrecht Dürer Flughafen Nürnberg verzeichnete in den sechswöchigen bayerischen Sommerferien 2026 ein Passagieraufkommen von rund 806.000 Fluggästen, was einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum von circa 786.000 Passagieren entspricht. Die Zahl der Flugbewegungen lag im Ferienzeitraum bei knapp 7.800 Starts und Landungen, wobei der 31. August mit mehr als 21.000 Fluggästen als verkehrsstärkster Einzeltag registriert wurde. Das Buchungsverhalten der Passagiere im fränkischen Einzugsgebiet konzentrierte sich primär auf Warmwasserziele im Mittelmeerraum und Nordafrika: Antalya führte die Statistik mit rund 138.000 Passagieren an, gefolgt von Palma de Mallorca mit knapp 110.000 sowie Heraklion und Hurghada mit jeweils etwa 34.000 Reisenden. Für die bevorstehende Winterflugplanperiode 2026/2027 kündigt die Flughafenbetriebsgesellschaft ein ausgebautes Streckennetz von 19 Fluggesellschaften an. Einen Schwerpunkt bildet der Markteintritt des britischen Low-Cost-Carriers easyJet, der ab Nürnberg Verbindungen nach London-Gatwick, London-Luton, Manchester und Mailand aufnimmt. Damit verdichtet sich das Angebot in Richtung Großbritannien zusammen mit den bestehenden Strecken von British Airways nach London-Heathrow und Ryanair nach London-Stansted. Darüber hinaus nimmt Ryanair Ziele wie Agadir, Rabat, Porto und Sevilla neu auf, während Wizz Air ihr Osteuropa-Netz unter anderem um Târgu Mureș erweitert. Die Zubringerfunktionen zu den internationalen Drehkreuzen Frankfurt, Paris-Charles-de-Gaulle, Amsterdam-Schiphol und Istanbul werden weiterhin von Lufthansa, Air France, KLM sowie Turkish Airlines und Pegasus bedient. Branchenbeobachter bewerten die Kapazitätserweiterungen im Billigflug- und Punkt-zu-Punkt-Segment als wesentlichen Konsolidierungsschritt für den nordbayerischen Regionalflughafen, der in den vergangenen Jahren im Zuge der Konsolidierung deutscher Dezentralstandorte unter Druck gestanden hatte. Die Ansiedlung von easyJet und der Ausbau von Strecken durch den Ferienflieger Marabu Airlines – ein Schwesterunternehmen

weiterlesen »

 Österreichische Standorte belegen Spitzenplätze bei der Nachfrage

Das Berliner Buchungsportal camping.info hat die Nutzerdaten seiner Online-Plattform für den Zeitraum von Januar bis September 2026 ausgewertet und das Ranking der 100 am stärksten nachgefragten Campingplätze in Europa veröffentlicht. An der Spitze der Auswertung liegt das Falkensteiner Camping Grubhof im Salzburger Land (St. Martin bei Lofer), gefolgt vom Camping Vidor Family & Wellness Resort im italienischen Trentino und dem Camp MondSeeLand in Oberösterreich. Von den zehn meistaufgerufenen Plätzen befinden sich fünf in Österreich, drei in Deutschland und zwei in Italien. Basis der Datenerhebung bilden die Seitenaufrufe auf dem Portal, das mehr als 23.000 Anlagen in 44 europäischen Staaten listet. In der Gesamtzahl der Platzierungen im Top-100-Ranking führt Deutschland mit 47 Anlagen den europäischen Markt an. Österreich folgt mit 23 Standorten vor Italien mit 18 Anlagen, während weitere gelistete Plätze in der Schweiz, Kroatien, Slowenien, Polen, den Niederlanden und Griechenland liegen. Die Auswertung spiegelt die Präferenzen von Campingurlaubern aus dem deutschsprachigen Raum wider, die den Schwerpunkt ihrer Reiseplanung weiterhin auf heimische Ziele sowie den Alpen- und Mittelmeerraum legen. Parallel zur Nachfrageanalyse weist die Plattform deutliche Preisunterschiede im europäischen Vergleich aus. Für eine Übernachtung – berechnet für zwei Personen inklusive Stellplatz, Wohnwagen, Strom und Ortstaxe – liegt Kroatien mit durchschnittlich 41 Euro an der Spitze der Preisskala, knapp gefolgt von Österreich, der Schweiz und Italien mit jeweils über 40 Euro. Deutschland ordnet sich mit etwa 30 Euro pro Nacht im mittleren Preissegment ein, während Standorte in Südosteuropa wie Albanien mit 14 Euro die geringsten Durchschnittskosten aufweisen. Die Preisdifferenzen erklären sich primär

weiterlesen »

