Die Fluggesellschaft Flydubai setzt die schrittweise Wiederaufnahme ihres Flugbetriebs fort und bedient nach betrieblichen Einschränkungen wieder 85 Prozent ihres regulären Streckennetzes.
Nach Unternehmensangaben vom 14. September 2026 umfasst das Netz derzeit mehr als 125 Destinationen in 56 Ländern, die mit durchschnittlich 2.200 Flügen pro Woche angeflogen werden. Das Management strebt einen weiteren Kapazitätsausbau an, um der anhaltenden Nachfrage im Streckennetz gerecht zu werden und das Niveau vor den betrieblichen Störungen wieder vollständig zu erreichen.
Im Zuge der Netzwerkkonsolidierung nahm die Fluggesellschaft Ziele wie Aleppo, Bengasi und Bangkok wieder in den Flugplan auf. Auf der Strecke zum Don Mueang International Airport in Bangkok erhöht der Carrier die Frequenzen ab November 2026 von einer auf drei tägliche Direktverbindungen. Am 23. September 2026 folgt mit Pokhara die Aufnahme eines zweiten Zielortes in Nepal neben der Hauptstadtanbindung Kathmandu. Zudem stockt Flydubai die Kapazitäten auf ganzjährigen Routen nach Zentralasien auf, darunter Verbindungen nach Almaty, Bischkek und Taschkent.
Ein wesentlicher Pfeiler der Netzstrategie bleibt die operative Verflechtung mit der Muttergesellschaft Emirates. Das kombinierte Streckennetz der beiden Carrier bietet Zugriff auf 214 Destinationen mit mehr als 4.600 wöchentlichen Umsteigeverbindungen über das Drehkreuz am Flughafen Dubai (DXB). Über den Flugbetrieb von den Terminals 2 und 3 sichern die Codeshare-Abkommen die Auslastung der Zubringerflüge, insbesondere aus Sekundärmärkten in Südosteuropa, Zentralasien und dem Nahen Osten, die von Großraumflugzeugen nicht direkt bedient werden.
Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass die angekündigte Ausweitung der Flugfrequenzen maßgeblich vom planmäßigen Zulauf neuer Flugzeuge abhängt. Verzögerungen bei Lieferketten der Flugzeughersteller könnten den angestrebten Flottenaufbau bremsen und die operative Flexibilität an den Kapazitätsgrenzen des Flughafens Dubai einschränken. Die Fluggesellschaft steht daher vor der Herausforderung, die hohe Flugdichte im Netz stabil zu halten und die Abfertigungsprozesse an den stark frequentierten Terminals ohne Qualitätsverluste abzuwickeln.