Der Flughafen Salzburg hat mit den vorbereitenden Arbeiten für eine umfassende Erneuerung seiner Terminalinfrastruktur begonnen. Als erste operative Maßnahme startet der Abbruch des aus dem Jahr 1966 stammenden Hangars 2.
Die dadurch freigewordene Fläche soll künftig für Teile der erweiterten Terminallandschaft genutzt werden. Während die sichtbaren Rückbauarbeiten bereits laufen, ist der offizielle Spatenstich für das Hauptbauvorhaben für das Jahr 2027 angesetzt. Die Fertigstellung der gesamten Baumaßnahmen ist bis 2033 geplant.
Das Gesamtinvestitionsvolumen für die Modernisierung und Zusammenlegung der bestehenden Terminalbereiche beläuft sich auf rund 105 Millionen Euro. Die beiden öffentlichen Eigentümer des Flughafens – das Land Salzburg mit 75 Prozent und die Stadt Salzburg mit 25 Prozent – beteiligen sich mit einem Zuschuss von insgesamt 35 Millionen Euro an der Finanzierung. Der entfallende Hangar 2 wird durch den derzeit im Bau befindlichen Hangar 1 ersetzt, dessen Fertigstellung für Februar 2027 terminiert ist, um den technischen Flugbetrieb ohne Unterbrechungen aufrechtzuerhalten.
Die Modernisierung gilt betriebswirtschaftlich als notwendig, da die bestehenden Abfertigungsgebäude in den verkehrsstarken Wintermonaten regelmäßig an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Der Salzburger Airport ist stark vom saisonalen Wintersporttourismus geprägt, was zu extremen Belastungsspitzen an den Wochenenden führt. Durch die bauliche Neuordnung und die Zusammenlegung der verstreuten Terminalteile soll der Passagierfluss effizienter gestaltet und die Abläufe bei den Sicherheits- und Gepäckkontrollen optimiert werden.
Branchenbeobachter weisen darauf hin, dass die lange Bauzeit bis 2033 das operative Geschäft während der Hauptsaisonzeiten belasten könnte. Die Durchführung von Großbaumaßnahmen bei laufendem Flugbetrieb erfordert eine präzise Logistik, um Verzögerungen im Passagierhandling zu vermeiden. Zudem steht der Einsatz öffentlicher Mittel in Höhe von 35 Millionen Euro im Vorfeld unter politischer Beobachtung, da die Auslastung außerhalb der Wintermonate schwankt und die langfristige Amortisation der Infrastrukturinvestitionen gesichert sein muss.