Wingcopter präsentiert taktische Aufklärungsdrohne Wingcopter 262

Der deutsche Drohnenhersteller Wingcopter hat mit dem Wingcopter 262 ein unbemanntes Flugsystem für militärische und behördliche Aufklärungsaufgaben vorgestellt. Das rein elektrisch angetriebene, senkrecht startende und landende Starrflügler-Fluggerät (eVTOL) verfügt bei einem maximalen Abfluggewicht von zehn Kilogramm über eine Spannweite von 262 Zentimetern. Nach Angaben des Unternehmens vom 14. September 2026 erreicht die Plattform eine Flugzeit von bis zu sechs Stunden sowie eine taktische Reichweite von 150 Kilometern. Das Fluggerät ist für den Einsatz ohne feste Startinfrastruktur konzipiert und soll innerhalb weniger Minuten durch eine einzelne Person betriebsbereit gemacht werden können. Die Vorstellung der Drohne erfolgt wenige Monate nach der Gründung des neuen Geschäftsbereichs Wingcopter Security & Defence. Damit erweitert der bisher schwerpunktmäßig auf zivile Logistik- und Vermessungsanwendungen ausgerichtete Hersteller sein Portfolio um militärische Einsatzfelder. Das Flugsystem nutzt ein Schwenkrotor-Design sowie KI-gestützte Elektro-Optik- und Infrarot-Kamerasysteme (EO/IR). Die integrierte Navigationstechnologie soll den Betrieb auch in Umgebungen ohne Verfügbarkeit von Satellitennavigationssignalen (GNSS) ermöglichen. Zudem kooperiert das Unternehmen im Rahmen der Initiative „Build with Ukraine“ mit TAF Industries bei der Bereitstellung von Systemen und der Massenproduktion ukrainischer Aufklärungsdrohnen. Der Schritt in den Verteidigungsmarkt spiegelt einen breiteren Branchen-Trend wider, bei dem zivile Drohnenentwickler auf die steigende Nachfrage nach militärischen Aufklärungssystemen reagieren. Die Anpassung ziviler eVTOL-Technologien an militärische Anforderungsprofile ermöglicht Herstellern den Zugang zu staatlichen Rüstungsbudgets. Allerdings steht die Integration in bestehende militärische Führungssysteme (Battle-Management-Systeme) unter realen Einsatzbedingungen vor Herausforderungen hinsichtlich der Störfestigkeit von Datenlinks und der Widerstandsfähigkeit gegen elektronische Kampfführung. Luftfahrt- und Rüstungsanalysten weisen darauf hin, dass der Wettbewerb im Segment der leichten taktischen Aufklärungsdrohnen

weiterlesen »

