Flughafen Köln/Bonn (Foto: Jan Gruber).
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Engpässe bei den Sicherheitskontrollen in Köln/Bonn führen zu  längeren Wartezeiten

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Am Flughafen Köln/Bonn ist es am Dienstagvormittag, den 15. September 2026, zu erheblichen Störungen im Betriebsablauf gekommen. Aufgrund eines kurzfristigen und massiven Personalausfalls beim externen Sicherheitsdienstleister verlängerten sich die Wartezeiten an den Passagierkontrollen in den Nachtstunden und den frühen Morgenstunden beträchtlich.

In der Folge verpasste eine bislang unbestimmte Anzahl von Fluggästen ihre gebuchten Verbindungen. Die Betreibergesellschaft des Flughafens sowie der eingesetzte Dienstleister Securitas bestätigten die Engpässe, die nach Angaben des Unternehmens auf eine unerwartete Welle von Krankmeldungen zurückzuführen waren. Während sich die Situation im Laufe des Vormittags schrittweise normalisierte, wirft der Vorfall erneut Fragen zur Stabilität der personellen Besetzung bei den Luftsicherheitskontrollen an deutschen Verkehrsflughäfen auf.

Ursachen und Verlauf der Verzögerungen im Terminalbereich

Die Komplikationen im Abfertigungsprozess begannen in den Nachtstunden und setzten sich bis in den frühen Morgen des 15. September 2026 fort, einer Zeitspanne mit einer hohen Dichte an geplanten Abflügen. Nach Informationen der Flughafenleitung konnte der mit der Durchführung der Passagierkontrollen beauftragte Dienstleister Securitas das vertraglich vereinbarte Kontrollpersonal nicht in vollem Umfang bereitstellen. In einer zeitweise auf der Website des Flughafens veröffentlichten Information an die Passagiere hieß es, dass dem Dienstleister die Bereitstellung der bestellten Kontrollstunden nicht vollumfänglich möglich war. Dadurch standen deutlich weniger Kontrollspuren für die Fluggäste zur Verfügung als im Flugplan vorgesehen.

Wie der Flughafen im weiteren Verlauf mitteilte, fiel beim Sicherheitsdienstleister mehr als die Hälfte der für den Frühmorgen geplante Personalkapazität aus. Dies führte zu einer deutlichen Reduzierung der Abfertigungskapazität. In den Terminals bildeten sich lange Warteschlangen. Augenzeugen und Passagiere berichteten in den sozialen Netzwerken von Schlangen, die sich über mehrere hundert Meter durch die Halle zogen. Durch die verlangsamte Abfertigung schafften es zahlreiche Passagiere nicht rechtzeitig zu den Ausstiegen, sodass Maschinen ohne die gebuchten Fluggäste abheben mussten. Eine genaue Erfassung der betroffenen Personen und Flugverbindungen wurde von den Behörden und dem Flughafen eingeleitet.

Stellungnahme des Sicherheitsdienstleisters und Maßnahmen vor Ort

Das Sicherheitsunternehmen Securitas führte die Engpässe auf eine überdurchschnittlich hohe und kurzfristig aufgetretene Zahl an Krankmeldungen innerhalb der Belegschaft zurück. Ein Unternehmenssprecher erklärte am Morgen des 15. September 2026, dass die Ausfälle in diesem Ausmaß nicht vorhersehbar gewesen seien. Man habe im Rahmen der betrieblichen Möglichkeiten versucht, durch den Einsatz von Nachrückern und zusätzlichen Kapazitäten gegenzusteuern, um die Lücken in den Schichtplänen zu schließen.

Um die Auswirkungen für die wartenden Passagiere abzumildern, setzte der Flughafen Köln/Bonn eigenes Personal im Terminalbereich ein. Die Fluggäste wurden über Lautsprecherdurchsagen sowie durch Servicemitarbeiter vor Ort über die Verzögerungen informiert. Zudem verteilten Beschäftigte des Flughafens Trinkwasser an die in den Schlangen wartenden Personen. Erst im Laufe des Vormittags verringerten sich die Wartezeiten wieder auf ein normales Niveau, nachdem zusätzliche Kontrollspuren geöffnet werden konnten und der morgendliche Peak im Abflugplan abgearbeitet war.

Hintergründe zur Organisation der Luftsicherheitskontrollen

Die Organisation der Sicherheitskontrollen an deutschen Verkehrsflughäfen liegt grundsätzlich in der Verantwortung des Bundesministeriums des Innern beziehungsweise der Bundespolizei, die für diese Aufgaben häufig private Sicherheitsdienstleister über Ausschreibungsverfahren beauftragt. Die Personalplanung orientiert sich dabei an den von den Flughäfen und Fluggesellschaften übermittelten Passagierprognosen. Wenn es bei den Dienstleistern zu hohen Krankenständen kommt, stehen den Flughäfen meist keine unmittelbaren Reservekapazitäten zur Verfügung, da das Kontrollpersonal eine spezifische, behördlich zertifizierte Ausbildung durchlaufen muss und nicht kurzfristig durch ungeprüfte Kräfte ersetzt werden kann.

Die Störungen am Flughafen Köln/Bonn verdeutlichen die Anfälligkeit der Abläufe, wenn Dienstleister personell knapp kalkulieren oder hohe Krankenstände nicht durch flexible Reserven auffangen können. Für Passagiere, die aufgrund langer Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen ihren Flug verpassen, stellen sich in solchen Fällen oft komplexe rechtliche Fragen hinsichtlich der Haftung für Umbuchungen oder Folgekosten, da die Kontrollen eine hoheitliche Aufgabe darstellen, die im Auftrag des Staates ausgeführt wird.

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