Campingplatz (Foto: Campingpark Kühlungsborn).
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 Österreichische Standorte belegen Spitzenplätze bei der Nachfrage

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Das Berliner Buchungsportal camping.info hat die Nutzerdaten seiner Online-Plattform für den Zeitraum von Januar bis September 2026 ausgewertet und das Ranking der 100 am stärksten nachgefragten Campingplätze in Europa veröffentlicht.

An der Spitze der Auswertung liegt das Falkensteiner Camping Grubhof im Salzburger Land (St. Martin bei Lofer), gefolgt vom Camping Vidor Family & Wellness Resort im italienischen Trentino und dem Camp MondSeeLand in Oberösterreich. Von den zehn meistaufgerufenen Plätzen befinden sich fünf in Österreich, drei in Deutschland und zwei in Italien. Basis der Datenerhebung bilden die Seitenaufrufe auf dem Portal, das mehr als 23.000 Anlagen in 44 europäischen Staaten listet.

In der Gesamtzahl der Platzierungen im Top-100-Ranking führt Deutschland mit 47 Anlagen den europäischen Markt an. Österreich folgt mit 23 Standorten vor Italien mit 18 Anlagen, während weitere gelistete Plätze in der Schweiz, Kroatien, Slowenien, Polen, den Niederlanden und Griechenland liegen. Die Auswertung spiegelt die Präferenzen von Campingurlaubern aus dem deutschsprachigen Raum wider, die den Schwerpunkt ihrer Reiseplanung weiterhin auf heimische Ziele sowie den Alpen- und Mittelmeerraum legen.

Parallel zur Nachfrageanalyse weist die Plattform deutliche Preisunterschiede im europäischen Vergleich aus. Für eine Übernachtung – berechnet für zwei Personen inklusive Stellplatz, Wohnwagen, Strom und Ortstaxe – liegt Kroatien mit durchschnittlich 41 Euro an der Spitze der Preisskala, knapp gefolgt von Österreich, der Schweiz und Italien mit jeweils über 40 Euro. Deutschland ordnet sich mit etwa 30 Euro pro Nacht im mittleren Preissegment ein, während Standorte in Südosteuropa wie Albanien mit 14 Euro die geringsten Durchschnittskosten aufweisen. Die Preisdifferenzen erklären sich primär durch abweichende Grund- und Nebenkosten sowie die unterschiedliche Ausstattungs- und Qualitätsstruktur der Anlagen.

Branchenbeobachter verweisen darauf, dass rein auf Seitenaufrufen basierende Rankings vor allem die Marketingpräsenz und Sichtbarkeit der Betreiber widerspiegeln. Hohe Klickzahlen stehen nicht zwangsläufig mit den tatsächlichen Buchungszahlen oder der Auslastung vor Ort im Einklang. Gleichwohl nutzen Betreiber diese Platzierungen zur Kundenbindung und Preissetzung in verkehrsstarken Buchungszeiträumen. Für die Platzbetreiber in Österreich bedeutet das hohe Preisniveau die Herausforderung, die kalkulierten Tagespreise durch entsprechende Qualitäts- und Servicestandards im internationalen Wettbewerb dauerhaft zu rechtfertigen.

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