Aviationtag verarbeitet Rumpfteile der Icelandair-Boeing 757

Das Kölner Unternehmen Aviationtag hat die Aufarbeitung von Originalteilen der ausgemusterten Boeing 757-200 mit dem Kennzeichen TF-FIU von Icelandair angekündigt. Das im Jahr 1994 erstbeflogene Passagierflugzeug, das nach Einsätzen für Iberia und Air Europa seit 2004 für die isländische Fluggesellschaft flog und Ende 2014 mit einer Nordlicht-Sonderlackierung versehen worden war, wurde im Oktober 2025 außer Dienst gestellt. Im Juli 2026 sicherten Mitarbeiter der Kölner Manufaktur auf dem Flugzeugfriedhof Lleida-Alguaire in Spanien Rumpfsegmente der Maschine, um daraus nummerierte Anhänger für den Sammlermarkt herzustellen. Der Rückbau und die Rekonstruktion von Flottenelementen sind Teil eines wachsenden Nischenmarktes in der Luftfahrtbranche. Unternehmen wie Aviationtag, MotoArt oder Planetags erwerben ausgemusterte Zivilflugzeuge von Abwrackbetrieben oder Leasinggesellschaften, um Materialstrukturen wie Aluminiumbeplankungen, Kabinenelemente oder Instrumente zu Devotionalien und Möbelstücken zu verarbeiten. Für Fluggesellschaften wie Icelandair bietet diese Form des Recyclings von Rumpf- und Baukomponenten eine Möglichkeit der Markenpflege nach dem Ausscheiden älterer Flugzeugtypen aus dem aktiven Dienst. Die Ausmusterung der TF-FIU steht im Zusammenhang mit dem umfassenden Flottenerneuerungsprogramm von Icelandair. Die Fluggesellschaft ersetzt ihre in die Jahre gekommene Flotte vom Typ Boeing 757 schrittweise durch modernere Muster der Reihen Boeing 737 MAX sowie künftig Airbus A321neo. Dieser Flottenwechsel ist für die Airline operativ erforderlich, um Wartungskosten zu senken und die Effizienz im nordatlantischen Streckennetz aufrechtzuerhalten, führt jedoch bei älteren Flugzeugmustern zur endgültigen Außerdienststellung und anschließenden Verwertung. Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass der Markt für Flugzeug-Sammlerstücke stark von der historischen Bekanntheit des jeweiligen Luftfahrzeugs abhängt. Sonderlackierungen und spezielle Einsätze – wie der Evakuierungsflug der TF-FIU im Nahen Osten im

weiterlesen »

ANA Group bündelt Frachtsparten unter dem Namen ANA Nippon Cargo Airlines

Der japanische Luftfahrtkonzern ANA Holdings bündelt seine Aktivitäten im Luftfrachtbereich und führt die drei Konzernunternehmen ANA Cargo Inc., Nippon Cargo Airlines Co., Ltd. (NCA) sowie NCA Japan Co., Ltd. zusammen. Nach Angaben des Unternehmens vom 14. September 2026 entsteht zum 1. April 2027 eine einheitliche Frachtfluggesellschaft, die unter der Marke „ANA Nippon Cargo“ am Markt auftreten wird. Das neu strukturierte Unternehmen wird bei der Gründung zunächst den eingetragenen Firmennamen Nippon Cargo Airlines beibehalten. Die formelle Umfirmierung in „ANA Nippon Cargo Airlines Co., Ltd.“ ist für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres 2027 geplant und steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Regulierungs- und Wettbewerbsbehörden. Die Neuaufstellung ist das Ergebnis des vollständigen Erwerbs von Nippon Cargo Airlines durch die ANA Holdings von der Reederei Nippon Yusen Kaisha (NYK Line). Mit dem Zusammenschluss führt der Konzern die Reinexpertiensparte für Großraumfrachtflugzeuge der NCA mit dem Belly-Cargo-Netzwerk der Passagierflotte von All Nippon Airways zusammen. Durch die Bündelung der Abwicklungsprozesse, der Vertriebsstrukturen und des Flottenmanagements strebt die Gruppe eine höhere betriebliche Effizienz sowie eine stärkere Flexibilität bei der Kapazitätssteuerung im internationalen Luftfrachtverkehr an. Branchenanalysten werten den Schritt als Reaktion auf die intensive Konkurrenz im asiatischen Luftfrachtsektor sowie auf die Schwankungen der globalen Frachtraten. Die Integration von Frachtflugzeugen des Typs Boeing 747-8F von NCA in den Flottenverbund der ANA Group, die bisher primär auf Boeing 767F und Passagiermaschinen setzte, erweitert das Angebot für Schwer- und Spezialfracht. Gleichzeitig birgt die Zusammenführung der unterschiedlichen Unternehmens- und Personalstrukturen der bisher eigenständigen Töchter operative Risiken während der Umstellungsphase im Jahr

weiterlesen »

