Der türkisch-niederländische Ferienflieger Corendon Airlines nimmt zum Beginn des kommenden Winterfahrplans am 14. Dezember 2026 Direktverbindungen von Düsseldorf auf die Karibikinsel Curaçao auf.
Wie die Fluggesellschaft bekannt gab, soll die Strecke dreimal wöchentlich an den Verkehrstagen Montag, Donnerstag und Samstag bedient werden. Für die Durchführung der Langstreckenflüge setzt das Unternehmen einen Großraumjet vom Typ Airbus A330-300 in einer Dreiklassen-Konfiguration mit insgesamt 285 Sitzplätzen ein. Das Angebot richtet sich an Urlaubsreisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz und wird sowohl im Direktvertrieb als auch über das Vollcharter- und Bausteingeschäft großer Reiseveranstalter vermarktet.
Mit der Streckenaufnahme tritt Corendon in direkten Wettbewerb zu etablierten Marktteilnehmern auf den Nordatlantik- und Karibikrouten ab Nordrhein-Westfalen und den benachbarten Niederlanden. Vor allem am nahegelegenen Flughafen Amsterdam-Schiphol besteht seit Jahren ein dichtes Angebot an Flugverbindungen auf die ehemalige Niederländische Antille. Das Management von Corendon versucht mit dem Abflugort Düsseldorf ein Einzugsgebiet im Westen Deutschlands zu erschließen, das bisher für Karibikflüge häufig auf ausländische Drehkreuze oder Umsteigeverbindungen angewiesen war.
Luftfahrtanalysten bewerten den Einsatz von Großraumflugzeugen im Langstreckensegment durch den typischen Kurz- und Mittelstreckenspezialisten Corendon als betrieblich anspruchsvoll. Die wirtschaftliche Rentabilität hängt stark davon ab, ob der Carrier das erforderliche Sitzplatzkontingent durch Partnerschaften mit Reisekonzernen wie der eigenen Muttergesellschaft Corendon Touristic stabil auslasten kann. Zudem erfordert der Betrieb von Großraumgerät eine aufwendigere Reserveplanung und Wartungslogistik, um Flugausfälle oder Verspätungen auf den langen Umläufen zu vermeiden.
Curaçao liegt rund 65 Kilometer vor der Küste Venezuelas und verzeichnet traditionell eine hohe Nachfrage im Segment des Ganzjahrestourismus, da die Insel außerhalb des atlantischen Hurrikangürtels liegt. Auf der Insel bildet die Hauptstadt Willemstad, deren historisches Zentrum seit 1997 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, den Mittelpunkt der touristischen Infrastruktur. Neben dem klassischen Bade- und Tauchtourismus sowie Naturparks wie dem Christoffel National Park setzt die Inselverwaltung verstärkt auf die Anpassung der Hafen- und Kapazitätsstrukturen an steigende Passagierzahlen im internationalen Reiseverkehr.