Boeing 737-500 (Foto: Mohammadreza Farhadi Aref).
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Vorfall bei iranischer Fluggesellschaft führt zu Notlandung und Kabinenschäden

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Eine Passagiermaschine der iranischen Fluggesellschaft Sepehran Airlines musste am 15. September 2026 auf dem internationalen Flughafen Hashemi Nejad in Maschhad eine Notlandung durchführen.

Die Maschinen vom Typ Boeing 737 befand sich auf dem Weg nach Kermanschah, als kurz nach dem Start ein technisches Problem auftrat, das die Besatzung zur Umkehr zwang. Berichten zufolge führte das Platzen eines Reifens am Fahrwerk beim Startvorgang zu massiven Erschütterungen während des Landeanflugs, in deren Folge sich Verkleidungsteile der Decke im Passagierraum lösten und auf Insassen fielen. Nach dem Stillstand des Flugzeugs wurden alle Fluggäste sowie die Besatzungsmitglieder evakuiert. Verletzte wurden bei dem Zwischenfall nicht gemeldet.

Verlauf der Notlandung und Zustand im Passagierraum

Der Inlandsflug war planmäßig in Maschhad gestartet, als es mutmaßlich während des Rollvorgangs oder beim Abheben zum Beschädigung eines Reifens kam. Die Piloten erklärten daraufhin einen Notfall und leiteten die Rückkehr zum Ausgangsflughafen ein. Aufnahmen aus dem Innenraum der Maschine dokumentieren die Phasen der Landung, bei der das Flugzeug aufgrund des defekten Fahrwerks stark vibrierte.

Durch die mechanischen Belastungen beim Aufsetzen lösten sich Halterungen der dekorativen Kunststoffverkleidungen an der Kabinendecke. Mehrere Elemente fielen direkt auf Sitzreihen herab, in denen sich Passagiere befanden. Dennoch gelang es der Flugbesatzung, die Maschine kontrolliert auf der Landebahn zum Stehen zu bringen. Die Passagiere konnten das Flugzeug geordnet verlassen und wurden anschließend mit Ersatzflügen an ihr Ziel transportiert. Die betroffene Start- und Landebahn des Flughafens Maschhad wurde für eine technologische Inspektion vorübergehend gesperrt und nach einigen Stunden wieder für den Flugbetrieb freigegeben.

Häufung technischer Störungen bei derselben Fluggesellschaft

Der Vorfall am 15. September 2026 stellt nicht das erste Ereignis dieser Art für Sepehran Airlines innerhalb kurzer Zeit dar. Bereits am 25. August 2026 kam es bei einer Maschine desselben Typs auf dem Flughafen Maschhad zu einer schweren Landeabweichung. Eine Boeing 737-500 mit 127 Passagieren an Bord geriet von der Landebahn 13L ab und kam erst auf der Bahn 13R zum Stehen, wobei das Bugfahrwerk einknickte. Auch bei diesem Vorfall kamen keine Personen zu Schaden.

Die zuständige iranische Zivilluftfahrtbehörde hat in beiden Fällen Untersuchungen eingeleitet, um die Ursachen für die mechanischen Ausfälle zu klären. Bislang liegen von Seiten der Fluggesellschaft keine detaillierten Stellungnahmen zu den genauen Auslösern der Störungen vor.

Flottenstruktur und logistische Herausforderungen in Iran

Die 2016 gegründete Sepehran Airlines betreibt von ihrem Hauptknotenpunkt in Maschhad sowie von den Flughäfen in Teheran aus ein Streckennetz zu 21 nationalen und internationalen Zielen, vorwiegend im Nahen Osten. Zur Flotte des Unternehmens gehören insgesamt 13 Flugzeuge, wobei der Schwerpunkt auf den Typen Boeing 737-300 und Boeing 737-500 liegt. Das Durchschnittsalter der eingesetzten Maschinen beträgt über 30 Jahre.

Die zivile Luftfahrt in Iran steht seit Jahrzehnten unter dem Einfluss internationaler Sanktionen. Diese Beschränkungen erschweren den Import von neuen Verkehrsflugzeugen sowie den Erwerb von Original-Ersatzteilen und Triebwerkskomponenten. Fluggesellschaften im Land sind daher gezwungen, ältere Flugzeugmuster über längere Zeiträume hinweg im Dienst zu halten. Die ständige Instandhaltung dieser Flotten erfordert einen erhöhten logistischen Aufwand und führt unter den gegebenen Versorgungsengpässen immer wieder zu betrieblichen Belastungen im Flugbetrieb.

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