Winterflugplan: Corendon Airlines verbindet Düsseldorf mit Curaçao

Der türkisch-niederländische Ferienflieger Corendon Airlines nimmt zum Beginn des kommenden Winterfahrplans am 14. Dezember 2026 Direktverbindungen von Düsseldorf auf die Karibikinsel Curaçao auf. Wie die Fluggesellschaft bekannt gab, soll die Strecke dreimal wöchentlich an den Verkehrstagen Montag, Donnerstag und Samstag bedient werden. Für die Durchführung der Langstreckenflüge setzt das Unternehmen einen Großraumjet vom Typ Airbus A330-300 in einer Dreiklassen-Konfiguration mit insgesamt 285 Sitzplätzen ein. Das Angebot richtet sich an Urlaubsreisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz und wird sowohl im Direktvertrieb als auch über das Vollcharter- und Bausteingeschäft großer Reiseveranstalter vermarktet. Mit der Streckenaufnahme tritt Corendon in direkten Wettbewerb zu etablierten Marktteilnehmern auf den Nordatlantik- und Karibikrouten ab Nordrhein-Westfalen und den benachbarten Niederlanden. Vor allem am nahegelegenen Flughafen Amsterdam-Schiphol besteht seit Jahren ein dichtes Angebot an Flugverbindungen auf die ehemalige Niederländische Antille. Das Management von Corendon versucht mit dem Abflugort Düsseldorf ein Einzugsgebiet im Westen Deutschlands zu erschließen, das bisher für Karibikflüge häufig auf ausländische Drehkreuze oder Umsteigeverbindungen angewiesen war. Luftfahrtanalysten bewerten den Einsatz von Großraumflugzeugen im Langstreckensegment durch den typischen Kurz- und Mittelstreckenspezialisten Corendon als betrieblich anspruchsvoll. Die wirtschaftliche Rentabilität hängt stark davon ab, ob der Carrier das erforderliche Sitzplatzkontingent durch Partnerschaften mit Reisekonzernen wie der eigenen Muttergesellschaft Corendon Touristic stabil auslasten kann. Zudem erfordert der Betrieb von Großraumgerät eine aufwendigere Reserveplanung und Wartungslogistik, um Flugausfälle oder Verspätungen auf den langen Umläufen zu vermeiden. Curaçao liegt rund 65 Kilometer vor der Küste Venezuelas und verzeichnet traditionell eine hohe Nachfrage im Segment des Ganzjahrestourismus, da die Insel außerhalb des atlantischen

weiterlesen »

Lufthansa Technik betreut Flotte von Uzbekistan Airways bis 2035

Die staatliche Fluggesellschaft Uzbekistan Airways und der Wartungs- und Instandhaltungsdienstleister Lufthansa Technik haben ein Abkommen über die langfristige Komponentenversorgung bis zum Jahr 2035 geschlossen. Die Vereinbarung betrifft die Beschaffung, Wartung und Reparatur von Ersatzteilen für die bestehenden und künftigen Flotten der Flugzeugtypen Boeing 787 Dreamliner sowie Airbus A320ceo und A320neo. Das Abkommen setzt eine bestehende Zusammenarbeit fort, die 1993 mit dem Einstieg von Uzbekistan Airways in die Betreuung des Flugzeugtyps Airbus A310-300 begann. Mit der langfristigen Vereinbarung will die usbekische Nationalgesellschaft die operative Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit ihrer Flugzeuge im Streckennetz sichern. Die Vereinbarung erfolgt vor dem Hintergrund einer fortschreitenden Flottenerneuerung und eines Ausbaus des Streckennetzes. Usbekistan strebt an, die Hauptstadt Taschkent als zentralen Umsteigepunkt für den internationalen Flugverkehr zwischen Europa, dem Nahen Osten und der Asien-Pazifik-Region zu verankern. Aus wirtschaftlicher Sicht bedeutet der Vertrag für Lufthansa Technik die langfristige Absicherung eines Auftragsportfolios im wachsenden Luftfahrtmarkt Zentralasiens. Für Uzbekistan Airways verringert die Auslagerung der Ersatzteillogistik und der Komponenteninstandhaltung an einen externen Dienstleister den eigenen Kapitalbedarf für die Lagerhaltung von Flugzeugteilen. Allerdings entsteht durch die Bindung an einen einzelnen Exklusivlieferanten über einen Zeitraum von knapp zehn Jahren auch eine strukturelle Abhängigkeit im Bereich der Flottenwartung. Luftfahrtanalysten weisen darauf hin, dass die operative Auslastung der Flotte stark von globalen Lieferketten für Flugzeugkomponenten abhängt. Engpässe bei Triebwerken und Elektronikbauteilen haben in den vergangenen Jahren weltweit zu Verzögerungen bei Wartungsarbeiten geführt. Der Erfüllungsgrad der vertraglich zugesicherten Komponentenverfügbarkeit bleibt somit der entscheidende Faktor für das geplante Wachstum des zentralasiatischen Netzwerkes.

