An Bord eines Passagierflugzeugs der russischen Fluggesellschaft Aeroflot ist es am Samstag, dem 12. September 2026, bei der Landung auf dem Flughafen Moskau-Scheremetjewo zu einem Verletzungsfall gekommen.
Während des Abbremsvorgangs nach dem Aufsetzen löste sich in der hinteren Bordküche ein Verpflegungscontainer aus seiner Verankerung und traf eine gegenüber sitzende Flugbegleiterin am Kopf. Die Maschine vom Typ Airbus A320 mit dem Kennzeichen RA-73173 befand sich auf dem Flug SU1829 von Ganja in Aserbaidschan nach Moskau.
Die Betroffene erlitt durch den Aufprall eine Prellung sowie eine Platzwunde im Kopfbereich. Nach der Erstversorgung durch den medizinischen Dienst des Flughafens Scheremetjewo wurde die Flugbegleiterin aufgrund des Verdachts auf ein Schädel-Hirn-Trauma zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert. Die verbleibenden 154 Passagiere sowie die weiteren fünf Besatzungsmitglieder blieben bei dem Vorfall unverletzt. Eine nachfolgende technische Überprüfung der Verriegelungssysteme und Halterungen der Küchenfächer durch das Wartungspersonal erbrachte laut Untersuchungsberichten keine Mängel.
Der Vorfall rückt die Einhaltung von Sicherheits- und Verriegelungsprozeduren bei Kabinenausstattungen vor Start und Landung in den Fokus. Lose Gegenstände oder unzureichend gesicherte Trolleys und Container in den Galleys stellen bei hohen Verzögerungskräften während des Landevorgangs ein erhebliches Verletzungsrisiko für Besatzungsmitglieder und Passagiere dar. Luftfahrtsicherheitsexperten betonen, dass das ordnungsgemäße Verschließen aller Aufbewahrungsfächer zu den obligatorischen Prüflisten vor jeder Flugphase gehört, um ein Verrutschen oder Herausfallen von Material zu verhindern.
Vor dem Hintergrund der westlichen Sanktionen gegen die russische Zivilluftfahrt stehen Fluggesellschaften wie Aeroflot zudem unter verstärkter Beobachtung hinsichtlich der Instandhaltung und der Verfügbarkeit von Original-Ersatzteilen für Flugzeuge westlicher Hersteller. Obwohl im konkreten Fall keine technischen Defekte an den Halterungen festgestellt wurden, verweisen Branchenbeobachter darauf, dass der intensive Einsatz und die Alterung von Kabinenelementen kontinuierliche Kontrollen durch das Wartungs- und Kabinenpersonal erfordern, um Unfälle während starker Flugmanöver zu vermeiden.