weiterlesen »

Erholung der Buchungslage bei Emirates und schrittweiser Ausbau des Streckennetzes

Die Fluggesellschaft Emirates verzeichnet für die kommende Wintersaison auf mehreren Strecken höhere Buchungszahlen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Nach den Betriebsbeeinträchtigungen im Frühjahr, die durch die militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten und die temporäre Schließung von Lufträumen verursacht wurden, nähert sich das Unternehmen wieder seiner ursprünglichen Kapazität an. Neben steigenden Passagierzahlen in Südamerika, Afrika und Asien meldet der Carrier auch für die abgelaufene Sommersaison eine über den Erwartungen liegende Auslastung. Parallel zur schrittweisen Konsolidierung des Liniennetzes baut die Fluggesellschaft ihr Flugangebot weiter aus. Ab Oktober wird die finnische Hauptstadt Helsinki erstmals direkt angeflogen, während die Flugfrequenzen auf bestehenden Verbindungen nach Accra und Hanoi aufgestockt werden. Die Marktentwicklung wird jedoch weiterhin von gestiegenen Betriebskosten und veränderten Konsumgewohnheiten der Passagiere geprägt. Stabilisierung der Kapazitäten und operative Erholung nach Luftraumschließungen Die militärischen Konflikte um den Iran zu Beginn des Jahres führten zu spürbaren Störungen im internationalen Luftverkehr. Neben der zeitweisen Schließung strategisch wichtiger Flugkorridore im Nahen Osten stiegen die Treibstoffpreise für die Fluggesellschaften der Golfregion drastisch an. Viele Anbieter sahen sich gezwungen, Ausweichrouten zu nutzen, was die Flugzeiten verlängerte und die Treibstoffaufwendungen weiter in die Höhe trieb. In der Hochphase der Einschränkungen lag das angebotene Sitzplatzangebot von Emirates nach Aussagen von Unternehmenspräsident Tim Clark bei lediglich rund 65 Prozent des normalen Niveaus. Im Laufe des Sommers gelang der Airline eine schrittweise Rückkehr zur betrieblichen Normalität. Die Gesamtkapazität des Carriers hat inzwischen wieder einen Wert von etwa 93 Prozent des Niveaus vor Ausbruch der Krise erreicht. Auch Mitbewerber aus der Region, wie Etihad Airways,

weiterlesen »

Abgabe auf Kulturtickets: Wiener Veranstaltungswirtschaft warnt vor drastischen Wertschöpfungsverlusten

Die Interessengemeinschaft Österreichische Veranstaltungswirtschaft (IGÖV), eine Vertretung privater und institutioneller Veranstalter, hat scharfe Kritik an den Plänen der Wiener Stadtregierung geäußert, eine neue Abgabe auf Kulturtickets einzuführen. Die städtische Initiative sieht vor, eine Sonderabgabe von 12,5 Prozent auf den Preis von Eintrittskarten für Konzerte, Theater, Kinos, Ausstellungen und Bälle im Wiener Stadtgebiet zu erheben. Während die Stadtführung um Bürgermeister Michael Ludwig, Finanzstadträtin Barbara Nowak und Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler durch diese Maßnahme jährliche Mehreinnahmen von bis zu 120 Millionen Euro für das kommunale Kulturbudget anstrebt, warnt die Branche vor nachhaltigen Schäden für den Standort. Nach Berechnungen der IGÖV entfallen von den projizierten 120 Millionen Euro der Ticketabgabe etwa 67 Millionen Euro auf private Veranstalter und die freie Kunstszene, während rund 40 Millionen Euro von Bundesmuseen und bundeseigenen Spielstätten getragen werden müssten. Die Branchenvertreter, darunter Matthias Rotermund vom Tourneeveranstalter Live Nation und Ewald Tatar von Barracuda Music, weisen darauf hin, dass der österreichische Markt bereits durch die reguläre Umsatzsteuer von 13 Prozent auf Flug- und Veranstaltungstickets gegenüber Nachbarstaaten wie Deutschland benachteiligt sei. Die zusätzliche kommunale Abgabe würde die Gesamtkosten für Veranstalter und Publikum schlagartig um rund 15 Prozent verteuern, was zu drastischen Nachfragerückgängen und Umsatzeinbußen führe. Ein zentraler Kritikpunkt betrifft die drohende Abwanderung von internationalen Großveranstaltungen aus der Bundeshauptstadt. Die IGÖV prognostiziert, dass weltweite Tournee-Acts wie Großkonzerte im Ernst-Happel-Stadion oder in der Wiener Stadthalle künftig Standorte in Nachbarländern oder anderen Bundesländern bevorzugen werden, da die Zusatzabgabe die Rentabilität von Freiluft- und Hallenveranstaltungen massiv beeinträchtigt. Allein der Entfall von Großkonzerten könnte nach Einschätzung

weiterlesen »

Indien: Untersuchungen nach dem zeitweisen Ausfall aller Hydrauliksysteme an einem Airbus A320neo

Ein unvorhergesehener Zwischenfall im indischen Luftraum hat die Aufmerksamkeit von Luftfahrtexperten und Sicherheitsbehörden auf sich gezogen. Am 4. August 2026 erlebte ein Airbus A320neo der Fluggesellschaft Air India auf dem Flug von Phuket nach Kalkutta einen nahezu zeitgleichen Druckverlust in allen drei unabhängigen Hydraulikkreisläufen. Der Vorfall dauerte zwar nur wenige Sekunden an, führte jedoch zu kurzzeitigen Kontrollproblemen, Höhenausschlägen des Flugzeugs sowie zu einer akustischen Überziehwarnung im Cockpit. Nach der Wiederherstellung des Systemdrucks konnte die Maschine mit 145 Personen an Bord sicher landen, allerdings wurden mehrere Insassen verletzt. Der Erstbericht der indischen Flugunfalluntersuchungsbehörde AAIB sowie eine Analyse des Herstellers Airbus bestätigen den Ablauf des Ereignisses. Ein nach der Landung beim Kommandanten durchgeführter Drogentest verlief nicht-negativ, woraufhin die indischen Luftfahrtbehörden umgehend flächendeckende Drogentests für sämtliche Verkehrspiloten des Landes angeordnet haben. Der technische Ablauf des Hydraulikausfalls über Ostindien Der Vorfall ereignete sich am 4. August 2026, als sich die acht Jahre alte Maschine mit dem Kennzeichen VT-EXO auf dem Flug Air India 2379 von Phuket nach Kalkutta befand und beim Fluglotsendienst der ostindischen Metropole anmeldete. Das Muster Airbus A320neo verfügt standardmäßig über drei getrennte Hydrauliksysteme, die als grüne, blaue und gelbe Kreisläufe bezeichnet werden. Diese dreifache Absicherung soll gewährleisten, dass selbst bei einem Defekt an zwei Systemen die volle Steuerbarkeit über die wesentlichen Ruderflächen erhalten bleibt. Laut den aufgezeichneten Flugdaten der indischen Flugunfallbehörde AAIB versagte dieses Prinzip der Redundanz für einen Zeitraum von etwa vier Sekunden. Zwischen 04:02:43 Uhr UTC und 04:02:47 Uhr UTC registrierte die Bordelektronik einen kaskadenartigen Ausfall. Ausgehend von einem

weiterlesen »